Deutsche Umwelthilfe zur Sammelkrise von Elektroschrott: „Hersteller vollständig zur Verantwortung ziehen“

Mit knapp 920.000 Tonnen wurden 2024 in Deutschland lediglich 28,7 Prozent des Elektroschrotts gesammelt. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Dabei sind 65 Prozent gesetzlich vorgeschrieben. Auch die Wiederverwendungsquote ist mit lediglich 1,9 Prozent katastrophal niedrig. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von Bundesumweltminister Schneider eine Neugestaltung des Elektrogesetzes, damit Hersteller zukünftig gesetzliche Sammel-, Recycling- und Wiederverwendungsziele einhalten müssen.

Dazu Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:

„Die Elektroschrott-Sammlung steckt in der Sackgasse. Während in Deutschland jährlich mehr als drei Millionen Tonnen neue Elektrogeräte über die Ladentheke gehen, reißt Deutschland bereits zum sechsten Mal in Folge die EU-Sammelvorgabe. So gehen wertvolle Ressourcen für ein Recycling verloren, die Umwelt wird mit Schadstoffen belastet und es werden vermeidbare Brände in Entsorgungsanlagen ausgelöst. Die katastrophal niedrigen Sammelzahlen sind ein unmissverständliches Signal an Umweltminister Carsten Schneider, Hersteller endlich vollständig für die Sammlung und Entsorgung von Elektroschrott zur Verantwortung zu ziehen. Durch einen Systemwechsel zu einer vollständigen Herstellerverantwortung könnten hierzulande jährlich bis zu 810.000 Tonnen Rohstoffe im Wert von über zwei Milliarden Euro zusätzlich zurückgewonnen und bis zu 39.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das zeigt eine von uns beim Sachverständigenbüro cyclos und dem Öko-Institut in Auftrag gegebene Studie.“

Link:

Von der DUH beim Öko-Institut und cyclos in Auftrag gegebene Studie zur Weiterentwicklung des Elektrogesetzes: https://l.duh.de/p250908

Pressekontakt:

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de

DUH-Newsroom:

030 2400867-20, presse@duh.de

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