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Die Frage bringt die Lösung, die Lösung bringt die nächste Frage





Wie kann diese Anforderung erfüllt werden?

Dieser Aufgabe stellten sich verschiedenste Unternehmen. Es kamen Lösungen mit sehr unterschiedlichen Anwendungsprinzipien auf den Markt. Anlagen, die sich bei bestimmten Voraussetzungen verschließen. Anlagen, die bei Hochwasserlagen schwimmen. Anlagen, die durch die Anwendung einfacher physikalischer Gesetze, das Wasser vom Köder fernhalten.

Auch Andreas Vollack, Geschäftsführer des Unternehmens Andreas Vollack Fachwerkzentrum und Schädlingsbekämpfung, lies die Frage nach einer Lösung dieses Problems nicht mehr los. Der Kopf begann zu rattern und die Fragen wurden immer mehr.

Wie kann einfach verhindert werden, dass der Köder nicht mit Wasser in Berührung kommt?

Wo wird eine Anlage am sinnvollsten im Kanalnetz installiert?

Welche Abmessungen darf eine Anlage haben, die in Kanalnetzen verwendet wird?

Welche Bedingungen müssen für den Bediener einer solchen Anlage erfüllt sein?

Im Laufe der Entwicklung kamen viele Fragen hinzu.

Beginnen wir mit dem ersten Problem.
Wie kann einfach verhindert werden, dass Giftköder nicht mit Wasser in Berührung kommen können?

Es gab bereits einige Versuche anderer Unternehmen dieses Problem zu lösen. Eine dieser Lösungen hatte Verschlüsse, die sich bei steigendem Wasser schließen und das Eindringen von Wasser verhindern. Mechanik ist jedoch anfällig. Schließlich fließen durch Abwasserkanäle viele Dinge, die an einer Mechanik durchaus haften können. Eine solche Lösung kam also nicht in Frage.
Ein anderer Lösungsversuch besteht aus einer bei Hochwasserlagen aufschwimmenden Lösung. Was ist aber, wenn das Hochwasserereignis im Kanalnetz so stark ist, dass der Schwimmer bis an die Abdeckungen der Revisionsschächte gepresst wird und nicht weiter aufschwimmen kann, während das Wasser herausgepresst wird.

Das muss auch einfacher und trotzdem effizient gehen, dachte sich Andreas Vollack. Ihm viel ein, wie Tiefseetaucher mit Tauchglocken arbeiten und wie bei Arbeiten in Flusssedimenten Senkkästen verwendet werden. Trotz des immensen Wasserdrucks bleibt in einer Tauchglocke Luft.
Warum also nicht das Tauchglockenprinzip auf eine Anlage übertragen, die im Kanalnetz installiert wird und genau mit diesem Prinzip den Köder trocken hält. Die Idee war geboren und es stellten sich sofort die nächsten Fragen.

Wie muss die Anlage beschaffen sein und welches Material eignet sich?

Eine Anlage, die für die Bekämpfung von Ratten eingesetzt werden soll, muss in erster Linie attraktiv für Ratten sein. Ratten bewegen sich in der unterirdischen Struktur, simpel ausgedrückt, durch Rohrsysteme mit Revisionsschächten, die einen Übergang zur Oberfläche bilden. Sie sind an Rohre gewöhnt. Nun stellte sich bereits dar, dass die Lösung ein Rohrsystem wird, dass so dicht ist, dass das Tauchglockenprinzip angewendet werden kann. Diese Rohre gab es bereits. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Nach einiger Zeit viel die Entscheidung für HD-PE Rohre von Geberit.

Die Anlage muss in einem feuchten Milieu installiert werden. Die Halterung musste feuchtigkeitsbeständig und trotzdem stabil sein. In dieser Phase wurden verschieden Kunststoff- und Metallvarianten getestet. Edelstahl hat bei den Tests am besten abgeschnitten.

Was, außer die für Ratten gewohnte Form eines Rohrs, macht eine Rattenköderstation ebenfalls attraktiv für Ratten. Ein trockener Platz zum Futtern und ein einfacher Einstieg. Die Anwendung des Tauchglockenprinzip gab vor, dass der Einstieg senkrecht nach unten zeigen muss.
Ein abgewinkeltes Rohrsystem war die Lösung. Oben in diesem System muss der Köder angebracht sein, darunter ein Platz, auf dem die Ratte bequem fressen kann. Der untere Teil, der Einstieg, wird mit zusätzlichen Aufstiegshilfen versehen. Konstruktion geklärt, nun noch eine Bezeichnung. Ab sofort hieß diese Anlage, Rattenköderstation FZV30. Diese Lösung ergab die nächste Frage!

Wo und wie wird die Rattenköderstation FZV30 installiert?

Wie bereits erwähnt bewegen sich Ratten unterirdisch durchs Kanalnetz. Die Übergangspunkte zur Oberfläche sind die Revisionsschächte. In den Schächten sammelt sich bei Hochwasserereignissen das Wasser an und steigt. Was bisher mit das größte Problem bei der Drahtbeköderung war. Stieg das Wasser unerwartet hoch, so kamen die Köder bei der Drahtbeköderung in Kontakt mit dem Wasser. So konnten Teile des Köders ins Abwasser ausgespült werden und im Anschluss fingen die Köder an zu schimmeln. Damit war dann auch die Attraktivität des Köders für die Ratten erledigt.

Hier hat Andreas Vollack mit der Rattenköderstation FZV30 angesetzt und durch die Anwendung des Tauchglockenprinzips dafür gesorgt, dass auch bei plötzlichen Hochwasserereignissen kein Wasser an den Köder gelangt. Ein Ausspülen von Gift in den Wasserkreislauf wird so verhindert.

Die Rattenköderstation FZV30 muss also im Schacht, installierbar sein. Die erste Lösung hierzu war die feste Installation mittels Befestigungssets aus Edelstahlschellen und Befestigungsmaterial für Betonschächte oder gemauerte Schächte.

Bis heute werden alle Bestandteile für die Befestigung der Rattenköderstation FZV30 aus Edelstahl produziert. Auf den ersten Blick scheint dies eine Teure Variante zu sein. In allen durchgeführten Tests hat sich jedoch gezeigt, dass es die länger korrosionsfreie Variante ist und somit letztendlich Kosten einspart.

Da die Rattenköderstation FZV30 auch flexibel einsetzbar sein sollte, wurden die FZV30 FLEX Befestigungssysteme entwickelt. Ab diesem Zeitpunkt konnten die Rattenköderstationen zum Monitoring und zur flexiblen Schadnagerbekämpfung eingesetzt werden.

Die FZV30 FLEX Systeme bieten die Möglichkeit einer Installation in unterschiedlichsten Umgebungsbedingungen. Egal, ob Schächte mit unterschiedlichen Durchmessern, mit schrägen oder geraden Bermen oder mit Kanalzuläufen in unterschiedlichen Höhen. Auch die Installation an unterschiedlichen Steigeisen wurde berücksichtigt.

Die Rattenköderstation war entwickelt und bereit zum Test. Denn die nächsten Fragen stellten sich.

Wird die Rattenköderstation von den Schadnagern angenommen?

Bleibt die Anlage auch im Schacht dicht und hält den Bedingungen Stand?

Wie lange dauert es im Schacht, bis die Rattenköderstation gebrauchsfertig installiert ist?

Eine jede Erfindung bzw. Entwicklung muss sich früher oder später unter Beweis stellen. So auch die Rattenköderstation FZV30.
Es wurde Zeit, die FZV30 im Revisionsschacht auf Teufel komm raus zu testen. Mehrere Stationen wurden in verschiedenen Kanälen installiert und zusätzlich mit Kameras zur Beobachtung bestückt.
Bei den Installationen gab es keine Rattenköderstation, die länger als in 30 Minuten fest angebracht war.

Würden die Ratten einkriechen und am Köder nagen?

Die Aufzeichnungen zeigten, was Schädlingsbekämpfer schon wussten. Es war, wie erwartet, viel los im Schacht. Ratten unterschiedlichen Alters und in erheblich unterschiedlichen Größen wurden schnell neugierig. Andreas Vollack war jedoch überrascht, wie schnell die Ratten tatsächlich in die Rattenköderstation FZV30 einstiegen. Bereits nach ca. 1,5 Stunden sind die ersten Tiere eingestiegen und haben sich am Köder bedient.

Nun mussten noch andere Bedingungen im Schacht getestet werden. Kanäle werden regelmäßig mit Reinigungsdüsen gereinigt, die mit hohem Wasserdruck arbeiten. Diese Düsen bewegen sich auch durch die Revisionsschächte.

Kann die Rattenköderstation FZV30 diesem Wasserdruck standhalten?

Ja! Sowohl beim Start der Düse direkt neben der Station sowie bei mehrfacher Durchquerung des Revisionsschacht blieben die Rattenköderstationen unbeschädigt, dicht und stabil an ihrer Position.

Auch hier waren die Ergebnisse absolut zufriedenstellend.
Die Rattenköderstation wird angenommen und funktioniert. Nun stellte sich die nächste Frage.

Wie Anwenderfreundlich ist die Rattenköderstation FZV30?

Es wurde bereits erwähnt, dass keine der Installationen länger als 30 Minuten dauerte.

Für die Installation muss einmalig in den Revisionsschacht abgestiegen werden.

Danach lässt sich die Rattenköderstation FZV30 von der Straßenebene bedienen. Der obere Teil der Station besteht aus einem Schraubdeckel. In diesem Deckel befinden sich die Befestigungselemente für die Anbringung der Köder. Der Deckel ist mit einem Magneten versehen. Die Kontrolle und Bestückung der FZV30 erfolgt mittels einer Teleskopstange mit Magnetschlüssel und Kreuzgelenk direkt von der Straßenebene aus. Ein Abstieg in den Schacht ist nach der Erstinstallation nicht notwendig.

So werden Unfallgefahren minimiert und die Arbeitssicherheit gesteigert.

Welche weiteren Ergebnisse brachten die Kameraaufnahmen im Schacht?

Andreas Vollack war froh, über die kurze Zeit bis zur Köderannahme durch die Ratten. Es zeigte sich aber auch, dass die Tiere bei schrägen Bermen nicht so leicht in die Rattenköderstation FZV30 einsteigen konnten.

Wie kann man den Ratten den Einstieg erleichtern?

Die Lösung war eine kleine Erweiterung. Dabei handelt es sich um eine gerade Plattform unterhalb des Einstiegs, die den Ratten eine einfache Möglichkeit zum Einsteigen bietet.

Wie geht es jetzt weiter?

Mit der Entwicklung, orientiert an Kundenwünschen.

Die Positionierung der FZV30 ist mittlerweile über die unterschiedlichen Befestigungsvarianten im gesamten Revisionsschacht nach Wunsch möglich.

Durch die Kommunikation mit den Anwendern wurden weitere Wünsche zur Verbesserung der Anwendung geäußert.
Eins der nächsten Ziele wird es sein, auch die Montage im Revisionsschacht von der Straßenebene aus zu ermöglichen.

Anregungen und Kritik sind bei Andreas Vollack erwünscht und für ihn Ansporn weitere Verbesserungen zu entwickeln.

Was bringt die Zukunft?

Digitalisierung ist ein großes Thema. Auch bei Schädlingsbekämpfern. Bereits jetzt erfolgt die Dokumentation eines Befalls in den Rattenköderstationen mittels QR Code über die easy-dok Software.

Auch im Bereich der Digitalisierung gibt es Ideen zur Weiterentwicklung. Wie bei allen Entwicklungen prüft Andreas Vollack die Machbarkeit und testet die Funktion, bevor ein Update durchgeführt wird.

Bei allen Entwicklungen bleibt eins immer Fakt.

Rattenköderstation FZV30 – Schützt den Wasserkreislauf vor Rattengift

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1865449

Erstellt von an 4. Dez 2020. geschrieben in Sonstige, Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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