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Vogelküken brauchen ein sicheres Zuhause / Deutsche Wildtier Stiftung: Im Mai ist Hauptbrutsaison der Vögel – wie Vogeleltern dabei unterstützt werden können





Amsel, Drossel, Fink und Star – alle Vögel sind im Brutgeschäft. Ohne sicheres „Heim“ ist der Nachwuchs in Gefahr. „Das Gelege und später auch die Küken müssen vor Katzen, Waschbären und Mardern sicher sein – aber auch aus der Luft drohen zum Beispiel von Sperber oder Habicht tödliche Angriffe“, sagt Lea-Carina Mendel, Artenschützerin bei der Deutschen Wildtier Stiftung. „Außerdem muss ein kleines Vogelheim Regen, Sturm und Sonne trotzen. Es darf bei Starkregen nicht kaputtgehen und bei Hitze nicht zu einem extrem heißen Brutkasten werden.“ Doch die Vogel-Traumimmobilie ist nicht leicht zu finden.

„Um Singvögel beim Brüten zu unterstützen, sollten unsere Gärten möglichst naturnah gestaltet sein“, sagt Mendel. Neben Schlehen- oder Weißdornhecken eignen sich Fassadenbegrünungen aus Efeu, Schling-Knöterich, Hopfen und Wald-Geißblatt, um einen sicheren Platz für Vogelnester zu schaffen. Doch Vögel wissen durchaus auch Nistkästen zu schätzen. „Sie können an Bäumen oder einfach an Hauswänden montiert werden. Und wenn alles passt, ziehen die Vögel auch gerne ein“, so die Ornithologin.

Dabei ist den gefiederten Mietern das äußere Häuschen-Design schnuppe. Dafür müssen Bausubstanz, Lage der Immobilie und die Größe des Einfluglochs passen. Mit 32 mm im Schlupfloch-Durchmesser sind Feldsperlinge, Kohl- und Sumpfmeisen zufrieden. Blau- und Tannenmeisen mögen es mit 28 mm etwas kleiner. Stare dagegen sind erst mit einem Einflugloch von circa 45 mm zufrieden. Spatz, Garten- und Hausrotschwanz bevorzugen im neuen Eigenheim ein „Oberlicht“: Ihre Vogel-Immobilie sollte hell „geschnitten“ sein. Für sie ist ein Kasten mit hochovalem Einflugloch (ca. 30 x 50 mm) ideal. Spatzen nisten zwar in Kolonien, aber ein Abstand von einem Meter zwischen den Vogelhäuschen sorgt für genügend „Intimsphäre“.

Auch die Himmelsrichtung ist nicht unwesentlich. Mendel empfiehlt: „Ein Plätzchen im Osten ist für den Vogelkasten die optimale Ausrichtung.“ Richtung Süden wird es schnell zu heiß; Norden und Westen bringen oft Sturm und Regen. Um es Fressfeinden schwerer zu machen, sind einige Nistkästen mit einem Sicherheits-Vorbau ausgestattet. Der Kleiber als guter „Heimwerker“ verschließt mit seinem Schnabel die „Haustür“ einfach. Ist das Loch zu groß, wird es mit feuchtem Lehm verputzt. Hausrotschwanz, Bachstelze und Rotkehlchen bevorzugen als Halbhöhlenbrüter halboffene Nistkästen. Auch Grauschnäpper und Zaunkönige schätzen dieses Wohnmodell. „Wichtig ist, dass diese Nistkästen immer an geschützten Orten, zum Beispiel direkt unterm Dach einer Schuppenwand angebracht werden“, so Lea Mendel. Für Rauchschwalben gibt es schalenartige Kunstnester im Handel, wenn lehmige Pfützen für den eigenen Hausbau fehlen.

Bei allen Häusern muss die Qualität stimmen: „Naturbelassene Materialien ohne Chemie, darauf kommt es an“, erläutert Mendel. Nistkästen aus Holz isolieren vor Hitze und Kälte. Auch Holzbeton und Terrakotta eignen sich, um darin zu wohnen und den Nachwuchs aufzuziehen. Man sollte keine Kunststoffkästen wählen. Mendel: „Bei Extremwetterereignissen fehlt die Atmungsaktivität und Isolierung. Dadurch kühlen sie entweder zu stark ab oder heizen sich schnell auf.“ An den glatten Wänden ist es für Jungvögel schwierig, sich mit den Krallen festzuhalten und hinauszuklettern. Außerdem ist Kunststoff als Material nicht umweltfreundlich. Als guter „Vermieter“ sollte man bei Nisthilfen auch an die Umwelt denken.

Pressekontakt:

Jenifer Calvi, Pressereferentin
Deutsche Wildtier Stiftung
Telefon 040-970 78 69 – 14
J.Calvi@DeWiSt.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de

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Erstellt von an 10. Mai 2021. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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