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Kann Smart Grid den mongolischen Energiesektor sichern?





Das zentralasiatische Land ist landwirtschaftlich geprägt und zählt zugleich zu den rohstoffreichsten Staaten der Welt. Um beide Bereiche industriell zu entwickeln, wird zuverlässige Energie benötigt. Eine Machbarkeitsstudie untersucht, wie die Einführung von Smart Grid Technologien die Energieversorgung langfristig sichern und stabilisieren kann. Im Auftrag der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) arbeiten unsere Smart Grid-Experten in einem Joint Venture mit der e.Gen Bangladesch und Monenergy als lokaler Partner zusammen. Bereits im Jahr 2015 waren die Fachleute von Tractebel erfolgreich in der Mongolei tätig. Damals erstellten sie eine vollständige Netzanalyse des landesweiten Übertragungsnetzes.

Umfangreiche Analysen
Die neue Studie untersucht das bestehende Energiesystem der Mongolei und zeigt auf, wie eine zuverlässige Energieversorgung mithilfe von Smart Grid Technologien gelingen kann. Insbesondere Steuerungs- und Datenerfassungssysteme (SCADA/EMS), ein Metering Data Management System (MDMS), die Erweiterung eines bestehenden Wide Area Monitoring Systems (WAMS) und die Analyse der bestehenden internen Telekommunikationsinfrastruktur des Versorgungsunternehmens stehen dabei im Fokus.

„Bei der Einführung von Smart Grid Technologien kommt einem modernen und zuverlässigem Telekommunikationssystem eine Schlüsselrolle zu“, betont Oliver Lanz, Smart-Grid-Experte bei Tractebel. Auch eine Stabilitätsanalyse des bestehenden Versorgungsnetzes und Vorschläge für Verbesserungsmaßnahmen gehören zum Auftragsumfang. Die Ergebnisse werden der Mongolei dazu dienen, zukünftige Energieprojekte zu entwickeln und anzustoßen.

Für den mongolischen Energieversorger National Dispatching Company werden die Ergebnisse der Smart Grid- und der Telekommunikationsbewertung ebenso wie die Erkenntnisse der Stabilitätsanalyse eine wichtige Entscheidungsgrundlage sein. Damit können zukünftige Energieprojekte identifiziert werden, die sich positiv auf das Energiesystem des Landes auswirken, wirtschaftlich effizient sind und der Versorgungssicherheit dienen. Die Experten sind zuversichtlich, mit ihrer Arbeit eine Basis für die Einführung von Smart Grid-Technologien zu schaffen, die in Zukunft die Stromversorgung in der Mongolei verbessern werden.

Im September präsentierte das Expertenteam mit seinem Bericht zum Projektstart schon erste Erkenntnisse. Der Report fasst den Informationsstand zusammen und beschreibt die zu erbringenden Leistungen sowie den zugehörigen Lösungsansatz. Abschließend gibt er einen Ausblick auf die nächsten Projektaktivitäten: In den folgenden Monaten werden die Fachleute weitere Daten sammeln und Informationen beschaffen. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden werden sie erste Arbeiten am Datenmodell für die Stabilitätsanalyse vornehmen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die technischen Koordinationsmeetings pandemiebedingt bis auf weiteres rein virtuell stattfinden werden.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1858754

Erstellt von an 10. Nov 2020. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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