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Elektroautos mit schwerem Klima-Rucksack unterwegs / Batterie-Produktion ist treibhausgas-intensiv / Erdgasfahrzeug mit guter Klimabilanz bei den konventionellen Antrieben (FOTO)





Elektro-Autos gelten als umwelt- und klimaschonender als
herkömmliche Antriebsarten wie etwa Benziner oder Diesel-Fahrzeuge.
Allerdings können die E-Autos bei Nutzung des deutschen Strommix ihre
Klimavorteile gegenüber herkömmlichen Antrieben erst nach mehreren
Betriebsjahren und hohen Fahrleistungen ausspielen. Das ist das
Ergebnis der aktuellen Lebenszyklus-Analyse der
Forschungsgesellschaft Joanneum Research, aus der der ADAC bereits im
August eine Vorabauswertung veröffentlicht hat. Die Untersuchung
erfolgte auf Basis eines generischen Fahrzeugmodells, der so
genannten “Golfklasse”. Als jährliche Fahrleistung wurden 15.000
Kilometer, als Lebensdauer 15 Jahre angenommen.

Der Grund für das Abschneiden der Elektro-Fahrzeuge sind der immer
noch relativ schmutzige Strom in Deutschland mit einem hohen
Kohleanteil sowie die Antriebsbatterie. Deren Produktion ist
aufwändig und treibhausgas-intensiv, was sich wie ein schwerer
“Klima-Rucksack” in der Bilanz niederschlägt. Erst mit einem immer
höheren Anteil an regenerativem Strom können die E-Autos ihre
Klimabilanz gegenüber herkömmlichen Antrieben deutlich verbessern.

In der Analyse von Joanneum Research werden alle relevanten
Energieaufwendungen und Treibhausgasemissionen über den gesamten
Lebenszyklus eines Fahrzeugs berücksichtigt. Dabei schneidet der
Plug-in-Hybrid gemeinsam mit dem Benziner-Pkw am schlechtesten von
allen gängigen Antriebsarten ab. Sein Problem ist vor allem die
zusätzliche Batterie, die sich negativ auf die CO2-Bilanz auswirkt.
Auch das reine Elektro-Auto kann seinen Klimavorteil erst spät
ausspielen: Im Vergleich zum Benziner nach 127.500 km oder 8,5
Betriebsjahren, im Vergleich zum Diesel nach 219.000 km oder 14,6
Betriebsjahren.

Die beste Treibhausgas-Bilanz der konventionellen Antriebe weist
unter heutigen Bedingungen das Erdgasauto mit 15 Prozent Biomethan
auf, besser noch als der Elektro-Pkw bei Nutzung des deutschen
Strommix.

Beim Einsatz regenerativer Energiequellen zeigt das Elektroauto
die beste Treibhausgasbilanz, dicht gefolgt vom
Brennstoffzellenfahrzeug. Aktuell wird Wasserstoff aber noch unter
hohem Energieaufwand aus Erdgas hergestellt und ist deshalb noch
keine Alternative. Zukunftsmusik sind auch synthetische Kraftstoffe,
die aus elektrischer Energie und CO2 hergestellt und mit relativ
geringem Aufwand in modifizierte Verbrennungsmotoren eingesetzt
werden können. Allerdings verschlingt die Herstellung dieser E-Fuels
viel zu viel Energie.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Reduzierung der
Treibhausgasemissionen des Straßenverkehrs nur möglich ist, wenn
Strom und alternative Kraftstoffe aus regenerativen Energiequellen
erzeugt werden. Dazu ist der Ausbau der regenerativen Quellen und die
Anpassung der Versorgungsnetze nötig.

Weitere Informationen zur aktuellen Klima-Studie gibt es unter
www.adac.de/klimabilanz

Pressekontakt:
ADAC Newsroom
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1765207

Erstellt von an 25. Okt 2019. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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