Wenn der Diesel knapp wird: Wie Batteriespeicher die Stromversorgung im Katastrophenfall verlängern

Hybride Stromversorgung reduziert den Kraftstoffverbrauch um bis zu 70 Prozent und verlängert die Autarkiezeit bei begrenzten Dieselreserven.

Bei Hochwasser, Unwettern oder großflächigen Stromausfällen ist eine zuverlässige Energieversorgung unverzichtbar. Mobile Stromerzeuger sichern den Betrieb von Einsatzleitungen, Kommunikationssystemen, Pumpen und kritischer Infrastruktur. Doch was passiert, wenn der Kraftstoff knapp wird oder Nachschub aufgrund beschädigter Verkehrswege nicht mehr möglich ist?

Eine innovative Lösung bietet die Kombination vorhandener Stromerzeuger mit mobilen Batteriespeichern. Diese sogenannte Hybridisierung kann den Dieselverbrauch erheblich reduzieren und die Einsatzdauer mit den vorhandenen Kraftstoffreserven um ein Vielfaches verlängern.

Strom erzeugen, wenn er tatsächlich benötigt wird

Konventionelle Stromerzeuger laufen im Katastropheneinsatz häufig rund um die Uhr, obwohl die volle Leistung nur zeitweise benötigt wird. Gerade bei geringer Last arbeiten sie vergleichsweise ineffizient und verbrauchen unnötig Kraftstoff.

Hier setzt die Technologie der MobilHybrid GmbH aus Augsburg an: Ein mobiler Batteriespeicher wird mit dem vorhandenen Stromerzeuger kombiniert und übernimmt bei geringer Last die Energieversorgung. Erst bei Bedarf startet der Stromerzeuger automatisch, versorgt die angeschlossenen Verbraucher und lädt gleichzeitig den Batteriespeicher wieder auf. Anschließend schaltet er sich selbstständig ab.

Je nach Einsatzprofil lassen sich dadurch bis zu 70 Prozent Dieselverbrauch und damit verbundene CO?-Emissionen einsparen. Gleichzeitig reduzieren sich die Betriebsstunden und der Wartungsaufwand des Stromerzeugers erheblich.

Besonders entscheidend im Katastrophenfall: Die vorhandenen Kraftstoffreserven reichen deutlich länger. Bei einer Einsparung von 70 Prozent lässt sich die rechnerische Versorgungsdauer mit derselben Dieselmenge auf mehr als das Dreifache verlängern – ein erheblicher Vorteil, wenn regelmäßige Kraftstofflieferungen nicht sichergestellt werden können.

Flexibel, wintertauglich und ohne ADR-Gefahrgutauflagen

Neben der Kraftstoffeinsparung bietet die MobilHybrid-Technologie weitere Vorteile für den Katastrophenschutz. Dank der eingesetzten Batterietechnologie können die entsprechend klassifizierten Systeme ohne batteriespezifische ADR-Gefahrgutauflagen transportiert werden. Auch bei niedrigen Temperaturen sind sie ohne zusätzliche Batterieheizung einsatzfähig.

Durch die Integration von Photovoltaik lässt sich zusätzliche Energie gewinnen und die Autarkiezeit weiter verlängern. Darüber hinaus können die Batteriespeicher als sogenannte Netzbooster schwache Netzanschlüsse unterstützen und kurzfristig zusätzliche Leistung bereitstellen.

Im Alltag wirtschaftlich – im Ernstfall unverzichtbar

Ein wesentlicher Vorteil ist die vielseitige Nutzung: Die mobilen Batteriespeicher können nicht nur im Katastrophenfall, sondern auch auf Baustellen, bei Instandhaltungsarbeiten oder zur temporären Stromversorgung wirtschaftlich eingesetzt werden.

MobilHybrid verfügt über mehr als zwölf Jahre Erfahrung mit mobilen Batteriespeichersystemen unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen. Die Technologie ermöglicht es Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Kommunen und Betreibern kritischer Infrastruktur, vorhandene Stromerzeuger effizienter einzusetzen und ihre Versorgungssicherheit nachhaltig zu verbessern.

Denn im Katastrophenfall entscheidet nicht allein, wie viel Strom zur Verfügung steht – sondern vor allem, wie lange die Versorgung aufrechterhalten werden kann.

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