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Proindex Capital AG: Rio Paraguay leidet unter der Dürre





Suhl, 13.04.2021. „Der Rio Paraguay hatte Ende 2020 seinen niedrigsten Stand seit einem halben Jahrhundert erreicht. Das hängt vor allem mit der extremen Dürre im vergangenen Jahr zusammen“ erklärt Andreas Jelinek von der Proindex Capital AG. „Für Paraguays Binnenwirtschaft ist der Fluss von extremer Wichtigkeit, da etwa 85 Prozent des Außenhandels über den Rio Paraguay abgewickelt werden. Die Ursachen sind natürlich im Klimawandel zu suchen. Aufgrund fehlender Niederschläge im Pantanal-Gebiet des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso ist der Fluss erschöpft. Der Fluss entspringt aus diesem Gebiet und fließt auch durch Bolivien und Argentinien“, fügt Jelinek von der Proindex Capital AG hinzu.

Der Rückgang des Wasserspiegels hat den Verkehr von Frachtschiffen auf dem Rio Paraguay verlangsamt und zu erheblichen Kostenüberschreitungen beim Transport von Kraftstoff, Dünger, Lebensmitteln und anderen importierten Gütern geführt. „Hinzu kommt, dass der Fluss auch wichtig ist für die Trinkwasserversorgung in Paraguay. Es ist also eine wirklich ernste Situation. Bei der Einfuhr von Produkten sollte es nicht zu Engpässen kommen“, so die Proindex Capital AG.

Die Regierung hatte die Aufhebung der strengsten Teile ihres Lockdowns im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie angekündigt, aber die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Wirtschaftstätigkeit wurden durch das Flussproblem geschmälert. Esteban dos Santos, Präsident des paraguayischen Reederzentrums, sagte, die Verluste im Flussverkehrssektor Paraguays hätten bereits 250 Mio. USD erreicht. „Was uns am meisten beunruhigt, ist, dass der Fluss mit einer Geschwindigkeit von drei oder vier Zentimetern pro Tag abfällt. Die Navigationssituation ist kritisch. In einer Woche kann kein Boot Asunción erreichen“, sagte dos Santos.

„Paraguay könnte größeren Preiserhöhungen und Engpässen bei Treibstoff und anderen Lieferungen ausgesetzt sein, wenn sich die Situation weiter verschlechtert. Aufgrund der trockenen Bedingungen sind auch in Teilen des Landes Waldbrände ausgebrochen. Doch die sinkenden Pegel des Paraguay-Flusses haben eine Überraschung gebracht: Eine felsige Insel in Asuncion, die laut Geologen Teil eines erloschenen Vulkans ist, der mehr als 40 Millionen Jahre alt ist. Unter dem Strich gesehen ist die Klimakrise eine globale und so leiden nun mal die meisten Länder der Welt an ihren Folgen. Es braucht einen Kurswechsel, eine weltweit stimmige Klimastrategie“, sagt Andreas Jelinek von der Proindex Capital AG abschließend.

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Erstellt von an 13. Apr 2021. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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