Startseite » Allgemein, Sonstige » Betrieb des weltweit längsten Supraleiterkabels liefert erste technologische Erkenntnisse / RWE zieht nach 180 Tagen Zwischenbilanz bei AmpaCity in Essen/Vorzeigeprojekt hat Erwartungen übertroffen (FOTO)

Betrieb des weltweit längsten Supraleiterkabels liefert erste technologische Erkenntnisse / RWE zieht nach 180 Tagen Zwischenbilanz bei AmpaCity in Essen/Vorzeigeprojekt hat Erwartungen übertroffen (FOTO)





180 Tage oder 4.300 Stunden – so lange steht der Essener
Supraleiter nun unter Strom. RWE hat am heutigen Montag, 27. Oktober,
mit seinen Projektpartnern eine positive Zwischenbilanz bei AmpaCity
gezogen. So hat das weltweit längste Supraleiterkabel die Erwartungen
bei Weitem erfüllt. Der Supraleiter transportiert fünfmal so viel
Strom wie ein herkömmliches Kupferkabel und das nahezu verlustfrei.
Seit der Inbetriebnahme am 30. April dieses Jahres hat RWE über das
einen Kilometer lange Kabel rund 20 Millionen Kilowattstunden
geliefert, was dem Anschluss von etwa 10.000 Essener Haushalten
entspricht.

Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
(BMWi) hatten das mittlerweile weltweit beachtete Vorzeigeprojekt
AmpaCity ermöglicht. “Die Energiewende braucht mutige Innovationen,
um das Energiesystem von morgen effizient und sicher zu gestalten.
Daher haben wir dieses exzellente Projekt bewusst für die Förderung
durch unser Energieforschungsprogramm ausgewählt”, sagte Uwe
Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär beim
Bundeswirtschaftsminister für Wirtschaft und Energie, während seines
Besuchs in Essen.

So steuerte das BMWi 5,9 Millionen Euro zu den insgesamt 13,5
Millionen Euro Projektkosten bei, die RWE und seine Partner in das
Vorhaben investierten. Diese sind der Kabelhersteller Nexans und das
Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Nexans konstruierte neben
dem Supraleiter auch einen supraleitenden Kurzschlussstrom-Begrenzer
für den Testbetrieb. Das KIT hat den Feldversuch wissenschaftlich
begleitet.

Die Hochtemperatur-Supraleitung und damit der Stromtransport bei
minus 200 statt bei minus 270 Grad Celsius geht zurück auf die
Forschung von Professor Alex Müller und Dr. Johannes Georg Bednorz,
die dafür im Jahr 1987 den Physik-Nobelpreis erhielten. Durch die
Eigenschaften des supraleitenden Materials, einer besonderen Keramik,
und dessen Kühlung auf minus 200 Grad Celsius wird das Kabel zu einem
idealen elektrischen Leiter. In Essen ersetzt das 10.000-Volt
Supraleiterkabel eine herkömmliche 110.000-Volt-Leitung. Dadurch wird
es möglich, die Zahl der Umspannanlagen zu reduzieren und an den Rand
von Städten zu verschieben. Auf diese Weise werden wertvolle Flächen
in innerstädtischen Bereichen frei.

Nach 180 Tagen Betrieb haben die Projektpartner nun ein erstes
Fazit gezogen. “Der Betrieb verläuft bisher reibungslos. Wir haben
wertvolle technologische Erkenntnisse gesammelt, die uns dabei
geholfen haben, das Gesamtsystem des Supraleiters weiter zu
optimieren”, sagte Dr. Joachim Schneider, Technikvorstand der RWE
Deutschland. So nahmen die Projektpartner Änderungen in der
Systemüberwachung vor, um den Supraleiter optimal in das Schutzsystem
des Essener Stromnetzes einzubinden. Zudem passten sie den
Kühlkreislauf des Kabels den speziellen Anforderungen von AmpaCity
an.

Die technologischen Erkenntnisse des Projektes stoßen auch im In-
und Ausland auf großes Interesse. So ließen sich Delegationen aus
Frankreich, Ghana, den USA, China und Japan bereits die Technologie
in Essen vor Ort erklären.

Weitere Informationen und Hintergründe unter: www.rwe.com/ampacity

Pressekontakt:
RWE Deutschland AG
Sebastian Ackermann
Leiter Kommunikation
T 0201 12-23802
M 0172 2028979
M 0173 2530179
E sebastian.ackermann@rwe.com

RWE Deutschland AG
Eva Wagner
Leiterin Externe Kommunikation
T 0201 12-23822
M 0173 2530179
E eva.wagner@rwe.com

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1126858

Erstellt von an 27. Okt 2014. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

Ihre Meinung dazu

FaceBook

Archiv

© 2020 88energie. All Rights Reserved. Anmelden - Copyright by LayerMedia