Klarer Umgang mit dem Wolf

Mit der heutigen ersten Lesung sorgen wir für mehr Klarheit im Umgang mit dem Wolf in Deutschland. Der eingeschlagene Weg ist ausgewogen, vernünftig und verantwortungsvoll. Das ist eine gute Nachricht – für den Naturschutz ebenso wie für die Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter in unserem Land.

Esra Limbacher, stellvertretender Fraktionsvorsitzender:

„Die Rückkehr des Wolfs zeigt: Naturschutz wirkt. Unsere Landschaften sind wieder lebensfähig. Das ist ein Erfolg jahrzehntelanger gemeinsamer Anstrengungen. Gleichzeitig erleben viele Betriebe große Sorgen. Schafe, Ziegen und Rinder werden gerissen, die Existenzängste der Betroffenen nehmen zu. Wer Tiere hält, braucht Schutz und Verlässlichkeit. Naturschutz und Weidetierhaltung dürfen deshalb nicht gegeneinander ausgespielt werden – sie gehören zusammen gedacht.

Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht schafft mehr Rechtssicherheit, klärt Zuständigkeiten und ermöglicht einen praktikablen Vollzug vor Ort. Priorität hat weiterhin der Herdenschutz: Wir brauchen wirksame und praxistaugliche Maßnahmen – Zäune, Hunde, Beratung – unbürokratisch und verlässlich finanziert. Wo diese Maßnahmen nicht ausreichen, muss eine Entnahme von Problemwölfen rechtssicher und zügig möglich sein. Wir dürfen die Landwirtschaft und die Jägerschaft mit dieser Frage nicht allein lassen.

Die Weidehaltung prägt unsere Kulturlandschaft, erhält Artenvielfalt und regionale Identität. Sie ist gelebter Naturschutz. Das Gesetz stärkt die Handlungsfähigkeit der Länder, reduziert Rechtsunsicherheiten und bringt Naturschutz und Weidetierhaltung in ein faires Gleichgewicht. Das ist sachliche, pragmatische und lösungsorientierte Politik.“

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