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Intelligente automatische Bewässerungssysteme: Wasser marsch – aber smart und effizient!





Kollerschlag/Wäschenbeuren, August 2020. Gärtner kennen das Problem: Rasen und Beete sollten möglichst frühmorgens gegossen werden, um die Verdunstung niedrig zu halten und fressfreudige Schnecken nicht zusätzlich zu motivieren. Während sich die Gartenliebhaber somit idealerweise gegen fünf Uhr morgens aus dem Bett wälzen müssten, haben Schrebergartenbesitzer, Hausverwalter, Landwirte oder auch Betreuer von Sport- und Grünanlagen noch größere Herausforderungen. Denn diese müssen bei der Bewässerung weitere Einschränkungen etwa durch Nutzungszeiten der Anlagen berücksichtigen. Sonst droht etwa das Bambini-Training auf dem Sportplatz buchstäblich durch eine falsch eingesetzte Beregnungsanlage ins Wasser zu fallen.

Umweltbundesamt mahnt effizienten Wassereinsatz an

Auf das Wässern zu verzichten, ist dabei natürlich keine Alternative: Im privaten Garten wird der Rasen durch die Trockenheit unansehnlich oder nicht benutzbar und die Blumenrabatte welken dahin. Ungleich dramatischer sind jedoch die Folgen für die Landwirtschaft. Hier lautet die Frage in 2020 nach dem dritten regenarmen Frühjahr in Folge nicht ob, sondern wie stark die Schäden durch die Trockenheit auch in diesem Jahr wieder sind. Schon hat mit Sachsen im Juli 2020 das erste Bundesland mit Einschränkungen bei der Wasserentnahme reagiert. Im heißen August folgten zahlreiche Gemeinden in ganz Deutschland und forderten ihre Bürger auf, sorgsam und sparsam mit dem kühlen Nass umzugehen. Und auch wenn das Umweltbundesamt in einer Mitteilung Ende Mai 2020 bundesweit noch kein Problem durch die Wasserentnahme sah, mahnte aber insbesondere die Landwirtschaft an, das entnommene Wasser so effizient wie möglich zu verwenden.

Intelligente Bewässerungslösung

Bei dem effizienten Einsatz von Wasser – egal ob im Garten, auf dem Fußballplatz, dem Dachgarten des Firmengebäudes oder auf dem Feld – gilt es jedoch vielfältige Faktoren zu berücksichtigen. Neben den individuellen Wasserbedürfnissen der Pflanzen und den Nutzungszeiten von Anlagen sind das etwa die Boden- und zum Teil auch die Luftfeuchte, das vorhergesagte Wetter, die Entnahmezeiten von Brunnen (nicht jeder Nachbar freut sich über die nachts anspringende Pumpe) sowie der Füllstand von Wasserreservoirs. Besonders letzteres kann zu einer echten Herausforderung werden, etwa wenn eine große Fläche mit einem kleinen Wasserreservoir versorgt werden muss. Dann gilt es die Gesamtfläche in verschiedene Zone aufzuteilen und diese zeitlich versetzt zu bewässern. All diese Faktoren können dank einer frei konfigurierbaren Software bei einer intelligenten Automatisierungslösung berücksichtigt werden. Das Gehirn eines solchen Systems – bei Loxone der Miniserver – trifft dann aufgrund zahlreicher Sensordaten und weiterer Informationen die je richtige Entscheidung für die Bewässerung. Durch zahlreiche Schnittstellen werden dann die jeweiligen Bewässerungslösungen wie Beregnungsanlagen, Sprinklersysteme, Tropfberegnung und Co. perfekt angesteuert. Rüdiger Keinberger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Loxone: “Die Trockenheit verursacht mehr und mehr Probleme im privaten wie auch gewerblichen und landwirtschaftlichen Bereich. Die Ressource Wasser ist aber endlich. Die Experten sind sich deshalb einig, dass es einer intelligenten Wassernutzung bedarf. Genau das leistet unser System. Deshalb sehen wir hier für unsere Partner große Potenziale für den Einsatz unserer intelligenten Lösung.”
Bewässert werden muss übrigens nicht notwendigerweise nur auf Grund von Trockenheit: Auch in diesem Jahr setzten späte Fröste im Mai vielen Pflanzen zu. Was den Gartenbesitzer um die Blütenpracht bringt, kann bei Landwirten handfeste wirtschaftliche Schäden anrichten. Deshalb haben Landwirte wie etwa Obstbauern immer ein Auge auf das Wetter und die Temperaturen. Sagt der Wetterbericht eine frostige Nacht an, sind sie alarmiert. Dann gilt es auch nachts die Temperatur zu prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz der Pflanzen zu ergreifen. Besonders zur Blütezeit ist Frost gefährlich. Um Schäden abzuwehren, werden auch in diesem Fall die Pflanzen automatisiert bewässert. Es entsteht eine Schutzschicht aus gefrorenem Wasser. Was beim Morgenspaziergang spektakulär aussieht, schützt tatsächlich die Blüte. Denn innerhalb dieser Eisschicht ist es wärmer, als außerhalb. Erst wenn es wärmer wird, kann die Bewässerung gestoppt werden, so dass die Eisschicht rund um die Blüte schmilzt. Die Blüte übersteht den Frost unbeschadet.

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Erstellt von an 11. Aug 2020. geschrieben in Energiesparen, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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