Unseren Flüssen und Seen geht es nicht so richtig gut. Laut Umweltbundesamt erreichen nur rund zehn Prozent davon einen guten ökologischen Zustand. Das heißt, der Großteil der Gewässer wurde vom Menschen stark verändert und als Lebensraum beschädigt – unter anderem durch Schadstoffe, die wir alle jeden Tag über das sogenannte Haushaltsabwasser einleiten, beispielsweise beim Duschen, Wäschewaschen oder durch Wasserenthärtungsanlagen. Eine neue internationale Studie hat das Haushaltsabwasser nun unter die Lupe genommen. Welche Stoffe wir unbemerkt in den Wasserkreislauf schicken und was jeder von uns dagegen tun kann, weiß Jessica Martin.
Sprecherin: Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik, Medikamentenrückstände, Mikroplastik, PFAS, Schwermetalle, Fette und Öle – das alles ist drin in unserem Haushaltsabwasser, so die Studie. Mit Abstand den größten Anteil macht allerdings Regeneriersalz aus: Bis zu 46 Kilogramm pro Person und Jahr gelangen davon ins Abwasser, erklärt Maximilian Wilk, Gründer und Geschäftsführer des Wasseraufbereitungsspezialisten AQON PURE.
O-Ton 1 (Maximilian Wilk, 25 Sek.): „Weil sich immer mehr Menschen Wasserenthärtungsanlagen auf Salzbasis einbauen lassen. Bei diesem Verfahren werden Calcium und Magnesium, also der Kalk im Wasser, gegen Natrium ausgetauscht. Für diesen Vorgang benötigt eine Enthärtungsanlage dann regelmäßig das Salz. Das Salz wird dabei als konzentrierte Salzsole anschließend in den Abfluss gespült. Der Kalk ist damit im Haus zwar beherrscht, aber die Salzfracht landet im Abwasser.“
Sprecher: Dieses sogenannte Chlorid können herkömmliche Kläranlagen kaum filtern, denn die sind hauptsächlich für Schweb- und Nährstoffe sowie organische Belastungen gebaut.
O-Ton 2 (Maximilian Wilk, 11 Sek.): „Die Entfernung von Chlorid wäre technisch aufwendig und energieintensiv. Deshalb gilt: Was wir zuhause einleiten, kann später in Flüssen, Seen und letztlich wieder im Wasserkreislauf auftauchen.“
Sprecherin: Vor allem die große Menge an Salz wird zum Problem und kann Süßwasser versalzen, Wasserorganismen schädigen und biologische Prozesse in Kläranlagen stören.
O-Ton 3 (Maximilian Wilk, 12 Sek.): „Und in Hitze- und Trockenperioden verschärft sich das Problem, weil weniger Wasser die Stoffe verdünnt. Hinzu kommt außerdem, dass sich der Natriumwert im Trinkwasser erhöht und das Risiko für Korrosion in Rohrleitungen steigt.“
Sprecherin: Dabei kann jeder von uns zum Gewässerschutz beitragen. Medikamente zum Beispiel gehören nicht in die Toilette oder den Ausguss, ebenso wenig wie Fette und Öle.
O-Ton 4 (Maximilian Wilk, 19 Sek.): „Und bei Wasch- und Reinigungsmitteln hilft ein bewusster, sparsamer Einsatz. Und wer sein Haus vor Kalk schützen will, kann Enthärtungsanlagen ohne Salz wie zum Beispiel die Impfkristallbildung wählen. Entscheidend ist, Schadstoffe gar nicht erst einzuleiten. Jeder Haushalt ist eine kleine Quelle und deshalb auch Teil der Lösung.“
Mit unserem Haushaltsabwasser gelangen viele Schadstoffe in die Umwelt, die ein Großteil der Kläranlagen nicht filtern kann. Neben Mikroplastik, Antibiotika und Schwermetallen ist vor allem Salz aus Enthärtungsanlagen dabei ein Problem. Studien zeigen, dass die Versalzung von Süßwasser bereits heute weltweit zunimmt. Mehr Infos zur Abwassersstudie und salzfreier Wasserenthärtung gibt’s im Netz unter aqon-pure/abwasserstudie.
Pressekontakt Fink & Fuchs AG:
Maike Störmer, Tel.: 0611 74131 939
Simone Motschmann, Tel.: 0611 74131 929
E-Mail: aqonpure@finkfuchs.de
Original-Content von: Aquon Water Solutions, übermittelt durch news aktuell
