Strompreise 2026: So können Haushalte viel Geld sparen / Die Frage lautet: Passt der Stromvertrag noch zum aktuellen Markt?

Die Strompreise sind 2026 günstiger als im Vorjahr, doch regional und anbieterabhängig gibt es gravierende Unterschiede. Das birgt große Chancen: Wer den eigenen Stromtarif hinterfragt, verhindert womöglich unnötige Mehrkosten und spart viel Geld.

Was kostet Strom 2026?

Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) zahlten im Januar 2026 im Schnitt 37,2 Cent pro kWh – 2,1 Cent weniger als 2025. Das ergeben die Analysen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW).

Laut Ergebnissen des Stromrechners auf dem Onlinevergleichsportal Tarifcheck.de bietet der Strommarkt im März 2026 jedoch weitaus günstigere Tarife mit einem Brutto-Arbeitspreis ab unter 25 Cent pro Kilowattstunde.

Warum ist Strom 2026 günstiger?

Der BDEW begründet die gesunkenen Strompreise insbesondere durch die staatliche Subventionierung der Netzentgelte. Diese werden 2026 mit 6,5 Milliarden Euro bezuschusst.

„In alten Verträgen wird die Preissenkung jedoch nicht unbedingt an Haushalte weitergegeben“, sagt Raffael Comitz, Energieexperte bei Tarifcheck.de, „im Gegenteil: Nach einer Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten oder mehr erhöhen viele Stromanbieter die Tarifkosten.“ Angesichts der tieferen Energiepreise 2026 zahlten viele Haushalte deshalb doppelt drauf und ließen sich außerdem attraktive Wechselprämien entgehen, so Comitz.

Strompreise in Deutschland – so hoch ist das Sparpotenzial

Die folgende Stichprobe zeigt das Sparpotenzial privater Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh Strom. Die Tarife haben je ein Jahr Mindestlaufzeit sowie eine zwölfmonatige Preisgarantie (Quelle: Stromrechner auf Tarifcheck.de, abgerufen am 02.03.2026).

Sparpotenzial in 10115 Berlin: 825,90 EUR
Grundversorgung: 1.697,36 EUR/Jahr (Vattenfall Sales, Brutto-Arbeitspreis: 44,39 ct/kWh, kein Bonus)
Alternativ: 871,46 EUR/Jahr inkl. Bonus (idealenergie, Tarif: heim premium max, Brutto-Arbeitspreis: 32,75 ct/kWh)

Sparpotenzial in 20095 Hamburg: 762,65 EUR
Grundversorgung: 1.777,40 EUR/Jahr (Vattenfall Sales, Brutto-Arbeitspreis: 45,52 ct/kWh, kein Bonus)
Alternativ: 1.014,75 EUR/Jahr inkl. Bonus (idealenergie, Tarif: heim premium max, Brutto-Arbeitspreis: 36,36 ct/kWh)

Sparpotenzial in 19053 Schwerin: 536,30 EUR
Grundversorgung: 1.330,69 EUR/Jahr (Stadtwerke Schwerin, Brutto-Arbeitspreis: 33,18 ct/kWh, kein Bonus)
Alternativ: 794,39 EUR/Jahr inkl. Bonus (PlusStrom, Tarif: PlusStrom GRÜNFAIR, Brutto-Arbeitspreis: 24,40 ct/kWh)

Eine Auflistung für Daten der Hauptstädte aller Bundesländer gibt es hier: Stromtarife (https://www.tarifcheck.de/stromanbieter/stromkosten/#bundesland).

„Die Auswertungen zeigen, dass Grundversorgungstarife im Schnitt weiterhin teurer sind als Angebote anderer Energielieferanten“, sagt Experte Comitz. Diesen Trend bestätigt auch der Monitoringbericht 2025 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt: Haushalte in der Grundversorgung zahlen für jede Kilowattstunde durchschnittlich zusätzliche 6,73 Cent (Stand: 1. April 2025). „Das summiert sich schnell“, meint Comitz.

Stromtarif prüfen – mit diesen Tipps können Haushalte viel Geld sparen

„Wer 2026 zu viel zahlt, bezieht Strom eventuell aus der Grundversorgung oder verharrt zu lange in überholten Tarifen“, führt Comitz aus, dabei hätten private Haushalte laut Monitoringbericht 2025 im Schnitt die Wahl aus 139 Energielieferanten.

Energieexperte Comitz empfiehlt folgende Schritte:
1) Prüfen Sie das nächstmögliche Kündigungsdatum Ihres Stromvertrags. Die Grundversorgung
können Sie jederzeit binnen zwei Wochen kündigen. Bei einer Preiserhöhung haben Sie ein
Sonderkündigungsrecht.
2) Machen Sie einen kostenlosen Online-Stromvergleich (https://www.tarifcheck.de/stromanbieter/) und ermitteln Sie Ihr individuelles
Sparpotenzial.
3) Wählen Sie bei einem Anbieterwechsel Tarife mit einer Mindestlaufzeit von maximal zwölf
Monaten, damit Sie sich nicht unnötig lange an einen Anbieter binden. Preisgarantien
während der Mindestlaufzeit umfassen im Idealfall alle Strompreisbestandteile.
4) Viele Stromanbieter gewähren beim Vertragsabschluss einen Bonus, der den Tarif
zusätzlich vergünstigt. Achten Sie auf einen Auszahlungszeitpunkt während der
Mindestvertragslaufzeit.

„Die ununterbrochene Stromversorgung bei einem Anbieterwechsel wird durch Gesetze sichergestellt“, meint Comitz, „wer den eigenen Stromvertrag mit dem Markt abgleicht und sich gegebenenfalls einen neuen Tarif sucht, kann also nur gewinnen.“

Quellen:
BDEW: Strompreisanalyse Januar 2026 (https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-strompreisanalyse/)
BDEW: Dossier Strompreise (https://www.bdew.de/energie/strompreise-dossier/)
Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt: Monitoringbericht 2025 (https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Publikation/DE/Berichte/Energie-Monitoring-2025.pdf?__blob=publicationFile&v=3)
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gesetz für einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten für das Jahr 2026 (https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2025/317/VO.html)
Tarifcheck.de: Strompreisrechner (https://www.tarifcheck.de/stromanbieter/)

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