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Von Mineralien bis Recycling / Finnland weist den Weg in eine nachhaltige Zukunft durch Batterien und Elektrifizierung





Weltweit haben sich Regierungen wegen des Klimawandels Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen gesteckt. Dies hat eine enorme Nachfrage für nachhaltige Batterietechnologien und -dienstleistungen nach sich gezogen. Finnland ist bisher das einzige Land der Welt, das die gesamte Batterie-Wertschöpfungskette – von den Mineralien bis zum Recycling – managen kann. Damit spielt das Land am Polarkreis bei der globalen Verlagerung in Richtung Elektrifizierung eine wichtige Rolle.

Batterien sind in der zunehmend elektrifizierten Welt immens wichtig. Die stetig wachsende Nachfrage führt zur Entstehung von Batterie-Ökosystemen und eigenen Wertschöpfungsketten. Finnland, das bis 2035 kohlenstoffneutral sein möchte, hat daher im Januar 2021 als eines der ersten Länder der Welt eine nationale Batteriestrategie ins Leben gerufen. Darin werden Wege aufgezeigt, wie sich Finnland zu einem wettbewerbsfähigen, kompetenten und nachhaltigen Akteur in der internationalen Batterieindustrie entwickeln kann. Die Eckpfeiler dieser Strategie sind die Verfügbarkeit und Verarbeitung von Rohstoffen, starke Produktions- und Forschungsaktivitäten für die Entwicklung von Batteriematerialien und Recycling sowie Expertise in der Elektrifizierung und Digitalisierung. Finnland möchte zudem die Kreislaufwirtschaft von Batterien fördern.

„Wir verfügen nicht nur über alle wichtigen Mineralien für Batterien, sondern auch über herausragende Kompetenzen in Forschung und Produktion“, sagt Mika Lintilä, Wirtschaftsminister von Finnland. „Wir sind bestrebt, in einen Dialog mit anderen Ländern über die Halbierung der Verkehrsemissionen bis 2030 und, in Verbindung mit diesem Ziel, über die Entwicklung einer nachhaltigen Batterieindustrie einzutreten. Verantwortungsvoller Betrieb, Rückverfolgbarkeit, Sicherheit und Kohlenstoffneutralität sind Leitprinzipien für den finnischen Batteriesektor.“

Europäischer Hot-Spot für ein nachhaltiges, grünes Batterie-Ökosystem

„Finnland ist für seine Innovationskraft bekannt und ist daher einen großartigen Ort für die Erprobung und Pilotierung der neuen Generation von elektrischen und elektrifizierten Fahrzeugen und Maschinen, die mit Batteriestrom betrieben werden. Der Aufbau eines nachhaltigen, zirkulären, grünen Batterie-Ökosystems unterstützt unser Ziel einer Null-Kohlenstoff-Gesellschaft und wird durch die langfristige und enge Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor erreicht“, sagt Ilkka Homanen, Leiter des Bereichs Smart Mobility und Batterien bei Business Finland, der finnischen Organisation zur Förderung von Handel, Reisen und Investitionen. Finnlands einzigartiges Batterie-Ökosystem bietet zudem attraktive Investitionsmöglichkeiten. Zu den jüngsten Investitionsmeldungen im Energiesektor gehören der Bau des Werkes für nachhaltige Batteriematerialien von Johnson Matthey in Vaasa und die Entscheidung der australischen Critical Metals und Neometals, eine nachhaltige Vanadium-Rückgewinnungs- und Produktionsanlage in Pori, Finnland, zu bauen. Mit erstklassigen Möglichkeiten vom Anfang bis zum Ende der Wertschöpfungskette ist Finnland auch für globale Talente ein attraktiver Markt. „Die internationale Zusammenarbeit ist für das finnische Batterie-Ökosystem sehr wichtig“, sagt Homanen.

Eines der Schlüsselelemente eines nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Batterie-Ökosystems ist das Recycling. Finnland koordiniert die Forschung der europäischen Batterieindustrie. „Wir sind für qualitativ hochwertige Forschung bekannt und beschäftigen uns ständig mit neuen Themen, eines der jüngsten ist zum Beispiel die Ökobilanz des Batterie-Recyclings. Das Hauptziel all unserer Forschung ist es, einen möglichst großen Anteil der Batteriematerialien auf wirtschaftlich sinnvolle Weise in die Batterieproduktion zurückzuführen. Es ist wichtig, sowohl den Primärprozess als auch den Sekundärprozess zu verstehen, um die Veredelungskette vollständig zu optimieren“, sagt Mari Lundström, Professorin an der Aalto-Universität Finnland.

BASF, Fortum und Sandvik – drei finnische Unternehmen sind maßgebliche Partner bei der neuen Batterienstrategie.

BASF unterstützt die nachhaltige europäische Batterie-Wertschöpfungskette mit einer Anlage in Finnland

Finnland ist eines der wenigen europäischen Länder, in denen alle wichtigen Mineralien, die zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien benötigt werden, im Boden vorkommen: Kobalt, Nickel, Lithium und Graphit. Das deutsche Chemieunternehmen BASF konzentriert sich auf die aktiven Kathodenmaterialien, die in der Batterieproduktionsphase benötigt werden. Dies ist einer der größten Wachstumsbereiche des Chemiemarktes. Das Unternehmen baut seine erste europäische Produktionsanlage für Batteriematerialien in Harjavalta, Finnland. BASF trägt zur Entwicklung eines nachhaltigen Batterie-Ökosystems bei, indem sie den Energieverbrauch in der Produktionsphase reduzieren, erneuerbare Energiequellen und CO2-arme Rohstoffe einsetzen sowie die Lieferketten deutlich verkürzen. „Unser Ziel ist es, ein weltweit marktführender CAM-Anbieter mit der besten Nachhaltigkeit und dem niedrigsten CO2-Fußabdruck zu werden. Wir glauben, dass die lokale Produktion und der lokale Anteil an Batteriematerialien der Schlüssel für eine belastbare und nachhaltige Lieferkette sind. Das ist einer der Gründe, warum wir uns entschieden haben, unser Werk für aktive Kathodenvorläufer-Materialien in Finnland anzusiedeln. Die mineralische und chemische Produktion in Finnland erfolgt in Übereinstimmung mit robusten Umweltvorschriften und strengen Nachhaltigkeitsprinzipien“, sagt Tor Stendahl, Country Manager Finnland, General Manager Nordic Battery Materials & Metal Services bei BASF.

Fortum revolutioniert die Wertschöpfungskette von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge und Industrie

Der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen bedeutet eine Kreislaufführung von Rohstoffen, die nachhaltige Nutzung von Biomassen, Energie- und Materialeffizienz sowie die Nutzung von erneuerbaren Energien. Im Hinblick auf den globalen Trend der Elektrifizierung wird das Recycling von Batterien in Zukunft zu einer großen internationalen Herausforderung. Fortum (https://www.fortum.com/) revolutioniert die Wertschöpfungskette von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge und Batterien für industrielle Anwendungen. Ihre CO2-arme Recyclinglösung macht über 80 Prozent der Batterie recycelbar, führt die verwendeten Metalle zurück in den Kreislauf und löst die Nachhaltigkeitslücke, da die Notwendigkeit zum Abbau von Nickel, Kobalt, Lithium und anderen knappen Metallen komplementiert wird. „Der wachsende Bedarf an Batterien verbraucht enorme Mengen an seltenen Metallen. Werden diese knapp, können wir uns von der weiteren Elektrifizierung und der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energiequellen verabschieden. Als Pioniere der Elektrifizierung auf Basis erneuerbarer Energien ist das eine Herausforderung, die wir lösen müssen. Wir brauchen einen effizienten Lebenszyklus für Lithium-Ionen-Batterien. Deshalb hat Fortum Lösungen für jede Phase des Lebenszyklus einen nachhaltigen Weg entwickelt, den Großteil der in Batterien verwendeten Materialien zu recyceln und für die Herstellung neuer Batterien zu verwenden. Wir werden die Wertschöpfungskette für Lithium-Ionen-Batterien erneuern, um eine saubere, elektrifizierte Zukunft zu ermöglichen“, sagt Tero Holländer, Leiter von BL Batteries, Fortum.

Sandviks Vision: Marktführer bei elektrischen Bergbaulösungen

Finnland bekämpft den Klimawandel auf nachhaltige Weise. Mit der Elektrifizierung von Bergbaugeräten können Abgasemissionen unter Tage eingespart und somit die Belüftungs- und Kraftstoffkosten gesenkt weden. Bis Ende 2021 führt Sandvik ein komplettes Sortiment an batteriebetriebenen Bohrgeräten für alle untertägigen Bohranwendungen ein. „Die Elektrifizierung ist das Herzstück, um den Bergbau nachhaltiger und effizienter zu machen. Finnland ist hierbei Vorreiter. Sandvik (https://www.rocktechnology.sandvik/en/) verfügt über langjährige Erfahrungen und eine starke Erfolgsbilanz bei der Elektrifizierung. Unser Ziel ist es, die Einführung vollelektrischer Lösungen anzustoßen, die sowohl erhebliche wirtschaftliche als auch Vorteile für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit bieten. Wir haben den ehrgeizigen Plan, den Markt mit unserem Angebot an elektrischen Batterien anzuführen“, sagt Dr. Jani Vilenius, Director Technology Development and Services bei Sandvik Mining and Rock Solutions.

„Finnland verfügt über alle Schlüsselkomponenten, die benötigt werden, um den Weg in eine nachhaltige Zukunft durch Batterien und Elektrifizierung anzuführen. Wir bieten Innovationen, Hightech-Produktionsbetriebe und Forschungs-Know-how, die einen Mehrwert für das weltweite Batterie-Ökosystem schaffen“, sagt Ilkka Homanen.

Link zur Mediabank (https://mediabank.businessfinland.fi/l/sM-XsqfVM78d).

Über Business Finland

Business Finland ist eine finnische Organisation für Innovationsförderung, Handel, Investitionen und Tourismusförderung mit Sitz in Helsinki. Business Finland ist vollständig im Besitz der finnischen Regierung und beschäftigt 600 Experten in 40 Büros weltweit sowie in 20 regionalen Niederlassungen in Finnland. Business Finland ist Teil des Finnland Netzwerk-Teams. Business Finland–s Mission ist es, durch Innovation und internationale Expansion Wachstum zu ermöglichen und Chancen für Finnland zu schaffen. Die doppelte Strategie ist es, globales Wachstum für Unternehmen zu ermöglichen und erstklassige Business-Ökosysteme und ein wettbewerbsfähiges Geschäftsumfeld für Finnland zu schaffen, www.businessfinland.com.

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Ilkka Homanen
Head of Smart Mobility and Batteries from Finland
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Erstellt von an 12. Mai 2021. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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