(licht.de) Im Gesundheitswesen zeigt sich, wie sehr gutes Licht den Alltag prägt. Schon im Foyer trägt die Beleuchtung dazu bei, dass Patienten sich willkommen fühlen. Helle Eingangsbereiche helfen bei der Orientierung. Eine blendfreie Rezeption erleichtert die Kommunikation zwischen Besuchern und Personal. Die Realität sieht oft anders aus: Viele Beleuchtungsanlagen sind in die Jahre gekommen, arbeiten nicht effizient und verschenken atmosphärische Möglichkeiten. Eine Modernisierung der Beleuchtung schafft ein Ambiente, in dem sich Patienten wohlfühlen und Vertrauen finden können, so die Brancheninitiative licht.de.
Mache Bestandsanlage stammt jedoch noch aus der Zeit, als Leuchtstofflampen Standard waren. Doch die verschwinden inzwischen vom Markt. Stattdessen einfach eine LED einzusetzen, das klappt häufig nicht, weil die Leuchten nicht auf diese Lichtquellen ausgelegt sind. Wenn das Licht dann flackert oder sich nicht richtig dimmen lässt, muss ein Elektroinstallateur die Leuchten umrüsten. Oder sie werden gegen neue ersetzt. Moderne LED?Systeme senken den Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent. Werden sie darüber hinaus nach Anwesenheit und Tageslichteinfall intelligent gesteuert, lassen sich sogar bis zu 80 Prozent Strom und Kosten sparen.
Professionell, aber nicht unpersönlich
Eine gute Beleuchtungsqualität ist in der gesamten Praxis ein Gewinn: Im Sprechzimmer etwa ist eine Stimmung wichtig, die Ruhe vermittelt und Konzentration ermöglicht. Diese Mischung aus Professionalität und Behaglichkeit empfinden Patienten als angenehm, sie fördert vertrauensvolle Gespräche. Die Allgemeinbeleuchtung muss nach DIN EN 12464-1 mindestens 500 Lux Beleuchtungsstärke betragen, gleichmäßig und schattenarm sein. Behandlungsräume sollten nicht zu steril oder unpersönlich wirken. Damit Patienten nicht geblendet werden, dürfen Untersuchungsleuchten nicht direkt über der Behandlungsliege angebracht sein. Bei bildgebenden Verfahren, wie Ultraschalluntersuchungen, darf das Licht der Leuchten keine störenden Reflexe auf dem Monitor erzeugen. Wichtig ist zudem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Helligkeit an Bildschirm, Tastatur und der Umgebung. Das macht für den Arzt den häufigen Blickwechsel zwischen Patient und Monitor leichter.
Lichtszenen für wechselnde Aufgaben
Ein wichtiger Baustein jeder Sanierung ist das Lichtmanagement. Intelligente Steuerung spart nicht nur bares Geld, sie erlaubt auch die Programmierung bestimmter Szenen. Um Röntgenbilder zu betrachten, muss beispielsweise das Licht der Umgebung gedimmt sein. Praktisch, wenn sich das richtige Beleuchtungsniveau mit einer Berührung des Touchpanels einstellen lässt. Für eine Nachrüstung empfehlen sich drahtlose Systeme, die keine baulichen Veränderungen erfordern.
