Zum Start in die Heizsaison: Feuerstätte prüfen!

Wenn die Abende kühler werden, beginnt für viele wieder die Zeit von Kaminofen, Heizkamin oder Kachelofen. Vor dem Start in die Heizsaison empfiehlt sich eine gründliche Reinigung und Prüfung der Feuerstätte. Brennraum, Türdichtungen, Sichtscheibe, Luftzufuhr und Rauchrohr müssen in Ordnung sein, bevor das Feuer wieder regelmäßig brennt. Auch der Brennstoffvorrat gehört dazu: Trockenes, zugelassenes Brennmaterial ist Voraussetzung für einen gleichmäßigen Abbrand. Darauf weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. hin.

Brennraum reinigen und Auskleidung prüfen

Vor dem ersten regelmäßigen Betrieb wird der Brennraum von Asche und Ruß befreit. Das gelingt mit Schaufel und Besen oder mit einem speziellen Aschesauger, dessen Filter für feinen Staub geeignet ist. Anschließend lohnt sich ein Blick auf die Feuerraumauskleidung. Kleine Haarrisse in Schamottesteinen oder Platten sind meist unproblematisch. Größere Beschädigungen oder herausgebrochene Stücke müssen dagegen ersetzt werden. Ersatzteile gibt es im Fachhandel.

Türdichtungen und Luftzufuhr kontrollieren

Undichte Türen können den Abbrand beeinträchtigen. Ein einfacher Test hilft: Ein Blatt Papier zwischen Tür und Ofen legen, die Tür schließen und vorsichtig am Papier ziehen. Lässt es sich leicht herausziehen, schließt die Tür nicht mehr bündig. Dann wird die Dichtung gemäß Herstelleranleitung oder durch einen Fachbetrieb ersetzt. Wichtig ist außerdem, dass Lufteinlässe, Rost und Aschekasten frei sind, damit ausreichend Verbrennungsluft in den Brennraum gelangt.

Rauchrohr und Schornstein prüfen

Der Schornstein wird nach der Kehrordnung regelmäßig durch den Schornsteinfeger gereinigt. Zusätzlich sollte vor der Heizsaison das Rauchrohr kontrolliert und gereinigt werden. Viele Ofenrohre verfügen über eine Revisionsklappe, über die sich Asche- und Rußreste entfernen lassen. Nach längerer Standzeit können Ablagerungen im Rauchrohr, Laub oder Vogelnester im Schornstein den Abzug behindern. Zieht der Rauch trotz gereinigtem Rauchrohr nicht richtig ab, ist der Schornsteinfeger der richtige Ansprechpartner.

Sichtscheibe und Aschekasten reinigen

Ablagerungen auf der Sichtscheibe lassen sich mit einem geeigneten Kaminofenreiniger, Trockenreinigungsschwamm oder einem handelsüblichen Glas- oder Fettreiniger entfernen. Wichtig ist außerdem ein leerer Aschekasten. Sammelt sich dort zu viel Asche, können Öffnungen für die Verbrennungsluft verdeckt werden. Der Rost im Brennraum wird zudem nicht mehr ausreichend gekühlt und kann sich durch die Hitze verformen.

Brennstoff prüfen und trocken lagern

Auch der Brennstoff gehört zum Saisoncheck. Der HKI empfiehlt Brennholz mit einer Holzfeuchte von unter 20 Prozent. Sie lässt sich mit einem einfachen Feuchtemessgerät kontrollieren. Trockenes Holz zündet besser, unterstützt höhere Brennraumtemperaturen und sorgt für einen gleichmäßigen Abbrand. Frisch geschlagenes Holz muss gespalten und an einem luftigen, vor Regen geschützten Ort zum Trocknen gelagert werden. Ofenfertiges Brennholz ist beim regionalen Brennholz-Fachhandel erhältlich und kann direkt genutzt werden. Dieser hilft auch bei Fragen rund um die Lagerung und zu den Brenneigenschaften unterschiedlicher Holzsorten weiter. Eine praktische Alternative sind Holzbriketts. Sie sind kompakt, lassen sich gut lagern und sind sofort einsetzbar. Weitere Informationen unter www.ratgeber-ofen.de und www.richtigheizenmitholz.de

Kontakt:

HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.
Thomas Schnabel
Referent Politik und Wirtschaft
Amelia-Mary-Earhart-Straße 12
D-60549 Frankfurt am Main
Tel.: +49 173 37 81 872
E-Mail: schnabel@hki-online.de

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