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Tu Gutes und sprich darüber! – Wie Landwirte zum Klimaschutz beitragen





Anmoderationsvorschlag: In Sachen Klimaschutz und dem Ausstoß von Treibhausgasen kann und muss noch einiges getan werden. Immer wieder geht da auch der erhobene Zeigefinger in Richtung Milchbetriebe. Dass Kühe Methan produzieren, wird sich nicht abstellen lassen. Was sich aber verbessern lässt, ist der CO2-Fußabdruck eines Milchhofs. Und da hat sich in den letzten Jahren tatsächlich sehr viel getan! Einer, der hier mit großem Einsatz vorangeht, ist Gerd Horsink aus der niedersächsischen Grafschaft Bentheim. Der immer nachhaltiger werdende Familienbetrieb wurde schon zweimal mit dem Milchlandpreis Niedersachsen als einer der besten Milcherzeuger ausgezeichnet. Helke Michael hat sich mit ihm darüber unterhalten.

Sprecherin: Erst 2019 hat die Bundesregierung im Klimaschutzgesetz verankert, dass die Landwirtschaft ihren Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren muss. Für den Milchbauern Gerd Horsink hat es dieses Gesetz aber nicht gebraucht.

O-Ton 1 (Gerd Horsink, 10 Sek.): „Auch uns liegt das Klima natürlich am Herzen. Es gibt ja so diesen schönen Satz: Klimaschutz geht alle an. Und da hab ich mich halt gefragt, was kann man machen und mich mit dem Thema auseinandergesetzt.“

Sprecherin: Schon seit vielen Jahren modernisiert er seinen Hof in der Nähe von Nordhorn Schritt für Schritt. 2017 wollte er dann sehen, wo er in Sachen Klimaschutz steht, und hat sich von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine Klimabilanz errechnen lassen.

O-Ton 2 (Gerd Horsink, 20 Sek.): „Dabei ist rausgekommen, dass unser Betrieb auf jeden Fall schon ein gutes Stück besser ist als der Durchschnitt, wir aber auch natürlich irgendwie Schwachstellen haben. Bei uns war–s dann zum Beispiel ein relativ hoher Stromverbrauch. Und so hatten wir dann die Möglichkeit, durch Anpassung von Pumpen, Mixern, Heizungen und so weiter, uns da entsprechend auch schon mal zu verbessern und das halt noch weiter voranzutreiben.“

Sprecherin: Inzwischen versorgt Gerd Horsink seinen Hof weitestgehend mit selbst erzeugtem Strom aus der Photovoltaikanlage auf den Stalldächern. Sein Engagement geht aber noch viel weiter.

O-Ton 3 (Gerd Horsink, 22 Sek.): „Zudem haben wir uns eine Gülleanlage gebaut. Das ist eine Biogasanlage, die nur mit Reststoffen läuft. Also eigentlich alles, was bei uns so oder so anfällt, wird noch einmal verwertet. Und daraus wird dann letztendlich grüner Strom gemacht, den wir verkaufen. Und die Wärme, die dabei anfällt, die können wir dann auch noch wieder für unseren Stall und unser Haus nutzen, sodass wir auch dort wieder externe Energie einsparen.“

Sprecherin: Auch der Großteil des Futters, vor allem Mais und Ackergras, stammt aus eigenem Anbau. Importieren muss er nur den Sojaschrot, den seine Kühe als Eiweißausgleich bekommen.

O-Ton 4 (Gerd Horsink, 14 Sek.): „Hier achten wir dann darauf, dass wir zertifiziertes Soja bekommen, sodass also kein Regenwald dafür gerodet wird. Die Alternative dazu wäre auch Rapsschrot, was viele Kollegen einsetzen, das verträgt sich bei uns nicht mit der Biogasanlage.“

Sprecherin: Eins sollte man dabei aber auch nicht vergessen:

O-Ton 5 (Gerd Horsink, 10 Sek): „Dass wir Qualitätslebensmittel produzieren und die Produktion bringt halt Emissionen mit sich. Wir werden auch weiter daran arbeiten, diese Emissionen zu reduzieren und ich denke, da kommen wir gut voran.“

Abmoderationsvorschlag: Den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen zu reduzieren, wird uns und auch die Landwirte noch eine ganze Weile beschäftigen. Als rückständige Klimasünder sollte man sie auf keinen Fall bezeichnen. Wenn Sie sich selbst ein Bild machen wollen, schauen Sie einfach mal in den Videoblog MyKuhTube. Noch mehr Infos zu nachhaltigen Milchbetrieben finden Sie auf http://www.milchland.de .

Pressekontakt:

Christine Licher
Teamleiterin Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
0511 85653-21
mailto:licher@milchland.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/131581/4786081
OTS: Niedersächsische Landesvereinigung der Milchwirtschaft

Original-Content von: Niedersächsische Landesvereinigung der Milchwirtschaft, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1866785

Erstellt von an 9. Dez 2020. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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