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Qualitätsstandard des Exzellenznetzwerks DERlab für Outdoor-Tests erlaubt zuverlässigen Vergleich von Photovoltaik-Modulen





Mit dem Standard vereinheitlichen die Projektpartner des Exzellenznetzwerks DERlab (Distributed Energy Resources Laboratories) Langzeitmessungen von Solarmodulen unter realen Bedingungen auf internationaler Ebene.

Bis zum 20. September nimmt DERlab Kommentare entgegen. Anfang Oktober veröffentlicht das Netzwerk den Standard.

Reale Erträge messen

„Der Bedarf an Messungen unter realen Bedingungen steigt. Darauf haben wir mit dem neuen Standard reagiert“, erklärt Professor Nikos Hatziargyriou, Chairman des DERlab-Workshops. Der Standard bietet mit der Langzeitmessung des tatsächlichen Energieertrags ein Verfahren zur energetischen Bewertung von Photovoltaikmodulen außerhalb der Laborbedingungen.

Nach dem neuen Teststandard werden jeweils zwei Module mindestens ein Jahr lang parallel in Feldtests vermessen. Ein drittes, im Dunkeln gelagertes Modul dient als Vergleich. Die Messkarte zeichnet alle 15 Sekunden den Strom und die Spannung im optimalen Arbeitspunkt des Solarmoduls auf. Außerdem misst sie die Bestrahlungsstärke und die Modultemperatur und erfasst die gesamte Strom/Spannungskennlinie.

„Mit dem neuen Standard schafft DERlab ein einheitliches Messverfahren, mit dem der Ertrag von Solarmodulen standortspezifisch an unterschiedlichen Orten und klimatischen Bedingungen direkt verglichen werden kann“, erläutert Roland Bründlinger, Vorsitzender des DERlab Vorstands. „Während die IEC-Normen speziell die Leistungsfähigkeit der einzelnen Systemkomponenten von Solarstromanlagen berücksichtigen, ist unser Ziel, das gesamte System als Einheit charakterisieren zu können. Daher wollen wir auch in Kürze den Wechselrichter mit einbeziehen.“

Das Exzellenznetzwerk DERlab

In dem von der Europäischen Kommission geförderten Exzellenznetzwerk DERlab entwickelt das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) aus Kassel zusammen mit seinen Projektpartnern seit 2005 gemeinsame Anforderungen und Qualitätskriterien für den Anschluss und den Betrieb von dezentralen Stromerzeugern. Mit der Gründung des Vereins DERlab e.V. in Kassel 2008 haben die Projektpartner die weitere Zusammenarbeit auch nach Ablauf des sechsjährigen Forschungsprojekts besiegelt. Die Mitglieder des Vorstandes sind Roland Bründlinger (AIT), Dr. Philipp Strauss (Fraunhofer IWES), Peter Vaessen (KEMA), Prof. Graeme Burt (University of Strathclyde) und Maria-Luciana Rizzi (RSE). Zu den Partnern zählen: Fraunhofer IWES (Deutschland), University of Manchester (UK), KEMA (Niederlande), LABEIN-Tecnalia (Spanien), RISOE DTU (Dänemark), AIT (Österreich), NTUA (Griechenland), RSE (Italien), CEA (Frankreich), TU Sofia (Bulgarien), TU Lodz (Polen), University of Strathclyde (UK), K.U.Leuven for EnergyVille (Belgien), VTT Technical Research Centre (Finnland), University of Luxembourg (Luxemburg), Sandia National Laboratories (USA).

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Erstellt von an 2. Sep 2011. geschrieben in Photovoltaik, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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