Betriebswasser braucht Qualität, die man messen kann

Aufbereitetes Grauwasser kann in Wohnquartieren, Hotels und Gewerbebauten einen Teil des Trinkwassers ersetzen. Doch der Nutzen hängt an einer Bedingung: Das Betriebswasser muss an jedem Tag einwandfrei sein. Die Dehoust GmbH aus Leimen setzt deshalb bei ihrem Flaggschiff, der Baureihe GWtec®, auf eine physikalische Barriere, eine durchgängige Leistungsüberwachung und auf Wunsch eine laufende Messung der Wasserqualität.

Gutes Wasser für den zweiten Einsatz

Duschen, Badewannen, Waschtische und Waschmaschinen liefern jeden Tag große Mengen gering verschmutzten Wassers. Aufbereitet kann es die WC-Spülung, die Waschmaschine und die Bewässerung versorgen. Allein die Toilettenspülung braucht im Haushalt rund 27 % des Trinkwassers, so die Wasserstatistik des BDEW. Mit Betriebswasser lassen sich je nach Gebäudetyp, Nutzung und Belegung bis zu 30 % des Trinkwasserbedarfs eines Gebäudes ersetzen. Trinkwasser und Abwasser kosten in Deutschland zusammen rund 4 bis 6 € je Kubikmeter, mit großen regionalen Unterschieden. Wie schnell sich eine Anlage rechnet, hängt deshalb von den örtlichen Wasser- und Abwassergebühren ab.

Akzeptiert wird Betriebswasser aber nur, wenn es klar, geruchlos und hygienisch sicher ist. Schon eine trübe Spülung oder ein muffiger Geruch reicht, um das Vertrauen der Nutzer zu verspielen. Und das Vertrauen ist schwerer zurückzugewinnen als jeder Kubikmeter Wasser.

Die Norm gibt den Rahmen, die Qualität liefert die Anlage

Die DIN EN 16941-2 regelt Planung, Bau und Wartung von Anlagen, die behandeltes Grauwasser für WC-Spülung, Gartenbewässerung und das Waschen von Wäsche bereitstellen. Verbindliche europäische Grenzwerte enthält sie nicht, ihr Anhang D ist informativ. Die Verantwortung für die Wasserqualität liegt damit bei Hersteller, Planer und Betreiber. Umso wichtiger ist ein Verfahren, das seine Leistung nicht nur verspricht, sondern Tag für Tag nachweist. Alle Grauwasseranlagen von Dehoust erreichen oder übertreffen die Vorgaben der DIN EN 16941-2.

Drei Stufen und eine feste Barriere

Die Anlagen der Baureihe Dehoust GWtec® arbeiten dreistufig: mechanische Vorreinigung, biologische Stufe und Ultrafiltration. Das Grauwasser läuft über einen Grobfilter in den belüfteten Sammeltank und von dort in den belüfteten Filtrationstank. Die Hohlfasermembran der Ultrafiltration hat eine Porengröße von 0,02 µm (20 nm). Sie hält Schwebstoffe und Bakterien zurück, ohne dass Chemikalien zugesetzt werden.

Wie vorgeschrieben erfolgt die Trinkwassernachspeisung über einen freien Auslauf nach EN 1717, Flüssigkeitskategorie 5. Damit bleibt das Trinkwassernetz sicher vom Betriebswasser getrennt. Betriebswasser ist kein Trinkwasser, Leitungen und Entnahmestellen sind entsprechend zu trennen und zu kennzeichnen.

Leistung immer im Blick, Wasserqualität auf Wunsch laufend gemessen

Jede GWtec® erfasst ihre Leistungsdaten dauerhaft und zeigt sie am Touchpanel direkt an der Anlage an: Betriebszustände, aufbereitete Mengen und Meldungen. So sieht der Betreiber jederzeit, ob die Anlage arbeitet, wie sie soll.

Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen bietet Dehoust als Zusatzpaket eine Sensorik zur kontinuierlichen Messung der Wasserqualität an. Sie überwacht die Barrieren einzeln, etwa die Trübung nach der Ultrafiltration mit einem Betriebsfenster von höchstens 0,15 NTU. Verlässt ein Wert sein Fenster, stoppt die Anlage die Abgabe von Betriebswasser und speist Trinkwasser nach. Die Nutzer merken davon nichts, die WC-Spülung funktioniert weiter.

DehoustConnect: die Anlage in der App und im Browser

Mit DehoustConnect sehen Betreiber, Haustechniker und Servicepartner alle Betriebsdaten live, in der App ebenso wie im Webportal. Störungen werden sofort gemeldet. So lässt sich ein Serviceeinsatz planen, bevor aus einer Meldung ein Problem wird. Über Modbus oder BACnet stehen die Anlagendaten zudem der Gebäudeleittechnik zur Verfügung, dazu kommt ein potentialfreier Alarmausgang.

Die Webversion enthält ein Dashboard für die ESG-Berichterstattung. Es zeigt die gemessenen eingesparten Trinkwasser- und Abwassermengen sowie die Verfügbarkeit der Anlage und stellt die Daten als exportierbare Nachweise bereit. Das hilft bei Gebäudezertifizierungen wie DGNB oder BREEAM und bei der Berichterstattung nach EU-Taxonomie und CSRD.

Die Verbindung ist abgesichert: Die Daten laufen verschlüsselt ausschließlich über Server von Dehoust, eine Portweiterleitung im Gebäudenetz ist nicht nötig.

Wichtig für die Planung: Für App und Webportal braucht die Anlage eine Internetverbindung. Für Bedienung und Betrieb ist sie nicht notwendig. Die GWtec® arbeitet ohne Internet vollständig weiter und wird direkt am Touchpanel bedient.

Dass das Verfahren auch unter strengen Prüfbedingungen besteht, hat die GWtec® zudem in einer unabhängigen Prüfung nach dem US-Standard NSF/ANSI 350 gezeigt. In Europa ersetzt das keine örtliche Genehmigung, ist aber ein belastbarer Beleg für die Leistungsfähigkeit der Technik.

Von 500 Litern bis 30 Kubikmetern am Tag

Die Baureihe GWtec® ist das Flaggschiff im Grauwasserprogramm von Dehoust. Mit den Baugrößen 140 bis 640 deckt sie Tagesleistungen von 2 bis 30 m³ ab, größere Anlagen werden projektbezogen ausgelegt. Die trocken stehenden Membranen brauchen wenig Raumhöhe über den Behältern. Damit eignet sich die GWtec® auch für den Einbau in bestehende Technikräume.

Für kleinere Objekte bietet Dehoust die Baureihe GWM CONNECT an. Sie ist für Aufbereitungsleistungen von rund 500 bis 2.500 Litern am Tag ausgelegt, etwa für kleinere Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte. Auch die GWM arbeitet mit einer Ultrafiltrationsmembran, wird über ein Touchdisplay bedient und lässt sich in DehoustConnect einbinden. Ab rund 2.500 Litern am Tag empfiehlt Dehoust die GWtec®.

Mehr als Grauwasser

Grauwasserrecycling ist ein Baustein im dezentralen Betriebswassermanagement von Dehoust. Zum Programm gehören außerdem:

RWtec® für die Regenwassernutzung: vom Regenmanager® für die Versorgung im Gebäude bis zur Aufbereitungsanlage für höher belastetes Regen- und Oberflächenwasser von Höfen, Parkdecks oder Regenauffangbecken.

Sicherheitstrennstationen: Sie trennen das Trinkwassernetz über einen freien Auslauf vom Betriebswasser und versorgen die Verbraucher mit dem nötigen Druck.

GOtec® für Prozesswasser: Waschwasser von Fahrzeug- und Maschinenwaschplätzen wird im Kreislauf aufbereitet, projektbezogen auch Abflutwasser aus Verdunstungskühlanlagen.

Wärmerückgewinnung: Als Option zur GWtec® wird über einen Wärmeübertrager Wärme aus dem aufbereiteten Betriebswasser zurückgewonnen, etwa in Hotels oder Wäschereien.

Behälter und Speicher aus eigener Fertigung: Kunststofftanks für Grauwasser, Regenwasser und Betriebswasser sowie Wärme- und Kältespeicher aus Stahl.

Die Anwendungen reichen vom Wohnquartier über Hotels, Sportstätten und Wäschereien bis zu Gewerbe- und Industriebetrieben. Auch die GWM CONNECT, die Regenwasseranlagen und die Trennstationen lassen sich über DehoustConnect überwachen. Mehr unter https://www.dehoust.com/261031P

Erfahrung aus über 30 Jahren

„Betriebswasser ist kein Wasser zweiter Klasse. Die Menschen im Gebäude müssen sich jeden Tag darauf verlassen können“, sagt Andreas Bichler, CEO der Dehoust GmbH. „Deshalb zeigt jede GWtec® ihre Leistung offen an, an der Anlage, in der App und im Browser. Und wer die Wasserqualität zusätzlich laufend messen will, bekommt das als Paket dazu.“

Dehoust beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Grauwasserrecycling und seit über 35 Jahren mit dezentralem Betriebswassermanagement. Gewerbliche Bauherren können für ihre Anlage noch das KfW-Umweltprogramm 240/241 nutzen. Die Förderrichtlinie ist bis zum 31. Dezember 2026 befristet, der Antrag muss vor Abschluss des Liefervertrags über die Hausbank gestellt werden.

Die Dehoust GmbH mit Sitz in Leimen ist ein Familienunternehmen und seit fast 70 Jahren Hersteller von Behältern und Systemen für Wasser und Wärme. Seit über 30 Jahren entwickelt und fertigt Dehoust Anlagen für das Grauwasserrecycling. Zum Programm gehören Grauwasseranlagen GWtec®, Regenwasseranlagen RWtec®, Prozesswasseranlagen GOtec®, Wärme- und Kältespeicher sowie Lagerbehälter aus Kunststoff, Stahl und Edelstahl. Gefertigt wird in eigenen Werken in Deutschland: in Leimen, Nienburg/Weser und Heidenau. Energie. Wärme. Wasser.

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