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Wilde Nachbarn – Wildtiere in der Stadt (AUDIO)





Anmoderationsvorschlag: Wildtiere leben im Wald, auf Wiesen und Feldern. Einige Arten suchen allerdings die Nähe des Menschen. Wildschweine durchwühlen Vorgärten, Waschbären ernten den Apfelbaum und Füchse plündern das Katzenfutter vor der Tür – immer häufiger werden Wildtiere in von Menschen bewohnten Gegenden gesichtet. Das richtige Verhalten hilft, Probleme zu vermeiden. Jessica Martin hat jetzt ein paar gute Tipps für Sie.

Sprecherin: Füchse, Wildschweine und Waschbären machen bei der Nahrungssuche gern mal einen Abstecher in die Stadt, sagt der Biologe Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband.

O-Ton 1 (Torsten Reinwald, 27 Sek.): “Die Waschbären sind nicht besonders anspruchsvoll, was die Nahrung angeht, die fressen Insekten, junge Vögel, Obst und Gemüse. Deswegen gilt: Mülltonne und Kompost immer verschlossen halten, weil wir sie sonst einfach anlocken. Sie sind hervorragende Kletterer, sie gehen die Regenrinne hoch, teilweise die Fassade und sie gehen dann auch durch das offene Dachfenster in die Wohnung. Das sind also wirklich kleine, maskierte Einbrecher, die putzig aussehen, aber große Schäden verursachen.”

Sprecherin: Aggressiv sind sie von Natur aus zwar nicht, …

O-Ton 2 (Torsten Reinwald, 26 Sek.): “… aber wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen, dann verteidigen sie sich mit ihren spitzen Krallen. Ich muss einfach gucken im Haus, im Garten, dass ich die Schlupflöcher zumache. Katzenklappe verschließen, Fenster zumachen und ich sollte unbedingt Futterquellen entfernen. Das ist der Napf für die Katze oder für den Hund, genauso wie faules Obst, das dort rumliegt im Garten. Tipps können Jäger vor Ort geben oder das Ordnungsamt.”

Sprecherin: Auch Wildschweine durchstreifen immer öfter unsere Städte – und dabei gilt für sie folgende goldene Regel:

O-Ton 3 (Torsten Reinwald, 20 Sek.): “Wildschweine haben immer Vorfahrt. Das heißt, wenn ich mit meinem Fahrrad unterwegs bin und auf eine Rotte treffe, dann sollte ich nicht versuchen, da durchzufahren, das könnte blaue Flecken geben. Besondere Vorsicht ist angebracht bei Bachen, also bei weiblichen Tieren, die Junge haben. Eine Bache wird ihre Frischlinge immer verteidigen und auch gegebenenfalls angreifen.”

Sprecherin: Nichts dran ist dagegen an dem Gerücht, dass Füchse nur deswegen zutraulich sind, weil sie Tollwut haben.

O-Ton 4 (Torsten Reinwald, 24 Sek.): “Füchse haben früher Tollwut übertragen und waren deswegen gefürchtet. Seit 2008 ist Deutschland allerdings tollwutfrei, das ist das Ergebnis von Impfaktionen. Wenn ein Fuchs keine Scheu zeigt, dann ist das ein Zeichen, dass er gefüttert wird. Leider, muss man sagen, denn Füttern bringt auch Probleme für den Fuchs mit sich. Die für Menschen gemachten, gewürzten Speisen können Tiere sehr krank machen.”

Abmoderationsvorschlag: Nicht anfassen und nicht füttern – dann klappt–s auch mit den wilden Nachbarn. Und wenn doch mal ein Waschbär oder Fuchs Probleme auf dem Grundstück macht, geben Jäger Tipps. Videos dazu finden Sie im Netz im YouTube-Kanal des Deutschen Jagdverbandes.

Pressekontakt:

Torsten Reinwald
Tel.:030/2091394-23
Mail: pressestelle@jagdverband.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/54673/4650002
OTS: Deutscher Jagdverband e.V. (DJV)

Original-Content von: Deutscher Jagdverband e.V. (DJV), übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 13. Jul 2020. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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