Das Laserfusionsunternehmen Focused Energy hat in Japan zwei Absichtserklärungen (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet: mit Kyoto Fusioneering in Tokio, während des Japan-Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz, und mit dem Institute of Laser Engineering (ILE) der Universität Osaka, einem der führenden Laserfusionslabore weltweit.
Mit Kyoto Fusioneering will Focused Energy die Laserfusion industriell nutzbar machen. Focused Energy liefert Brennstoffkapseln (Targets), Hochleistungslaser und die Kraftwerksauslegung. Kyoto Fusioneering bringt den Tritium-Brennstoffkreislauf und das Blanket ein. Geprüft werden gemeinsame Entwicklungen bei Brennstoff, Targets, Tritiumkreislauf, Werkstoffen und Diagnostik.
Mit dem ILE arbeitet Focused Energy an Laserdesign, Zündkonzepten und Diagnostik. Geplant sind gemeinsame Experimente, Wissenschaftleraustausch und Publikationen.
„Der Bau eines Laserfusionskraftwerks ist eine globale Aufgabe“, sagt Thomas Forner, CEO von Focused Energy. „Mit dem ILE arbeiten wir mit einem der besten Labore der Welt an Zündung und Lasertechnik und holen dieses Wissen nach Biblis.“ Beide MoU sind Rahmenvereinbarungen; konkrete Projekte werden gesondert vereinbart.
Über Focused Energy
Focused Energy ist ein deutsch-amerikanisches Fusionsunternehmen mit Hauptsitz in Darmstadt sowie Niederlassungen in Berlin, Austin und San Francisco. Das 2021 aus dem Umfeld der TU Darmstadt gegründete Unternehmen beschäftigt rund 200 Wissenschaftler und Ingenieure aus mehr als 30 Nationen. Es will in Biblis bis Mitte der 2030er Jahre das weltweit erste Laserfusionskraftwerk errichten.
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