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Höhere Netzentgelte, neuer CO2-Preis: Gaspreise steigen 2021 wieder





Verbraucher in Deutschland müssen im kommenden Jahr mit höheren Gaskosten rechnen. Neben steigenden Gasnetzgebühren wird der neue CO2-Preis zusätzlich belasten. Günstigere Großhandelspreise könnten den Preisanstieg für private Verbraucher ein wenig dämpfen.

Keine Entlastung bei den Gasnetzentgelten

Die Gebühren für die Gasnetze werden im Jahr 2021 im bundesweiten Durchschnitt um zwei Prozent ansteigen. Für einen Musterhaushalt in einem Einfamilienhaus (20.000 kWh) bedeutet dies Mehrkosten von rund 8 Euro im Jahr. Regional gibt es jedoch große Unterschiede. So steigen die Gasnetzentgelte in Berlin und Brandenburg um jeweils rund 8 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen verteuern sich die Kosten für die Durchleitung von Gas um rund 3 Prozent. In drei Bundesländern werden die Netzentgelte günstiger: im Saarland um rund 4 Prozent, in Bremen und Hamburg um jeweils rund 2 Prozent.

CO2-Ausstoß kostet ab 2021 Geld

Neben den steigenden Netzentgelten wird ab dem 1. Januar 2021 der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einem CO2-Preis in Höhe von 25 Euro pro Tonne belegt. Für einen Musterhaushalt in einem Einfamilienhaus bedeutet das eine Mehrbelastung von 108 Euro.

Gesunkene Großhandelspreise können den Preisanstieg nur dämpfen

Einen preisdämpfenden Effekt könnte hingegen die Entwicklung an den Rohstoffmärkten haben. So sind die Großhandelspreise seit Jahresbeginn deutlich gesunken. Der Importpreis, der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) erhoben wird, ist seit Januar 2020 um mehr als ein Drittel gefallen.

„Wir rechnen damit, dass die Gaspreise im kommenden Jahr wieder deutlich anziehen“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Reichen die Versorger die gestiegenen Netzentgelte und den CO2-Preis in voller Höhe an ihre Kunden weiter, würde sich Gas im kommenden Jahr sogar um rund 11 Prozent verteuern. Die gesunkenen Beschaffungskosten geben jedoch Spielraum, Preiserhöhungen nicht ganz so hoch ausfallen zu lassen.“

Methodik

Für die durchschnittlichen Gaskosten wurden die Werte des Verivox- Verbraucherpreisindex Gas (https://www.verivox.de/gas/verbraucherpreisindex/) herangezogen, der die Preise der örtlichen Versorger und der wichtigsten überregionalen Anbieter berücksichtigt. Die Grenzübergangspreise wurden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) übernommen. Für die Entwicklung der Netznutzungsentgelte 2021 wurden die vorläufigen Veröffentlichungen der Verteilnetzbetreiber betrachtet. In die Betrachtung flossen 84 Prozent der deutschen Gasversorgungsgebiete ein. Die zusätzlichen Heizkosten

Über Verivox

Verivox ist das Vergleichsportal für Tarife in den Märkten Energie, Telekommunikation, Versicherungen und Finanzen sowie Fahrzeuge und Immobilien. Der kostenfreie und mehrfach ausgezeichnete Vergleichs- und Wechselservice, umfassende Expertise und die transparente Darstellung von über 29.000 Tarifen sind die Markenzeichen von Verivox.

Im Energiebereich recherchiert Verivox tagesaktuell die Konditionen von über 1.100 Strom- und über 900 Gasanbietern und betreibt damit eine der deutschlandweit größten Datenbanken für Energietarife. Darüber hinaus ist Verivox das erste Fördermitglied der Schlichtungsstelle Energie e.V. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im September 2017 sieben Vergleichsportale im Bereich Energie analysiert und Verivox mit dem Prädikat „Sehr gut“ zum Testsieger gekürt.

Auf nationaler und europäischer Ebene engagiert sich Verivox seit vielen Jahren für besseren Verbraucherschutz und sucht den Dialog mit Behörden und Verbraucherschützern. Als erster Vertreter der deutschen Digitalwirtschaft haben die Tarifexperten von Verivox aktiv an der Ausarbeitung von EU-Kriterien für die Objektivität und Transparenz von Vergleichsportalen mitgewirkt sowie die Selbstverpflichtung zur Stärkung des Verbraucherschutzes auf digitalen Vergleichs- und Verbraucherplattformen unterzeichnet.

Die Verivox GmbH wurde 1998 in Heidelberg gegründet. Für das Unternehmen arbeiten heute rund 500 Menschen. In über 20 Jahren haben die Tarifexperten mehr als 8 Millionen Verbraucher kompetent beim Anbieterwechsel unterstützt und so für ihre Kunden mehr als 2 Milliarden Euro gespart.

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Erstellt von an 19. Okt 2020. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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