Fachverband fordert Schutzmaßnahmen für die Stromversorgung

Die erneuten Angriffe auf Stromanlagen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen verdeutlichen die wachsenden Herausforderungen beim Schutz kritischer Infrastrukturen. Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg verurteilt die Angriffe und fordert den Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen.

Die aktuellen Ereignisse machen deutlich, dass die Stromversorgung insgesamt widerstandsfähiger werden muss. Dazu gehören sowohl technische und organisatorische Schutzmaßnahmen als auch eine erhöhte Wachsamkeit in der Bevölkerung.

„Kritische Infrastrukturen erfordern den bestmöglichen Schutz. Die zuständigen Betreiber und Behörden werden sicherlich prüfen, wo Sicherheitsmaßnahmen weiter verbessert werden können. Dazu können je nach Standort auch zusätzliche Überwachungs- und Schutzkonzepte gehören, die auch vom E-Handwerk unterstützt werden“, so Bürkle.

Darüber hinaus stehen heute technische Lösungen zur Verfügung, mit denen Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Versorgungssicherheit zusätzlich stärken können. „Jeder kann einen Beitrag zur eigenen Versorgungssicherheit leisten“, erklärt Bürkle. „Wer auf Photovoltaik, Batteriespeicher und eine Notstromfunktion setzt, macht sich ein Stück weit unabhängiger vom Stromnetz und ist auf Störungen besser vorbereitet.“ Angesichts der fortschreitenden Elektrifizierung von Mobilität, Wärmeversorgung und Gebäudetechnik gewinnt die Resilienz der Stromversorgung weiter an Bedeutung.

„Unsere Gesellschaft wird immer elektrischer. Deshalb müssen wir gemeinsam alles daransetzen, die Stromversorgung robust, sicher und zukunftsfähig aufzustellen“, sagt Bürkle. „Eine sichere Stromversorgung ist keine Selbstverständlichkeit. Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie wichtig es ist, unsere Energieinfrastruktur widerstandsfähiger zu machen.“

Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg ist die Dachorganisation der 35 Elektro- bzw. Informationstechniker-Innungen im Land und vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die Interessen von mehr als 10.000 Handwerksunternehmen der Elektrotechnik, der Informationstechnik und des Elektromaschinenbaus.

Die gut 61.000 Beschäftigten der Branche erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von mehr als neun Milliarden Euro. Rund 5.900 junge Menschen werden derzeit in einem der fünf attraktiven Ausbildungsberufe zum Facharbeiter ausgebildet.

Weitere Informationen über das baden-württembergische Elektrohandwerk finden Sie unter www.fv-eit-bw.de

Schreibe einen Kommentar