Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 368.000 reine Elektroautos neu zugelassen. Laut dem Verband der Automobilindustrie entspricht das einem Anstieg von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit der wachsenden Zahl an E-Fahrzeugen steigt auch der Bedarf an Lademöglichkeiten. Für Unternehmen wird es deshalb wichtiger, beim Aufbau ihrer Ladeinfrastruktur den zukünftigen Energiebedarf und die dafür erforderliche Anschlussleistung von Beginn an zu berücksichtigen.
Fast jeder vierte neu zugelassene Pkw in Deutschland war im ersten Halbjahr 2026 rein elektrisch. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie auf Basis von Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden von Januar bis Juni insgesamt 368.006 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Das waren 48 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Mit der steigenden Zahl an Elektrofahrzeugen wächst auch der Bedarf an verlässlichen Lademöglichkeiten. Unternehmen benötigen Ladeinfrastruktur für eigene Fahrzeuge und Fuhrparks, schaffen Ladeangebote für Mitarbeitende und stellen je nach Standort Lademöglichkeiten für Kunden, Gäste, Bewohner oder weitere Nutzer bereit.
Viele Unternehmen setzen zunächst eine begrenzte Zahl an Ladepunkten um und planen, die Anlage bei wachsendem Bedarf zu erweitern. Ein solcher schrittweiser Aufbau kann wirtschaftlich sinnvoll sein. Die technische Planung sollte jedoch bereits beim Einstieg berücksichtigen, welche Energiemengen und Ladeleistungen bei einem späteren Ausbau benötigt werden und welche Anschlussleistung dafür am Standort zur Verfügung stehen muss.
DER ERSTE AUSBAUSCHRITT DARF NICHT DIE PLANUNGSGRENZE SEIN
Die zunächst installierte Anzahl an Ladepunkten bildet nur einen Teil der Planungsgrundlage. Ebenso wichtig ist die Frage, wie sich der Ladebedarf am Standort voraussichtlich entwickeln wird.
Kommen weitere Elektrofahrzeuge, zusätzliche Nutzer oder neue Ladeangebote hinzu, steigen die Anforderungen an Netzanschluss, elektrische Verteilung und Leistungssteuerung. Wurde die technische Infrastruktur ausschließlich für den aktuellen Bedarf dimensioniert, können notwendige Erweiterungen zusätzliche Umbauten, erneute Planungsleistungen oder eine Anpassung des Netzanschlusses erfordern.
„Unternehmen können ihre Ladeinfrastruktur schrittweise aufbauen. Entscheidend ist, dass die Planung nicht bei den ersten Ladepunkten endet“, erklärt Matthias Schmid, Geschäftsführer von ENERANDO Technologies. „Wer den absehbaren Energiebedarf frühzeitig ermittelt, kann die technische Grundlage so auslegen, dass spätere Erweiterungen wirtschaftlich und mit überschaubarem Aufwand möglich bleiben.“
NICHT NUR LADEPUNKTE, SONDERN ENERGIEBEDARF PLANEN
Für die technische Auslegung reicht es nicht aus, nur die geplante Anzahl und maximale Ladeleistung der Ladestationen zu betrachten. Maßgeblich ist, welche Energiemengen die Fahrzeuge tatsächlich benötigen und innerhalb welcher Zeit sie bereitgestellt werden müssen.
Fahrzeuge mit langen Standzeiten können ihre benötigte Energie über mehrere Stunden aufnehmen. Müssen Fahrzeuge dagegen innerhalb kurzer Zeit wieder einsatzbereit sein, ist eine entsprechend höhere Ladeleistung erforderlich. Auch die Anzahl gleichzeitig ladender Fahrzeuge sowie unterschiedliche Nutzungszeiten beeinflussen den Leistungsbedarf am Standort.
Eine belastbare Planung betrachtet deshalb unter anderem:
• die aktuelle und zukünftig erwartete Zahl an Elektrofahrzeugen,
• die benötigten Energiemengen,
• typische Fahrleistungen, Stand- und Einsatzzeiten,
• die vorhandene Anschlussleistung,
• weitere elektrische Verbraucher am Standort,
• realistische Erweiterungsstufen der Ladeinfrastruktur.
Erst aus diesen Faktoren lässt sich ableiten, welche Leistung tatsächlich erforderlich ist und welche Reserven für die weitere Entwicklung sinnvoll sind.
VORHANDENE ANSCHLUSSLEISTUNG GEZIELT EINSETZEN
Eine wachsende Zahl an Ladepunkten bedeutet nicht automatisch, dass die Anschlussleistung im gleichen Verhältnis erhöht werden muss. Ein dynamisches Lastmanagement kann die verfügbare Leistung bedarfsgerecht auf die angeschlossenen Fahrzeuge verteilen und dabei weitere elektrische Verbraucher am Standort berücksichtigen.
So können vorhandene Kapazitäten besser genutzt und Lastspitzen begrenzt werden. Voraussetzung ist jedoch eine realistische Ermittlung des künftigen Lade- und Energiebedarfs. Eine grundsätzlich zu knapp ausgelegte elektrische Infrastruktur lässt sich auch durch intelligentes Lastmanagement nicht vollständig kompensieren.
Lastmanagement sollte deshalb von Beginn an als Bestandteil der technischen Planung betrachtet und auf die tatsächlichen Anforderungen des Standorts abgestimmt werden.
AUSREICHEND PLANEN, OHNE UNNÖTIG ZU ÜBERDIMENSIONIEREN
Die Berücksichtigung des künftigen Energiebedarfs bedeutet nicht, dass Unternehmen sofort die größtmögliche Ladeinfrastruktur errichten oder unnötige Kapazitäten vorhalten müssen. Ziel ist eine angemessene Planung, die den aktuellen Einstieg ermöglicht und zugleich realistische Entwicklungsszenarien berücksichtigt.
So können zunächst nur die tatsächlich benötigten Ladestationen installiert werden. Gleichzeitig lassen sich Leitungswege, Unterverteilungen, Anschlusspunkte und Steuerungssysteme so planen, dass zusätzliche Ladepunkte später mit vertretbarem Aufwand ergänzt werden können.
Welche technischen Reserven sinnvoll sind, hängt vom jeweiligen Standort, der erwarteten Nutzung und den vorgesehenen Ausbaustufen ab. Eine fundierte Planung vermeidet dabei sowohl eine unnötige Überdimensionierung als auch eine Lösung, die bereits bei der ersten Erweiterung an ihre Grenzen stößt.
LADEBEDARF UND ANSCHLUSSLEISTUNG GEMEINSAM BEWERTEN
ENERANDO begleitet Unternehmen von der Ermittlung des aktuellen und zukünftigen Ladebedarfs über die Prüfung des Netzanschlusses und der elektrischen Infrastruktur bis zur Planung, Umsetzung und zum laufenden Betrieb der Ladeinfrastruktur.
Dabei betrachten wir, welche Energiemengen am Standort benötigt werden, innerhalb welcher Zeit sie bereitgestellt werden müssen und welche Anschlussleistung dafür verfügbar ist. Auf dieser Grundlage können Ladepunkte schrittweise umgesetzt und gleichzeitig die technischen Voraussetzungen für einen späteren Ausbau geschaffen werden.?
FAZIT
Der deutliche Zuwachs bei den Neuzulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge zeigt, dass der Bedarf an Lademöglichkeiten weiter zunimmt. Für Unternehmen ist deshalb nicht nur der Zeitpunkt zum Handeln entscheidend, sondern auch die Qualität der ersten Planung. Wer den zukünftigen Energiebedarf von Anfang an berücksichtigt, schafft eine belastbare Grundlage für den langfristigen Ausbau seiner Ladeinfrastruktur.
Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA): Pkw-Neuzulassungen Januar bis Juni 2026; Datenquelle VDA/Kraftfahrt-Bundesamt, teilweise vorläufig.
Wir bei ENERANDO Technologies glauben daran, dass Elektromobilität heute und in Zukunft für alle gewerblichen Standorte einfach, effizient und nachhaltig gestaltet werden muss. Deshalb bieten wir Ihnen komplette Lösungen für Ihre Ladeinfrastruktur – von der ersten Beratung und individuellen Planung über die Installation unserer in Deutschland entwickelten und gefertigten Hard- und Software bis hin zum zuverlässigen Betrieb.
Unsere skalierbaren Systeme sind so konzipiert, dass sie den vielfältigen Anforderungen moderner Gewerbe gerecht werden: ob eichrechtskonforme Abrechnung, intelligentes Lastmanagement oder Integration erneuerbarer Energien – wir sorgen dafür, dass Ihre Ladeinfrastruktur sicher, wirtschaftlich und zukunftsfähig ist.
Mit unserem ganzheitlichen Ansatz schaffen wir für Sie eine Lade- und Energieversorgung, die nicht nur heute funktioniert, sondern langfristig Wachstum und Nachhaltigkeit ermöglicht. Gemeinsam mit Ihnen treiben wir die Mobilitäts- und Energiewende voran und gestalten eine vernetzte, umweltbewusste Zukunft für Ihr Unternehmen und Ihre Standorte.
