2025 wurden in Deutschland nur knapp 960.000 Tonnen Elektroschrott erfasst. Damit lag die Sammelquote von Elektroaltgeräten bei lediglich 29,8 Prozent, statt der gesetzlich vorgeschriebenen 65 Prozent. Das zeigen neue vorläufige Zahlen der Stiftung Elektro-Altgeräte Register. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von Bundesumweltminister Carsten Schneider deshalb eine grundlegende Reform des Elektrogesetzes.
Dazu Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:
„Die Sammlung von Elektroschrott steckt in einer Krise. Jahr für Jahr kommen in Deutschland mehr als 3 Millionen Tonnen neue Elektrogeräte auf den Markt. Gleichzeitig verfehlt Deutschland das siebte Jahr in Folge krachend die gesetzlichen Sammelziele. Altgeräte sind kein Müll, sondern enthalten kritische Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer, Aluminium oder Lithium. Eine bessere Sammlung schützt nicht nur die Umwelt, sondern macht Deutschland auch unabhängiger von internationalen Rohstoffimporten. Hersteller müssen die Einhaltung der vorgegebenen Sammelquoten sicherstellen und dafür die volle Verantwortung übernehmen – so wie etwa bei Verpackungen und Batterien. Eine Neugestaltung des Elektrogesetzes hin zu einer vollständigen Herstellerverantwortung könnte dazu beitragen, jährlich bis zu 810.000 Tonnen Rohstoffe im Wert von mehr als 2 Milliarden Euro zusätzlich zurückzugewinnen und bis zu 39.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.“
Link:
Von der DUH beim Öko-Institut e.V. und cyclos in Auftrag gegebene Studie zur Weiterentwicklung des Elektrogesetzes: https://l.duh.de/p250908
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