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Energieeffiziente Werkstattbeleuchtung – Praxistipps für die Auswahl der richtigen LEDs





Ein Umstieg auf LED-Beleuchtung heißt generell besseres Licht bei gleichzeitiger Energieeinsparung. Je mehr Energie eingespart wird, desto schneller amortisiert sich die Investition. Ein gute und genaue Lichtplanung hilft dabei, mit möglichst geringem Energieeinsatz auf den Punkt passend zu beleuchten. „Dabei spielen im Wesentlichen drei Faktoren eine Rolle“, weiß Andreas Kreuss, Geschäftsführer von LED Technics Germany. „Die architektonischen Gegebenheiten wie die Deckenhöhe, die Art der Arbeit, die dort verrichtet wird, und die jeweiligen Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Staub und Schmutz.“ Entscheidendes Kriterium ist die Beleuchtungsstärke gemessen in Lux (lx), welches die Lichtmenge bezeichnet, die – vereinfacht gesagt – am Boden ankommt. Für gewerbliche Arbeitsbereiche gelten dabei viele gesetzliche Vorgaben und Normen, die unter anderem die Arbeitssicherheit gewährleisten sollen. Professionelle Lichtplaner kennen all diese Vorgaben und stellen eine regelkonforme Beleuchtung sicher. Kreuss fasst zusammen, worauf Werkstattinhaber achten sollten.

Mindestens 300 Lux
Für Werkstattbereiche, in denen allgemeine Service- und Reparaturarbeiten ausgeführt werden, reicht meist eine Beleuchtungsstärke von 300 lx aus. Die sollte es auch in Lagerbereichen geben. Hingegen sollten es 750 lx bis 1.000 lx in Arbeitsbereichen sein, in denen Feinstarbeit gefragt ist, wie beispielsweise bei wie Lackierarbeiten.

Schutz vor Umgebungsbedingungen
Bei der Auswahl der richtigen LED-Leuchten geht es neben der Beleuchtungsstärke auch um darum, welchen Bedingungen sie standhalten müssen. Staub, Schmutz, Öl und Wasser sowie eine mögliche Hitzeentwicklung fallen in vielen Werkstattbereichen an. Empfehlenswert sind daher Leuchten mit einer hohen Schutzart wie die Norm IP54. Die richtige Schutzart ist auch für die Lebensdauer der Leuchte wichtig. Es ist schon vorgekommen, dass günstige Leuchten bei langen Betriebszeiten heiß wurden und regelrecht schmolzen.

Effizienz gleich Lumen pro Watt
Zwar sind LED-Leuchten grundsätzlich deutlich effizienter als alte Beleuchtungstechnik. Konventionelle T8-58Watt-Leuchtstoff-Röhren werden beispielsweise durch 15 Watt-LEDs ersetzt. Aber: Auch unter LED-Leuchten sind die Unterschiede in Punkto Effizienz und Lebensdauer groß. Genau diese Qualitätskriterien haben aber großen Einfluss auf die Gesamtkosten der Beleuchtung. Hochwertige LEDs sind meist deutlich effizienter – gemessen in Lumen pro Watt und auch als Lichtausbeute bezeichnet – als viele günstige Leuchten.

Abnehmende Lichtstärke während der Lebensdauer
Damit sich die Investitionskosten für den Beleuchtungswechsel rechnen, kommt es außerdem auf die Leuchten-Degradation an, also auf die mit der Zeit geringer werdende Leuchtleistung einer LED, gemessen im so genannten L/B-Wert. Er zeigt an, um wieviel der Lichtstrom über eine durchschnittliche Lebenszeit von 50.000 Betriebsstunden geringer wird (L-Wert), und wie hoch der Leuchtenanteil ist, der unter diesen Wert oder ganz ausfallen kann (B-Wert). Angenommen, eine LED besitzt die Kennzeichnung L70/B10 – 50.000 h, dann bedeutet das, dass bei einer Lebensdauer von 50.000 Stunden – also zirka 16 Jahren – maximal zehn Prozent der LEDs einen Lichtstromwert von weniger als 70 Prozent erreichen. Oder anders gesagt: Bei 90 Prozent der Leuchten bleibt der Lichtstromwert so erhalten, dass er nicht auf weniger als 70 Prozent der Anfangs-Helligkeit sinkt.

Blendfreie Optik
Die eingesetzte Optik ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, denn sie sorgt für blendfreies Licht. Für den Werkstattbereich ist eine breitstrahlende Leuchte mit mattierter Abdeckung empfehlenswert.

Wartungszyklus und Reparaturfähigkeit
Ist eine Leuchte defekt, muss häufig die gesamte Leuchte ausgetauscht werden. Qualitativ hochwertige Leuchten bieten dagegen oft die Möglichkeit, nur die defekte Leuchtenkomponente auszutauschen, was deutlich günstiger ist. Apropos Komponenten: Hierbei haben sich Bauteile namhafter Zulieferer wie Meanwell, Tridonic oder Osram bewährt.

Wirtschaftlichkeit vorab prüfen
Grundsätzlich lohnt es sich, Geld in Qualitätsleuchten und eine professionelle Lichtplanung zu investieren. Zwar sind die Anschaffungskosten zunächst oft höher, auf lange Sicht rechnet sich das Investment aber deutlich. Hier ein Rechenbeispiel: In einer Werkstatt waren rund 30 konventionelle T8-Feucht¬raum-wannenleuchten in Betrieb – 260 Tage im Jahr, 10 Stunden am Tag –, und verbrauchten 5.519 kW/h pro Jahr. Bei einem Strompreis von 22 Cent je Kilowattstunde zahlte das Unternehmen jährlich 1.214,24 Euro. Durch den Austausch der Leuchten gegen die LED-Feuchtraumwannen¬leuchte von LED Technics Germany reduzierten sich die Energiekosten um 699,44 Euro pro Jahr. Bei Anschaffungskosten von 2.310 Euro abzüglich der entfallenden Kosten für T8-Ersatzleuchten (rund 78 Euro pro Jahr) und der Stromersparnis von 699,44 Euro ab, betrug die Investition im ersten Jahr nur 1.532 Euro. Über die gesamte Lebensdauer der Leuchten – rund 50.000 Betriebsstunden oder 19,23 Jahre – spart die Werkstatt nun über 12.000 Euro. Die Umrüstung hat sich in weniger als drei Jahren amortisiert.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1868403

Erstellt von an 15. Dez 2020. geschrieben in Energiesparen, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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