NRW-Ministerpräsident Wüst hat sich zum Anschlag auf das Umspannwerk in Bergheim bei Köln geäußert. Auf WDR-Nachfrage sagte Wüst:
„Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur sind Angriffe auf das Leben von uns allen, weil kritische Infrastruktur ist genau das, auf das wir uns jeden Tag verlassen müssen.“
Wüst forderte mehr Anstrengungen, um den Schutz dieser Infrastruktur zu verbessern: Der Staat müsse im Zweifel die Regeln so gestalten, dass Betreiber auch verteidigen und schützen können. Der CDU-Politiker kam unter anderem auf die Frage zu sprechen, wer Drohnen vom Himmel holen darf. Wenn der Staat nicht überall sein könne, dann müsse er die Betreiber dazu in die Lage versetzen.
Wüst zeigte sich am WDR-Mikrofon offen dafür, auch Videoüberwachung auszuweiten. Videoüberwachung zu Hause sei ok, sobald es auf den Bürgersteig gehe, aber nicht mehr – da müsse die Politik Antwort geben, dass eben auch Einwirkungen von außen erkannt werden können, um Infrastruktur zu schützen.
Unbekannte hatten am Dienstagmorgen einen Sabotageakt gegen das Umspannwerk in Bergheim verübt. Offenbar wurden feuerwerksähnliche Raketen mit leitfähigem Material über Höchstspannungsleitungen gelenkt, so dass es zu einem Kurz- bzw. Erdschluss kam. Die Behörden ermitteln vor allem in zwei Richtungen: Entweder ein linksextremer Hintergrund oder ein hybrider Angriff aus dem Ausland.
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