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Klimaschutzpaket – Nicht kleckern, sondern klotzen!





Statement von Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e.V. anlässlich des heute formal im Bundeskabinett verabschiedeten Klimaschutzpaketes

Berlin, 25.09.2019. „Die Eckpunkte des Klimapaketes sind ein erstes positives Signal insbesondere mit Blick auf mehr Klimaschutz im Verkehrssektor. Dringend notwendig sind jedoch weitere Maßnahmen, die die Bundesregierung bei der weiteren Ausgestaltung des Klimapaketes zügig und beherzt regeln muss, um die klimaschädlichen CO2-Emissionen im Verkehr schnell und dauerhaft zu senken. Alternative erneuerbare Kraftstoffe wie Biomethan sind heute verfügbar und haben Klimaschutzpotenzial, sie müssen aber auch genutzt werden, um ihren Klimaschutzbeitrag leisten zu können. Allein im Jahr 2018 konnten mehr als 7 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden und hier ist noch weit mehr möglich! Wir appellieren daher erneut an die Bundesumweltministerin, ihrer politischen Verantwortung für die stärkere Nutzung erneuerbarer, alternativer Kraftstoffe im Verkehrssektor – jenseits der Elektromobilität – auch gerecht zu werden. Wir fordern ein klares Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehr von mindestens 20 Prozent im Jahr 2030. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen im Klimaschutzpaket folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

1. die konsequente Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote von heute 4 Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2030

2. die Einführung einer ambitionierten Unterquote für fortschrittliche Biokraftstoffe wie Biomethan ab 2020 in Höhe von 0,3 Prozent und deren Steigerung auf mindestens 3,5 Prozent in 2030

3. die Festschreibung der Nutzung konventioneller Biokraftstoffe verbindlich bei 7 Prozent ab 2020

Kurzinformation Biogasrat+ e.V.
Der Biogasrat+ ist der Verband für dezentrale Energieversorgung und vertritt bundes- und europaweit die Interessen der führenden Marktteilnehmer. Dabei steht die Markt- und Systemintegration der erneuerbaren Energien entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Vordergrund. Biogas/Biomethan kann im Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarkt wesentlich dazu beitragen, die ökologischen Zielvorgaben der Politik zu erfüllen, ohne dabei unnötige Kosten für die Allgemeinheit zu verursachen. Aus diesem Grund setzt sich der Verband für einen stärkeren Einsatz von Biomethan in allen Nutzungspfaden ein, indem die rechtlichen Rahmenbedingungen optimiert und dadurch eine nachhaltige Entwicklung des Marktes sichergestellt wird.

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
karin.retzlaff@biogasrat.de
Tel.: +49 30 206 218 100

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1756698

Erstellt von an 25. Sep 2019. geschrieben in Bioenergie, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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