Startseite » Bioenergie, Sonstige » Pflanzenreste als Energiequelle: MIG Fonds Unternehmen LXP für Energiewende

Pflanzenreste als Energiequelle: MIG Fonds Unternehmen LXP für Energiewende





Die Ereignisse rund um die Corona-Pandemie halten die Welt in Atem und drängen alle anderen Themen in den Hintergrund. Die Furcht geht um, dass der Standort Deutschland derzeit seine Zukunft verspielen könnte, wir als Volkswirtschaft ins Mittelmaß abrutschen, wenn es uns nicht gelingt, ohne zu zögern Innovationen in Unternehmen zu bringen beziehungsweise um Innovationen herum junge Unternehmen aufzubauen. Alle Beteiligungen der MIG Fonds sind so ausgerichtet, sich diesem Trend entgegenzustemmen.

Ein bedeutender Bereich ist hier die Erforschung zukunftsfähiger und nachhaltiger Modelle der Energiegewinnung und -versorgung.

Die LXP Group verarbeitet landwirtschaftliche Reststoffe als Rohstoffe für die Energie- und Chemieindustrie und ist seit 2012 ein Beteiligungsunternehmen der MIG Fonds 13 und 15. Nun hat das Unternehmen ein Verfahren entwickelt, um Pflanzenreste aufzuspalten und deren Hauptbestandteil Zellulose für Mikroorganismen verdaubar zu machen. Damit wird eine riesige Rohstoffquelle freigelegt. So können sie für die Vergärung zu Ethanol, die Gewinnung von Biogas oder als Rohstoff für die chemische Industrie genutzt werden.

Kürzlich wurde im Beisein des bayerischen Wirtschaftsministers die erste industrielle Demonstrationsanlage in Betrieb genommen. Sie kann jährlich bis zu 500 Tonnen Gärrest (also die für die Mikroorganismen unverdaulichen Pflanzenreste) aus einer angeflanschten Biogasanlage aufbereiten. Dadurch erhöht sie die Ausbeute der Biogasanlage beträchtlich. Michael Motschmann, Vorstand der MIG AG stellt fest: „Für die MIG Fonds gilt: Verantwortung über den Tellerrand hinaus ist schon immer ein zentraler Aspekt unserer Investitionen. Schon lange bevor die Sinnsuche in den großen Konzernen vor wenigen Jahren begann, waren wir uns im Klaren, dass die Wirkungen unserer Beteiligungsunternehmen weit über die Grenzen der einzelnen Firmen hinausreichen müssen.“

Zukünftig sollen in den Biogasanlagen die mit dem LXP-Verfahren aufbereiteten Reste von Feldfrüchten, Grünschnitt, der Inhalt von Biotonnen und Reste der Holzverarbeitung landen. Auf diese Weise kann das MIG Fonds Beteiligungsunternehmen eine Konkurrenzsituation zwischen Nahrungsmitteln und Energieträgern, wie sie durch den Anbau von beispielsweise Palmölplantagen oft entsteht, vermeiden. Bestehende Biogasanlagen werden dabei einfach um eine Aufbereitungskomponente erweitert und speisen das gewonnene (Bio-)Methan ins Erdgasnetz. Würden alle Pflanzenreste, welche bisher meist einfach verrotten in diesen Kreislauf eingebracht, entspräche dies einer zusätzlichen Energiemenge von einem Fünftel des deutschen Erdgasverbrauches (ca. 200TWh).

Mit dem „Umweg“ über das Erdgasnetz kann die Energie aus den Pflanzenresten dort genutzt werden, wo damit maximaler Nutzen entsteht – als Quelle für dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung direkt bei den Verbrauchern, ohne die Abwärme (bei zentralen Kraftwerken meist 60 % der Energie) in die Luft zu blasen.

Das deutsche Erdgasnetz ist gleichzeitig aber auch ein riesiger Energiespeicher: Rund 260 TWh können dort lagern, das ist die Hälfte des gesamten jährlichen Stromverbrauchs. Jürgen Kosch, Vorstand der MIG AG fasst den Vorteil der LXP Technologie noch einmal zusammen: „Aus diesem Speicher kann Energie genau dann abgerufen werden, wenn sie auch benötigt wird. Also vornehmlich im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung den Ertrag aus den Solarzellen deutlich einbrechen lässt und eine große Heizleistung zur Beheizung unserer Wohnungen notwendig ist.“

Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.ausvisionenwerteschaffen.de.

Über LXP
LXP Group GmbH entwickelt, vermarktet und lizensiert Anlagen, die auf selbst entwickelten, patentrechtlich geschützten Verfahren beruhen. Sie dienen zur Verwertung pflanzlicher Reststoffe.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1805967

Erstellt von an 1. Apr 2020. geschrieben in Bioenergie, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

Ihre Meinung dazu

FaceBook

Archiv

© 2020 88energie. All Rights Reserved. Anmelden - Copyright by LayerMedia