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EU-Winterpaket: Klimaschutzpotenziale von Biomethan nutzen





Berlin, 18.12.2017. Von der heutigen Beratung der EU-Energieminister über das EU-Winterpaket erwartet der Biogasrat+ e. V. ein klares Signal zur Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien. „Für die Umsetzung der ambitionierten Pläne, die europäischen Bürger mit sauberer Energie zu versorgen, werden alle erneuerbaren Energien gebraucht“, erinnert Janet Hochi, Geschäftsführe-rin des Biogasrat+ e. V., die EU-Minister. Der Biogasrat+ e. V. hatte in der Vergangenheit wiederholt gefordert, die Potenziale der grünen Energieträger Biomethan und Biogas für den Klimaschutz zu heben. „Die Novelle der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie muss einen stabilen Regelungsrahmen für die zukünftige Nutzung der Bioenergie in Europa schaffen und darf Bioenergie nicht weiter dis-kriminieren“, so Hochi.

Kritisch sieht der Verband vor allem die Festlegung spezifischer Treibhausgasminderungsvorgaben für die Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse von 80 bzw. 85 Prozent, aber auch die Einfüh-rung einer generellen KWK-Pflicht für die Stromerzeugung aus Biomasse, die der Biogasrat aus-drücklich ablehnt. „Wir fordern Technologieoffenheit für die Nutzung von grünen Gasen bei der Strom- und Wärmeerzeugung und eine Gleichbehandlung bei den Treibhausgasminderungsvorga-ben, die sich an den Vorgaben für den Einsatz von Biotreibstoffen wie Biomethan im Verkehrssek-tor orientieren sollen“, erklärt Hochi. Regional erzeugtes, regelbares Biomethan liefert erneuerbare Energie für alle Einsatzbereiche – Strom, Wärme und Verkehr. „Mit der Einspeisung in das europäi-sche Erdgasnetz können wir die Klimaschutzpotenziale von Biomethan europaweit in allen Sekto-ren nutzen,“ so Hochi. „Dazu brauchen wir transparente Mechanismen für den grenzüberschrei-tenden Handel mit Biomethan, einen klaren Einspeisevorrang für erneuerbare Energien und auch in Zukunft einen garantierten Netzzugang“, unterstreicht der Biogasrat seinen Appell an die EU-Energieminister.

Kurzinformation Biogasrat+ e.V.
Der Biogasrat+ ist der Verband für dezentrale Energieversorgung und vertritt bundes- und europaweit die Inte-ressen der führenden Marktteilnehmer. Dabei steht die Markt- und Systemintegration der erneuerbaren Ener-gien entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Vordergrund. Biogas/Biomethan kann im Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarkt wesentlich dazu beitragen, die ökologischen Zielvorgaben der Politik zu erfüllen, ohne dabei unnötige Kosten für die Allgemeinheit zu verursachen. Aus diesem Grund setzt sich der Verband für einen stär-keren Einsatz von Biomethan in allen Nutzungspfaden ein, indem die rechtlichen Rahmenbedingungen optimiert und dadurch eine nachhaltige Entwicklung des Marktes sichergestellt wird.

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
karin.retzlaff@biogasrat.de
Tel.: +49 30 206 218 100

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1563767

Erstellt von an 18. Dez 2017. geschrieben in Bioenergie, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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