Die aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des europäischen Copernicus-Klimadienstes lassen keinen Zweifel: Auch der Sommer 2026 wird erneut Rekordtemperaturen bringen. Für Unternehmen, deren Produktion auf stabile Prozesstemperaturen angewiesen ist, bedeutet das erhöhten Handlungsdruck. Denn schon ein mehrstündiger Ausfall eines Kaltwassersatzes kann bei Außentemperaturen von 35 bis 40 °C Produktionsstillstände im fünf- bis sechsstelligen Wert verursachen – ob in der Kunststoffverarbeitung, der chemischen Industrie, in Rechenzentren, Brauereien, Druckereien oder in der pharmazeutischen Produktion. Die Deutsche Thermo veröffentlicht deshalb rechtzeitig zur Hitzesaison eine 7-Punkte-Checkliste und weist auf ihre Notfall-Hotline hin.
Die Lage: Prozesskältebedarf auf Rekordniveau
Die Nachfrage nach mobiler Prozesskälte zeigt nicht nur im Sommer Spitzen – auch das Grundniveau verschiebt sich kontinuierlich nach oben. Der Deutsche Thermo Mietkälte-Index für das erste Quartal (traditionell ein schwaches Quartal) hat sich seit 2022 mehr als verdoppelt: von 100 Punkten (Q1/2022) auf 238,10 Punkte im Q1/2026. In den Sommerquartalen werden regelmäßig Werte jenseits der 350er-Marke erreicht, mit einem Allzeit-Hoch von 385,71 Punkten im Q2/2023.
Der Grund: Steigende Außentemperaturen reduzieren die Leistungsfähigkeit fest installierter Rückkühler und Kaltwassersätze erheblich. Anlagen, die für Auslegungstemperaturen von 32 °C konzipiert wurden, geraten bei 38–40 °C an ihre physikalischen Grenzen – Produktionslinien drosseln, Maschinen schalten ab, Spritzgussformen oder Server überhitzen.
„Wir sehen eine klare Korrelation: Je heißer der Sommer, desto dramatischer der Peak bei Notfallanfragen. Betriebe, die erst reagieren, wenn der Kaltwassersatz bereits ausgefallen ist oder die fest installierte Prozesskühlung die geforderte Vorlauftemperatur nicht mehr hält, zahlen doppelt – durch Produktionsausfälle und durch Notfall-Preise für kurzfristig verfügbare Technik“, erklärt Johannes Partz, Geschäftsführer der Lindenfield GmbH, die das Portal Deutsche Thermo betreibt. „Unser Appell an die Industrie, die Pharma-Produktion und Rechenzentrums-Betreiber: Notfallpläne jetzt aufstellen, nicht erst im Juli.“
Deutsche Thermo hat einen praxiserprobten Leitfaden erstellt, der Unternehmen im Ernstfall Stunden Produktionsstillstand und fünfstellige Summen spart:
Ruhe bewahren und Prozessdaten dokumentieren – Vorlauf-/Rücklauftemperaturen, Druckwerte und Fehlermeldungen der Kälteanlage protokollieren. Jede Messung ist versicherungs- und gewährleistungsrelevant. Screenshots der Leitwarte mit Zeitstempel erstellen.
Kritische Prozesse identifizieren und priorisieren – Welche Maschinen oder Linien müssen zwingend weiterlaufen (z. B. Reaktoren, Server, Spritzgussanlagen mit laufender Charge)? Welche Prozesse können kontrolliert heruntergefahren werden, um die Restkälteleistung zu konzentrieren?
Vorlauftemperatur und Volumenstrom anpassen – Wenn die Anlage die Soll-Temperatur nicht mehr hält, kann ein temporäres Anheben der Vorlauftemperatur um 1–2 K oft den Totalausfall verhindern, bis mobile Kälte eintrifft. Rücksprache mit der Produktion ist Pflicht.
Notfall-Hotline anrufen – Deutsche Thermo bietet eine bundesweite Notkälte-Rufnummer für mobile Kaltwassersätze und Prozesskühler unter 0221 96880453 an. Verfügbar sind Geräte von 20 kW bis über 1,5 MW Kälteleistung je Kältemaschine.
Stromanschluss, Stellfläche und Hydraulik prüfen – Für mobile Kaltwassersätze müssen ausreichend Strom (häufig 63–400 A CEE), Aufstellfläche im Freien sowie Anschlussmöglichkeiten an den hauseigenen Kältekreis (Vor-/Rücklauf, ggf. Übergabewärmetauscher) vorhanden sein. Reicht der Stromanschluss nicht aus, können Stromerzeuger dazugemietet werden.
Benötigte Kälteleistung überschlägig berechnen – Für komplexe Anwendungen (Spritzguss, Rechenzentrum, Reaktorkühlung) steht online ein Prozesskälte-Rechner zur Verfügung.
Redundanz vertraglich absichern – Wer einmal betroffen war, sollte eine schriftliche SLA-Vereinbarung mit einem Mietkälte-Dienstleister abschließen oder direkt eine dauerhafte Redundanz mieten oder kaufen.
Pressekontakt:
Johannes Partz
Lindenfield GmbH
www.lindenfield.de
johannes.partz@lindenfield.de
T: +49 221 98651221
M: +49 178 2329256
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