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REMONDIS Elektrorecycling baut europäische Recyclingkapazitäten aus





Die REMONDIS Electrorecycling GmbH errichtet am Standort Lippewerk in Lünen eine neue Kühlgeräteaufbereitungsanlage. Das Unternehmen betreibt in Deutschland derzeit drei Rückbauzentren für Elektro- und Elektronikaltgeräte und Kühlgeräte an den Standorten Lünen, Berlin und Buseck. Das Recycling von ausgedienten Kühlgeräten ist eine Kernkompetenz der REMONDIS Electrorecycling GmbH. Nachdem die bestehende Anlage im Lippewerk in die Jahre gekommen war, hat man sich nun zu einer umfassenden Modernisierung und Erweiterung entschlossen. Die Neuinvestition am Standort Lünen beläuft sich auf rund 10 Millionen Euro und wird das Lippewerk langfristig zu einem der modernsten und wichtigsten Standorte für das vollständige Recycling von Kühlgeräten machen. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal 2021 geplant.

Neben den deutschen Anlagen betreibt die REMONDIS Eletrorecycling GmbH international weitere Standorte in Kematen an der Ybbs  in Österreich, in Blonie und Lodz in Polen sowie im französischen Troyes.

Im Jahr 2020 hat die Schwestergesellschaft TSR Recycling GmbH & Co. KG die europäischen Standorte der Sims Recycling Solutions in Deutschland, Schweden, den Niederlanden, Belgien und Österreich übernommen und somit eines der führenden Unternehmen im Bereich Elektroaltgeräte-Verwertung integriert. Im nächsten Schritt erfolgt nun rückwirkend zum 01. Januar 2021 die Eingliederung der REMONDIS Electrorecycling GmbH und der dazugehörigen Tochterunternehmen und Beteiligungen im In- und Ausland in die Managementstruktur der TSR Recycling GmbH & Co. KG. Die Bündelung der Aktivitäten im Bereich E-Recycling  wird zu einer Vielzahl von Synergien in der Aufbereitung sowie der Wertstoffvermarktung führen und die TSR Sparte Elektrorecycling zu einem der bedeutendsten europäischen Verwerter von Elektroaltgeräten machen.

Im Jahr 2019 betrug die Gesamtmenge an gesammelten Kühlgeräten 86.000 Tonnen, wovon ca. 60 % an eigenen Standorten verarbeitet wurden. Im Rückbauzentrum Lünen, das seit dem Jahr 2006 betrieben wird, werden jährlich ca. 32.000 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte verarbeitet. Die dortige Kühlgeräteaufbereitungsanlage ist technisch jedoch veraltet und stößt an die Grenzen Ihrer Kapazität. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, unnötige Transporte zu vermeiden und die gesetzlichen Anforderungen an die Abtrennung und fachgerechte Beseitigung von Treibmitteln wie Fluorchlorkohlenwasserstoffen und Pentan im Sinne des Klimaschutzes zu gewährleisten, wird die Anlage nun umfassend modernisiert.

Mit der neuen Anlage können deutlich mehr Geräte auf höchstem technischen Niveau direkt am Standort vollständig verwertet werden. Das Lippewerk in Lünen sowie die vorhandene Infrastruktur bieten darüber hinaus beste Voraussetzungen für die perspektivisch wachsenden  Verarbeitungsmengen. Die Lage am Rande des Ruhrgebietes und im Einzugsbereich der Niederlande garantiert einen kontinuierlichen Stoffstrom, der in Europas größtem Zentrum für industrielles Recycling klimaschonend zu hochwertigen Recyclingrohstoffen verarbeitet wird. Die unmittelbare räumliche Nähe zu der seit 2019 bestehenden Kunststoffaufbereitungsanlage am Standort trägt ihrerseits zur Verringerung der Transportbewegungen und eine optimale Rohstoffausbeute bei der Verarbeitung der Kühlgeräte bei.

Die Kleingeräteaufbereitung in Lünen wird im Zuge der Modernisierung demontiert. Die bislang im Lippewerk verarbeiteten Elektrokleingeräte werden zukünftig in die neue Anlage in  Eindhoven verbracht. Zur Verringerung der Transportbewegungen werden als Rückfracht andere Geräte aus den Niederlanden ins Rückbauzentrum Lünen verbracht.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 10 Millionen Euro und einer Kapazität von ca. 20.000 Jahrestonnen Kühlgeräten entsteht in Lünen eine der weltweit modernsten Anlage dieser Art mit exzellenten Rückgewinnungs- und Recyclingquoten. Besonderer Clou der Anlage ist eine neuartige Spezialmatrix zur umweltfreundlichen Entgasung mittels Mischern. Diese Technik wurde bereits im REMONDIS-Rückbauzentrum in Troyes in Frankreich verbaut und hat Experten wie Auditoren begeistert, da die verbleibenden Restgehalte teilweise sogar unterhalb der Nachweisgrenze liegen und die höchsten Qualitätsanforderungen überfüllt.

Die Modernisierung ist damit Teil der fortlaufenden Weiterentwicklung des REMONDIS-Lippewerks als modernstes und größtes Zentrum für industrielles Recycling in Europa.

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Erstellt von an 5. Feb 2021. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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