Internationaler Tag des Waldes: Wälder und Wirtschaft

Etwa acht Millionen Hektar Naturwald wurden 2024 insbesondere in den Tropen zerstört. Aufgrund der voranschreitenden Entwaldung weltweit ist es umso wichtiger, durch den Internationalen Tag des Waldes auf die Bedeutung von Wäldern aufmerksam zu machen – dieses Mal unter dem Motto: Wälder und Wirtschaft.

Seit den 1970er Jahren wird mit dem Internationalen Tag des Waldes jährlich am 21. März der Wald ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Es gilt, die Wälder der Erde zu schützen und nachhaltig zu nutzen. An diesem Tag werden weltweit Länder dazu aufgerufen, auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene Aktionen im Zusammenhang mit Wäldern und Bäumen zu veranstalten. Wälder bieten eine Vielzahl an Funktionen. Sie schaffen Lebensräume und Erholungsorte, reinigen die Luft und speichern Kohlenstoff. Des Weiteren liefern sie uns – unter anderem – den nachwachsenden Rohstoff Holz und sichern so vielerorts Arbeitsplätze. Darum hat die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) den Internationalen Tag des Waldes in diesem Jahr unter das Motto „Wälder und Wirtschaft“ gestellt.

Waldwissen: Globale Wirtschaft

– Nach einer Studie des Weltwirtschaftsforums sind mehr als die Hälfte des globalen Bruttoinlandsprodukts direkt oder indirekt von funktionierenden Ökosystemen abhängig.
– Im Jahr 2020 erbrachte die deutsche Forstwirtschaft 57 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung.
– Holz, Bambus und andere Waldprodukte sind zentrale Rohstoffe für die Herstellung von Möbeln, Papier, Baustoffen sowie Energie.
– Holzprodukte können CO2-intensive Materialien wie Beton, Stahl und Kunststoffe ersetzen.

Die Rolle der Wälder

Lange galt der Wald vor allem als Holzlieferant. Heute ist klar, dass Wälder weit mehr sind als ein Rohstoffreservoir. Sie bilden eine zentrale Grundlage für eine nachhaltige globale Bioökonomie. Diese Wirtschaftsweise nutzt nachwachsende Ressourcen und ersetzt zunehmend fossile Rohstoffe. Mehr als die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung hängt direkt oder indirekt von intakten Ökosystemen ab. Wälder spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie sichern Arbeitsplätze, stabilisieren Wassereinzugsgebiete, schützen vor klimabedingten Extremereignissen und stärken besonders ländliche Regionen. Gleichzeitig sind sie Motor für Einkommen, Energieversorgung, Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Resilienz.

Bedeutung für die deutsche Wirtschaft

Auch in Deutschland ist ihre Bedeutung groß. Rund eine Million Menschen arbeiten im Cluster Forst und Holz. Dazu gehören Forstbetriebe, Waldbesitzende, Sägewerke sowie die Papier- und Möbelindustrie. Auch innovative Anwendungen im Holzbau sind Teil dieses Wirtschaftsbereichs. Die Branche schafft jährlich mehrere Milliarden Euro an Produktionswerten – im Jahr 2020 konnte so ein Umsatz von 180 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Wälder erbringen zudem unverzichtbare Ökosystemleistungen. Sie filtern unser Trinkwasser, speichern CO2, regulieren das Klima und mindern Hochwasser- und Erosionsrisiken. Solche Waldfunktionen sind für die Gesellschaft und auch für die Wirtschaft von zentraler Bedeutung. In wirtschaftlichen Entscheidungen werden sie jedoch noch zu selten berücksichtigt, weshalb sich die SDW für die Honorierung dieser Ökosystemleistungen einsetzt.

Aktionen der SDW zum Tag des Waldes

– Bundesverband: Waldinsel in Mannheim – Pflanzung eines Miniaturwaldes im urbanen Raum in Kooperation mit BAUHAUS.
– Landesverband Mecklenburg-Vorpommern: „Wald zum Wohl“ – Bäume pflanzen, Naturcoaching und sportliche Gesundheitsübungen begleitet von Livemusik. Forstamt Poggendorf, 20. März 2026, 10:00-13:00 Uhr.
– Landesverband Hamburg: Pflanzen einer neuen Waldgeneration – Gemeinsame Pflanzaktion mit der Revierförsterei Duvenstedter Brook. Duvenstedt, 21. März 2026, 10:00-12:30 Uhr.
– Landesverband Brandenburg: „Wald für alle“ – Waldputztag im Stadtwald Eberswalde, sowie eine gemeinsame Baumpflanzaktion inklusive waldpädagogischem Angebot. Eberswalder Stadtwald, 21. März 2026, 10:00-13:00 Uhr.
– Landesverband Sachsen-Anhalt: Wiederherstellung eines Waldgebietes – gemeinsame Aufforstung bei Gohrau.

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Über die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW):

Am 5. Dezember 1947 wurde die SDW in Bad Honnef gegründet und ist damit einer der ältesten Naturschutzverbände in Deutschland. Heute engagieren sich in den 15 Landesverbänden rund 25.000 Mitglieder aktiv für den Wald. Auch in diesem Jahr sollen anlässlich des Internationalen Tags des Waldes wieder zahlreiche Veranstaltungen auf die große Bedeutung des Ökosystems Wald hinweisen.

Pressekontakt:

Tim Niereisel
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e. V. (SDW)
Kaiserstraße 12 | 53113 Bonn
Tel.: 0228 945984-4
Mail: tim.niereisel@sdw.de

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