Leaky Gut verstehen: Tobias und Karin Stumpfl von TOBIO erklären, warum ein durchlässiger Darm chronische Beschwerden begünstigen kann

Blähbauch, Müdigkeit, Hautprobleme – und das trotz bewusster Ernährung? Viele Betroffene suchen die Ursache überall, nur nicht bei Lebensmitteln, die sie eigentlich für besonders gesund halten. Tobias und Karin Stumpfl von TOBIO sehen genau hier einen möglichen Zusammenhang mit einer belasteten Darmbarriere. Doch was steckt konkret dahinter?

Wer unter wiederkehrenden Beschwerden leidet, versucht häufig, seinem Körper mit einer vermeintlich besonders gesunden Ernährung etwas Gutes zu tun. Trotzdem bleiben verbreitete Probleme wie Müdigkeit nach dem Essen, Hautreaktionen, Kopfschmerzen, häufige Infekte oder ein dauerhaft niedriges Energielevel bestehen. Auf der Suche nach einer Erklärung geraten nicht selten Gluten, Laktose, Stress oder ein möglicher Nährstoffmangel in den Fokus. Gleichzeitig landen weitere Supplemente und Superfoods auf dem Speiseplan, während alltäglich verzehrte Lebensmittel kaum hinterfragt werden. „Bleiben mögliche Auslöser dauerhaft Teil des täglichen Lebens, kann der Darm bzw. das dort überwiegend angesiedelte Immunsystem immer wieder gereizt werden und aus einzelnen Beschwerden kann sich über Jahre eine immer größere Belastung entwickeln“, erklärt Karin Stumpfl von TOBIO.

„Statt also immer neue symptomatische Maßnahmen zu ergänzen, sollte zuerst geprüft werden, welche Lebensmittel die Ursache der Beschwerden sind“, fügt Tobias Stumpfl hinzu. Für die beiden ist der Darm keine isolierte Verdauungsstation, sondern eine wichtige Schnittstelle zwischen „Außen“ und „Innen“ und damit verbunden oft Schauplatz von entzündlichen Reaktionen. Tobias Stumpfl beschäftigt sich dabei aus eigener Betroffenheit intensiv mit dem Thema: Er litt selbst an der Autoimmunerkrankung Morbus Crohn und setzte sich auf der Suche nach der Ursache unter anderem mit Biochemie, Lektinen, Darmgesundheit und Entzündungsreaktionen auseinander. Gemeinsam mit Karin Stumpfl, die auch die praktischen und emotionalen Herausforderungen einer konsequenten Ernährungsumstellung im Familienalltag kennt, gründete er TOBIO. Mit lektinfreien Produkten, Rezepten und Mentoring wollen sie eine entsprechende Ernährung für normale Haushalte praktisch umsetzbar machen. „Uns ist es wichtig, dass jeder weiterhin das ist, was er gerne isst. Egal, ob Burger, Pizza, Steak oder Pfannkuchen, wichtig ist nur, andere Zutaten zu verwenden. Genau dabei helfen wir unseren Kunden“, erklären die Stumpfls.

Leaky Gut: Wenn die Schutzfunktion des Darms nachlässt

Unter Leaky Gut verstehen Tobias und Karin Stumpfl eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmbarriere. Diese erfüllt eigentlich eine entscheidende Aufgabe: Einerseits soll sie Nährstoffe aufnehmen, andererseits unerwünschte Stoffe, unverdaute Bestandteile und potenzielle Krankheitserreger möglichst vom Körperinneren fernhalten. Ist ihre Funktion beeinträchtigt, können diese unerwünschten Partikel leichter aus dem Darm in den Körper gelangen und dort mit dem Immunsystem in Kontakt kommen. Genau darin sehen die TOBIO-Gründer einen möglichen Ausgangspunkt für unterschiedliche Beschwerden.

Der Darm ist für sie deshalb weit mehr als ein Organ, das lediglich Nahrung verarbeitet. Vielmehr bildet seine Schleimhaut täglich eine große Kontaktfläche zwischen Ernährung, Immunsystem und möglichen Entzündungsreaktionen. „Eine beeinträchtigte Darmbarierre muss sich daher nicht ausschließlich durch klassische Verdauungsprobleme bemerkbar machen. Mögliche Auswirkungen können sich aus unserer Sicht an ganz unterschiedlichen Stellen des Körpers zeigen“, verrät Karin Stumpfl.

Warum Tobias und Karin Stumpfl Lektine kritisch betrachten

Einen besonderen Blick richten Tobias und Karin Stumpfl in diesem Zusammenhang auf Lektine. Dabei handelt es sich um pflanzliche Eiweiße, die sie als natürliche Abwehrstoffe bestimmter Pflanzen einordnen. Weil Pflanzen weder flüchten noch kämpfen können, nutzen sie nach Auffassung der beiden unter anderem chemische Schutzmechanismen gegen Fressfeinde und äußere Belastungen. Bei vielen Menschen können bestimmte Lektine an Strukturen im Körper binden, die dafür verantwortlich sind, dass die Durchlässigkeit des Darms beeinträchtigt wird.

Experten rund um die lektinfreie Ernährung sehen unter anderem Getreide und Pseudogetreide, Hülsenfrüchte, Soja, Mais, Cashews sowie Nachtschattengewächse wie Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Chili und Auberginen kritisch. Dabei stellen die TOBIO-Gründer pflanzliche Ernährung nicht grundsätzlich infrage. Vielmehr hinterfragen sie die pauschale Annahme, jedes Gemüse, jedes Getreide und jeder pflanzliche Eiweißersatz müsse für jeden Menschen automatisch gut geeignet sein. „Auch glutenfrei bedeutet nicht automatisch lektinfrei, denn Gluten ist lediglich das bekannteste Lektin, aber nicht das gefährlichste“, betont Tobias Stumpfl.

Was Darm, Immunsystem und Histamin miteinander zu tun haben können

Binden Lektine an Rezeptoren der Darmschleimhaut, genauer gesagt an die so genannten „Tight Junctions“, können nach dem Erklärungsmodell von Tobias und Karin Stumpfl das auslösende Lektin sowie weitere unverdaute oder unpassende Stoffe leichter mit dem Immunsystem in Kontakt kommen. Der Körper trifft damit möglicherweise auf Substanzen im Blut oder Gewebe, die er dort nicht erwartet, und reagiert entsprechend. Aus Sicht der beiden Experten können dabei unter anderem Mastzellen aktiviert und Histamin ausgeschüttet werden. Dieser körpereigene Botenstoff alarmiert weitere Immunzellen, was beispielsweise Hautreaktionen, Kopfschmerzen, Entzündungsgefühle oder ein allgemeines Krankheitsgefühl auslösen kann.

Wiederkehrende Histaminreaktionen betrachten Tobias und Karin Stumpfl deshalb nicht als Unverträglichkeit, sondern vor allem als Anlass dafür, genauer auf die tägliche Ernährung und die Darmbarriere zu schauen. „Wer immer nur die einzelne Reaktion betrachtet, übersieht möglicherweise den Zusammenhang, der dazu führt. Entscheidend ist aus unserer Sicht die Frage, womit Darm und Immunsystem jeden Tag aufs Neue konfrontiert werden“, ordnen die TOBIO-Gründer ein.

Blähbauch, Müdigkeit nach dem Essen, Kopfschmerzen, Infektanfälligkeit oder geringe Energie ordnen sie daher auch als mögliche Früh-Hinweise darauf ein, dass etwas den Organismus dauerhaft belastet. Auch bei Hautproblemen, Gelenkbeschwerden, Migräne oder chronisch entzündlichen Erkrankungen halten sie es für sinnvoll, Zusammenhänge zwischen Ernährung, Darmbarriere und Entzündungsprozessen zu prüfen. „Oft lohnt sich auch ein Blick über die hinlänglich bekannte ‚gesunde Ernährung‘ hinweg. Denn wenn das so gut funktionieren würde, dürften doch nicht so viele Menschen Beschwerden haben“, meint Tobias Stumpfl.

Warum Konsequenz wichtiger sein kann als der nächste Ernährungstrend

Wer Beschwerden über Jahre entwickelt hat, sollte nach Auffassung von Tobias und Karin Stumpfl auch bei einer Ernährungsumstellung keine Veränderungen über Nacht erwarten. Statt immer weitere Nahrungsergänzungsmittel, Superfoods oder kurzfristige Gesundheitstrends auszuprobieren, setzen sie zunächst darauf, mögliche Auslöser in der täglichen Ernährung zu erkennen und konsequent zu ersetzen. Eine lektinfreie Ernährung sollte aus ihrer Sicht über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden, damit überhaupt beurteilt werden kann, wie der Körper darauf reagiert. Etwa drei Monate betrachten sie dabei als sinnvollen Zeitraum, um belastbarere Erfahrungen mit der Ernährungsumstellung zu sammeln.

Entscheidend ist für sie, nicht nach wenigen Tagen voreilige Schlüsse zu ziehen: Beschwerden können sich über Jahre entwickeln und entsprechend Zeit benötigen, um sich zu verändern. „Der Körper braucht eine realistische Chance, auf eine veränderte Ernährung zu reagieren. Deshalb halten wir eine konsequente Umsetzung über einen längeren Zeitraum für wesentlich aussagekräftiger als kurzfristige Versuche“, fasst Karin Stumpfl zusammen.

Lektinfrei essen, ohne alle Lieblingsgerichte zu streichen

Eine konsequente Ernährungsumstellung scheitert dabei aber meist nicht an der grundsätzlichen Bereitschaft, sondern am Alltag. Brot am Morgen, Pasta oder Pizza mit der Familie, ein Burger oder etwas Süßes gehören für viele Menschen zu vertrauten Gewohnheiten. Genau deshalb setzt TOBIO nach Angaben von Tobias und Karin Stumpfl nicht darauf, diese Gerichte grundsätzlich zu verbieten. Stattdessen sollen jene Zutaten ersetzt werden, die sie als mögliche Belastung für den Darm einordnen.

TOBIO entwickelt zu diesem Zweck lektinfreie Produkte und Rezepte, mit denen bekannte Speisen in angepasster Form zubereitet werden können. Für die Gründer ist dieser Austausch praktikabler als ein Ernährungskonzept, das hauptsächlich auf Disziplin, Verzicht und Verbote setzt. Denn Einkauf, Kochen, Familie, Gewohnheiten und soziale Situationen müssen dauerhaft miteinander vereinbar bleiben. „Wenn Lieblingsgerichte grundsätzlich erhalten bleiben und sich vor allem ihre Zutatenbasis verändert, fällt es vielen Menschen leichter, eine neue Ernährungsweise konsequent in ihren Alltag zu integrieren“, berichtet Tobias Stumpfl.

Ausblick: Neue Routinen statt widersprüchlicher Ernährungsempfehlungen

Gerade im Familienalltag kann selbst eine nachvollziehbare Ernährungsumstellung schnell kompliziert werden. Während eine Person ihre Ernährung konsequent verändern möchte, hält der restliche Haushalt möglicherweise an vertrauten Gerichten und Zutaten fest. Hinzu kommt die Vielzahl widersprüchlicher Ernährungsempfehlungen, durch die Betroffene häufig nicht mehr wissen, was sie überhaupt noch essen sollen.

Tobias und Karin Stumpfl wollen deshalb nicht nur theoretisches Wissen über lektinfreie Ernährung vermitteln, sondern Menschen bei der praktischen Umsetzung begleiten. Neben entsprechenden Produkten und Rezepten bietet TOBIO auch Mentoring an, das bei Fragen, neuen Routinen und konkreten Schwierigkeiten im Alltag unterstützen soll. Ziel ist es, Menschen auf ihrer individuellen Gesundheitsreise zu begleiten. „Eigentlich braucht es uns nicht, denn wir stellen die wesentlichen Informationen kostenlos zur Verfügung. Aber wenn es um individuelle Unterschiede und Fragen geht, stehen wir in unserem Mentoring-Programm sehr gerne zur Verfügung“, spricht Karin Stumpfl als Einladung an Menschen aus, die ihre Gesundheit auf das nächste Level bringen möchten und bereit sind, selbst dafür die Verantwortung zu übernehmen.

Interesse geweckt? Hier mehr darüber erfahren und unverbindlich beraten lassen: https://tobio.at

Pressekontakt:

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