Solarstrom für die Mehrheit, ohne Stromverkauf: SolarMatrix startet Website für WohnStrom im Mehrfamilienhaus

Berlin, 1. November 2026. SolarMatrix hat seine Website solarmatrix.eu erstmals öffentlich gemacht. Im Mittelpunkt steht WohnStrom – der neue, einfachere, dritte Weg, Solarstrom in Mehrfamilienhäuser zu bringen, neben Mieterstrom und Gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung (GGV): WohnStrom bringt Solarstrom vom Dach über je einen WohnStrom Erzeuger in jede Wohnung. Es ist einfach für alle: kein Stromverkauf, kein Zählertausch und keine Stromabrechnung; der Bewohner behält seinen Stromvertrag. Neben Schnelleinschätzung und Kontakt bietet die Website umfangreiche Prozessunterstützung je Eigentümergruppe – ob WEG, Genossenschaft, Wohnungsunternehmen oder private Eigentümer – von den Unterlagen für die Entscheidung bis zur Umsetzung.

Warum ein drittes Modell? Von der deutschen Energiewende profitierten bislang vor allem Eigentümer von Einfamilienhäusern. Die Mehrheit zahlte über Umlagen die Zeche. Bei den bisherigen Wegen fürs Mehrfamilienhaus verkauft der Eigentümer bzw. ein externer Dienstleister Strom und übernimmt die Pflichten eines Energieversorgers oder -lieferanten. Für die GGV braucht es Viertelstundenmessung und einen Gebäudestromnutzungsvertrag; Netzbetreiber gelten als größte Hürde – 44 von 50 bewerteten Netzbetreibern verzögern die GGV (Solarserver, 14.04.2026). Das Ergebnis: 23,6 Mio. Wohnungen liegen in Mehrfamilienhäusern (Destatis, Ende 2025), davon sind bis zu 20,4 Mio. technisch für gemeinsamen Solarstrom geeignet (IW/Ariadne, Oktober 2025) – aber bei der Bundesnetzagentur gemeldet sind nur rund 5.400 Mieterstromanlagen.

„Wohnungswirtschaft, Genossenschaften und WEGs wollen wirtschaftlichen Solarstrom, aber kein Energieversorger werden und auch keine Komplexität mit unsicheren Drittbetreibern. Genau dafür ist WohnStrom gebaut – wir sind überzeugt, dass sich das dritte Modell als Standard im Mehrfamilienhaus durchsetzt“, sagt Dirk Vollmann, Mitgründer von SolarMatrix.

So funktioniert es: Gemeinsame Solarmodule auf dem Dach, ein Batteriespeicher und der WohnStrom Manager im Gebäude, der WohnStrom Verteiler und je Wohnung ein gesetzlich privilegierter WohnStrom Erzeuger (bis 800 W, gilt als Kleinsterzeuger). Mit WohnStrom erzeugen die Bewohner Solarstrom vom eigenen Dach individuell für ihre Wohnung – ohne Mieterstrom, ohne die bislang erforderliche geeichte Stromabrechnung. Der Einbau erfolgt an einem Tag durch einen lokalen Fachbetrieb, ohne ein Messkonzept mit sogenanntem „Smart Metering“ und eine Genehmigung durch den Netzbetreiber zu erfordern. Ins Netz geht nichts: WohnStrom ist netzdienlich, es entstehen keine Einspeisespitzen, und eine Batterie versorgt die Wohnungen morgens, abends und nachts mit Solarstrom. Im typischen Fall sparen Haushalte rund 270–440 € je Wohnung und Jahr (Beispielrechnung: rund 2.500 kWh je Wohnung und Jahr, 0,35–0,40 €/kWh, 1–2 kWp je Wohnung). Für Eigentümer rechnet sich WohnStrom über eine profitable Umlage als Modernisierung oder pauschal, mit planbarem, finanzierbarem Rückfluss und Erzeuger-Garantie; besonders geeignet ist das System für 6–20 Wohnungen je Aufgang.

Möglich seit März 2026: Die überarbeitete VDE-AR-N 4105 zu Erzeugern im Niederspannungsnetz lässt Kleinsterzeuger bis 800 VA auch mit Speicher und zugeordneten Solar-Anteilen im vereinfachten Verfahren zu – unter Mitarbeit von SolarMatrix-Mitgründer Qian Qin. „Die Norm ist der Schlüssel: je Wohnung ein Kleinsterzeuger mit Speicher im vereinfachten Verfahren – damit entfällt unter anderem die monatelange Abstimmung, an der viele Projekte bisher scheitern“, sagt Qian Qin.

Zusätzlich gefördert in Berlin: WohnStrom ist im Förderprogramm SolarPLUS L. Mit dem Land Berlin und der IBB ist bestätigt, dass fast alle Hardware-Komponenten als Batteriesystem förderfähig sind – inklusive eines Großteils der Handwerkerleistung im Keller ab Laderegler. Eigentümer erhalten bis zu 50 % Förderung über SolarPLUS L¹; in Berlin fördert SolarPLUS L das noch bis mindestens Jahresende 2026.

Praxis: Die ersten WEG-Anlagen laufen in Berlin; die Demoanlage in Berlin-Köpenick läuft seit März 2026, eine Demo vor Ort ist möglich. Vorgestellt wurde WohnStrom bereits auf der Bühne des GdW-WohnZukunftsTags, dem wichtigsten Innovationsforum der Wohnungswirtschaft. SolarMatrix ist Mitglied im Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), Partner im Partnerschaftsnetzwerk Masterplan Solarcity und Umsetzungspartner im Empfehlungskatalog des SolarZentrums Berlin. Interessenten erhalten über solarmatrix.eu eine Schnelleinschätzung für ihr Gebäude – Adresse und Wohnungszahl genügen, die Einschätzung kommt innerhalb von zwei Werktagen per E-Mail.

¹ Gilt für SolarMatrix Hardware, Speicher, anteilige Installation und Vorab-Beratung. Das entspricht ca. 20–25 % der Gesamtinvestition. Der Fördersatz hängt vom Antragsteller ab.

Bildmaterial (Demoanlage Köpenick, Portal-Bewohneransicht anonymisiert, Logo) auf Anfrage.

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