Stadtwerke geben Einblick in den Bau ihrer Solarthermieanlage

Die Stadtwerke Weimar haben die Sommermonate für notwenige Wartungsarbeiten und die Modernisierung der Fernwärmeversorgung genutzt. Bei zwei Führungen durchs Heizhaus in der Humboldtstraße geben sie Einblick in ihre Arbeit und ihre Pläne für die Wärmeversorgung der Zukunft.

Die Stadtwerke Weimar haben die Sommermonate genutzt, um ihre Wärmeerzeugungsanlagen und -netze zu warten und die Modernisierung der Fernwärmeversorgung voranzubringen. Dazu gehört auch der Bau der Solarthermieanlage am Heizhaus in der Humboldtstraße.

Mit der Anlage will der regionale Energieversorger den Einsatz fossiler Energieträger im Versorgungsgebiet verringern. Nach den Planungen kann die Solarthermieanlage künftig bis zu 27 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs des Quartiers aus Sonnenenergie decken. Über einen Zeitraum von 20 Jahren sollen so mehr als 2.900 Tonnen CO? eingespart werden.

„Das Heizhaus in der Humboldtstraße verbindet zwei Welten: die aktuelle Fernwärmeversorgung mit einem klassischen Erdgaskessel und die neue Wärmeerzeugung mit der Solarthermieanlage und einem zusätzlichen Wärmespeicher“, erklärt Fernwärme-Bereichsleiter Robert Kette. „Genau deshalb ist es der perfekte Ort, um zu zeigen, wie unsere Fernwärmeerzeugung heute funktioniert und wie sie künftig stattfinden soll.“

Baustellenführung zur Langen Nacht der Wissenschaften

Die Stadtwerke bieten im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften, am 13. November 2026, zwei Führungen durch das Heizhaus an. Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung über www.sw-weimar.de/lange-nacht oder persönlich im Kundencenter am Theaterplatz möglich.

Förderprojekt macht das Fernwärmenetz digital

Parallel dazu treiben die Stadtwerke die Digitalisierung ihrer Fernwärmeversorgung voran. Dafür werden intelligente Hausanschlussstationen (iHast) integriert. Sie erfassen Messdaten und helfen, den Betrieb des Fernwärmenetzes gezielter zu steuern. So wird sichtbar, wie viel Wärme an welcher Stelle ankommt und wie sich das Netz verhält. Die gewonnenen Daten ermöglichen es, die Erzeugungsanlagen effizienter auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen und Brennstoff einzusparen. Das mit rund 2 Millionen Euro geförderte Projekt ist zu ca. 30 Prozent umgesetzt und soll bis 2028 vollständig abgeschlossen sein.

„Die iHAST-Stationen werden künftig noch wichtiger, wenn Wärme aus unterschiedlichen Quellen ins Netz eingespeist wird. Sie helfen uns, die verschiedenen Einspeisungen besser aufeinander abzustimmen und die Wärmeversorgung effizienter zu gestalten. Wie das funktioniert, zeigen wir auch bei der Langen Nacht der Wissenschaften“, verrät Robert Kette abschließend.

Die Solarthermieanlage sowie das iHast-Projekt werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2021-2027 gefördert.

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