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Frankfurt, Syna nutzt digitale Anlagendokumentation zur vorausbestimmten, elektronisch gestützten Instandhaltung des gasführenden Lei-tungsnetzes.





„Die elektronisch gestützte Instandhaltung ist für die Gewährleistung der Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Gasanlagen von zentraler Bedeutung. Die gleichzeitigen Forderungen die Instandhaltung, insbesondere auch durch das neue regulatorische Umfeld, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten, hat zur Folge, dass sich besonders die elektronisch gestützte Instandhaltung in einem ständigen Optimierungsprozess rasch fortentwickelt. Zum „Schritthalten“ mit den Anforderungen, den Möglichkeiten der Optimierung bei Vorgaben knapper Ressourcen ist ein Softwaresystem wie K3V unerlässlich.
Eine auf den jeweiligen Anlagenbetrieb und Anlagenzustand optimal zugeschnittene Instandhaltungsstrategie hilft bei der Kostenreduktion unter gleichzeitiger Gewährleistung der Netzverfügbarkeit und Betriebssicherheit,“ fasst Dipl.-Ing. Kramer die Gesamtsituation im Asset Management, MS NS GAS und Netzentwicklungsplanung, zusammen.

Zurzeit sind 320 GasDruckRegel- und Messanlagen (GDRmM) sowie 22 Netzkopplungspunkte digital dokumentiert und werden elektronisch gestützt instand gehalten.

Mittels integriertem CAD-Tool und der umfangreichen Symbolbibliothek werden die Anlagen mit sämtlichen Bauteilen normgerecht als „lebendiges“ bzw. interaktives R&I-Fließschemata oder als Konstruktionszeichnung dargestellt und mit den dazugehörigen Sachdaten beschrieben.
Die direkte Verknüpfung der zeichnerischen Darstellung mit der korrespondierenden Anlagenstückliste erlaubt für alle Bauteile eine schnelle Abfrage der betriebs- und instandhaltungsrelevanten Daten sowie beliebiger Objektanhänge.
Ergänzend sind in K3V seit der digitalen Dokumentation auch alle „Syna spezifischen“ Unterlagen (Karteikarten, Bescheide, Zeichnungen, Abnahme-/ Prüfzeugnisse, Herstellerbescheinigungen, Wartungsprotokolle etc.) aus zahlreichen Aktenordnern digitalisiert und in das K3V-Softwaresystem überführt. Im Zuge der elektronischen Digitalisierung und Archivierung erfolgte neben einer Selektion auch die Bereinigung der inkonsistenten Datenbestände.
Nachdem die jeweilige Kontrolle und oder Maßnahme durchgeführt wurde, erfolgt die manipulationssichere Protokollierung und Datenrückspielung ins System.

Dem K3V mitverantwortlichen Asset Manager, Dipl.- Ing. (FH) Matthias Kramer, ist K3V auch bei der Qualitätsbeurteilung von Anlagenkomponenten eine wertvolle Hilfe. K3V liefert ihm wichtige Detaildaten. Störanfällige Anlagen und Rohrnetzkomponenten werden erkannt und bewertet. Häufen sich Störmeldungen bei bestimmten Komponenten werden diese frühzeitig ausgewechselt. Dadurch reduzieren sich Störmeldungen und der außerplanmäßige Einsatz der Monteure und die Anlagenzuverlässigkeit wird erheblich verbessert.

Durch die Nutzung von K3V und den damit verbundenen Vorteilen in der Arbeitsvorbereitung wie auch in den Maßnahmenplanungen werden seit 2009 die Instandhaltungsarbeiten an GDR- und GDRM-Anlagen, und seit diesem Jahr auch an NKP (Netz-kopplungs)-Anlagen vorwiegend mit eigenen Mitar-beitern bewältigt. Der Einsatz externer Dienstleister beschränkt sich dann auf Sonderprüfungen an An-lagenkomponenten wie die Durchleitungsdruckbehälterüberprüfung nach DVGW Arbeitsblatt G 498. Dies vereinfacht die Einsatzplanungen und Arbeitsabläufe, was im Endeffekt zur weiteren Kostensen-kung bei der Syna GmbH beiträgt. Außerdem, so Dipl.-Ing. Matthias Kramer, „bleibt das Insiderwissen im eigenen Unternehmen und ist (fast) permanent verfügbar.“

Nach umfassender Sichtung und Prüfung verschie-dener Softwaresysteme im Bereich der Energiewirt-schaft, entschied sich die Süwag-Gruppe Anfang 2007 für die Software K3V-Energiewirtschaft in der Version 3.0.
Die Hausinterne SAP-Datenbank wurde als führendes System zu K3V bestimmt, und das Datenmodell der GDRM-Anlagen in Anlehnung an die Produktpa-lette von K3V angepasst.

Pilotprojekt im Netzbezirk Idstein
Im Sommer 2008 startete im heutigen Syna-Netzbezirk Idstein das Pilotprojekt der elektronisch gestützten Instandhaltung und konnte im April 2009 zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden. Nach Beseitigung der bei Softwareintegration üblichen „Kinderkrankheiten“, konnte ein positives Resümee der Durchführenden gezogen werden.
Dies ist der Start für die unternehmensweite Durchführung der elektronisch gestützten Dokumentation und Instandhaltung von GDRM-Anlagen mit dem Ziel einer zustandsorientierten und rechtssicheren Anlagen-Unterhaltung.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=586030

Erstellt von an 1. Mrz 2012. geschrieben in Sonstige, Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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