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Postcode Lotteries Green Challenge – Deutsche Gründer bei internationalem Nachhaltigkeitswettbewerb (AUDIO)





Anmoderationsvorschlag: Bereits zum 14. Mal veranstaltet der Soziallotterieverbund der Postcode Lotterien die Green Challenge – einen der weltweit größten, jährlichen Nachhaltigkeitswettbewerbe. Bewerben können sich jedes Jahr grüne Startups, die mit ihrer Geschäftsidee gegen den Klimawandel kämpfen und so einen Beitrag zu einem nachhaltigen Planeten leisten. Dieses Jahr gab es 650 internationale Bewerbungen – und ein deutsches Startup hat es auch ins Finale geschafft. Wir sprechen jetzt mit Daniel Schwaag vom Startup Made of Air aus Berlin, hallo!

Begrüßung: “Ja hallo, ich grüße Sie!”

1. Herr Schwaag, “Made of Air” – das klingt ja fast schon poetisch. Was steckt dahinter?

O-Ton 1 (Daniel Schwaag, 16 Sek.): “Der Name bezeichnet den Moment, wenn man wirklich zum ersten Mal versteht, dass ein Baum seine Masse zum größten Teil aus der Luft gewinnt und das ist eben dann auch symbolisch für so eine Umkehrung unserer Sichtweise, was Ressourcen angeht. Dass Ressourcen eben nicht nur aus dem Boden kommen können, sondern auch aus der Luft.”

2. Sie ziehen nun CO2 als Ressource aus der Luft, das ja aber eigentlich über die Pflanzen abgebaut wird, oder?

O-Ton 2 (Daniel Schwaag, 21 Sek.): “Der Zyklus der Natur ist natürlich eine wunderbare Sache – funktioniert aber nur, wenn man ein Gleichgewicht hat. Wir haben ja jetzt eben kein Gleichgewicht, sondern einen Überschuss an CO2. Und dieser Kreislauf, der würde eben nicht reichen, um das CO2 langfristig aus der Atmosphäre wieder zu entziehen. Und diesen Überschuss an Co2 möchten wir als Ressource erschließen.”

3. Wie muss man sich das genau vorstellen?

O-Ton 3 (Daniel Schwaag, 28 Sek.): “Dieses CO2 wird am besten gebunden von den Pflanzen durch die Fotosynthese. Die binden erst mal das CO2 in Form von Kohlenstoff in der Biomasse. Wir nehmen dann diese Biomasse und backen sozusagen alles raus aus der Biomasse, was eben nicht Kohlenstoff ist, also das C im CO2, und erhalten dadurch eine extrem haltbare Form von Kohlenstoff, die wir dann als Pulver und Füller in Produkte mit einmischen.”

4. In welche Produkte zum Beispiel?

O-Ton 4 (Daniel Schwaag, 18 Sek.): “Im Moment fangen wir an mit thermoplastischen Compounds, also sozusagen Materialien, die sich wie Kunststoffe verhalten. Das heißt, wir können aus diesen Materialien auch quasi alles machen, was man aus Kunststoff macht – zum Beispiel Sonnenbrillen, Möbel und Fassadenprodukte und Bauprodukte.”

5. Und verändern sich die Produkteigenschaften dann ?

O-Ton 5 (Daniel Schwaag, 18 Sek.): “Man kann ohne Probleme in bestehende Produkte 10-15 Prozent beimischen, ohne die wesentlichen Eigenschaften der Produkte zu verändern und insoweit anreichern mit Kohlenstoff, dass kohlenstoffnegativ sind. Das heißt, wenn man sie herstellt, verbraucht man mehr CO2 als man während der Produktion emittiert.”

Daniel Schwaag vom Startup “Made of Air” zur Green Challenge 2020. Vielen Dank für das Gespräch!

Verabschiedung: “Ja, vielen Dank für das Gespräch.”

Abmoderationsvorschlag: Über eine Million Euro und sechs Monate Expertencoaching gehen an die sechs Finalisten der Green Challenge – einer der größten internationalen Nachhaltigkeitswettbewerbe für grüne Startups – veranstaltet von den Postcode Lotterien. Am 1. September werden die Finalisten bekanntgegeben. Alle Nominierten und Infos finden Sie unter greenchallenge.info. Seid ihr ein grünes Startup? Dann bewerbt euch ab dem 1. März 2021 für die Postcode Lotteries Green Challenge.

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Anmoderationsvorschlag: Bereits zum 14. Mal veranstaltet der Soziallotterieverbund der Postcode Lotterien die Green Challenge – einen der weltweit größten, jährlichen Nachhaltigkeitswettbewerbe. Bewerben können sich jedes Jahr grüne Startups, die mit ihrer Geschäftsidee gegen den Klimawandel kämpfen und so einen Beitrag zu einem nachhaltigen Planeten leisten. Dieses Jahr gab es 650 internationale Bewerbungen. Darunter auch das Chemie-Startup Sulfotools aus Darmstadt. Wir sprechen mit der Gründerin Christina Uth, hallo!

Begrüßung: “Hallo!”

1. Frau Uth, sie führen ein Chemie-Startup. Das verbindet man im ersten Moment nicht unbedingt mit Umweltfreundlichkeit. Warum ist Ihr Startup aber sehr umweltfreundlich und nachhaltig?

O-Ton 1 (Christina Uth, 24 Sek.): “Ja, das stimmt natürlich, aber wir bei Sulfotools haben eine neue Herstellungsmethode für sogenannte Peptide entwickelt. Und damit können wir bisher benötigte, giftige Lösungsmittel in der Herstellung durch Wasser ersetzen. Und dadurch können wir nicht nur die Kosten reduzieren, sondern auch die Menge an Sondermüll und auch große Mengen CO2 einsparen. Deshalb ist es sehr viel umweltfreundlicher als der bisherige Prozess.”

2. Wo werden denn diese Peptide verwendet und wie werden sie aktuell hergestellt?

O-Ton 2 (Christina Uth, 25 Sek.): “Peptide sind kleine Moleküle, die verschiedene biologische Eigenschaften haben. Sie werden hauptsächlich in der Krebstherapie eingesetzt oder auch in Kosmetika, insbesondere da in Anti-Aging-Produkten aber auch in Nahrungsergänzungsmitteln. Bisher werden sie hergestellt natürlich chemisch und bei der Herstellung werden aber jährlich zehntausende Tonnen von giftigen Lösungsmitteln verbraucht, die natürlich auch eine Gefährdung für Mensch und Umwelt darstellen.”

3. Wie kamen Sie auf diese Idee?

O-Ton 3 (Christina Uth, 15 Sek.): “Das war tatsächlich eine Zufallsentdeckung von meinem Kollegen und Mitgründer Sascha Knauer, der während seiner Doktorarbeit was anderes erforscht hat und quasi einen Experimentenunfall hatte und dadurch eben diesen neuen Grundbaustein unserer Technologie entdeckt hat.”

Christina Uth vom Chemie-Startup Sulfotools zur Green Challenge 2020. Vielen Dank für das Gespräch!

Verabschiedung: “Ja, vielen Dank, tschüss!”

Abmoderationsvorschlag: Über eine Million Euro und sechs Monate Expertencoaching gehen an die sechs Finalisten der Green Challenge – einer der größten internationalen Nachhaltigkeitswettbewerbe für grüne Startups – veranstaltet von den Postcode Lotterien. Am 1. September werden die Finalisten bekanntgegeben. Alle Nominierten und Infos finden Sie unter greenchallenge.info. Seid ihr ein grünes Startup? Dann bewerbt euch ab dem 1. März 2021 für die Postcode Lotteries Green Challenge.

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Anmoderationsvorschlag: Bereits zum 14. Mal veranstaltet der Soziallotterieverbund der Postcode Lotterien die Green Challenge – einen der weltweit größten, jährlichen Nachhaltigkeitswettbewerbe. Bewerben können sich jedes Jahr grüne Startups, die mit ihrer Geschäftsidee gegen den Klimawandel kämpfen und so einen Beitrag zu einem nachhaltigen Planeten leisten. Dieses Jahr gab es 650 internationale Bewerbungen. Darunter auch das Startup SeedForward aus Osnabrück. Wir sprechen mit dem Gründer Jakob Bussmann, hallo!

Begrüßung: “Moin, hallo!”

1. Herr Bussmann, Ihr Thema ist die Landwirtschaft. Was machen Sie genau?

O-Ton 1 (Jakob Bussmann, 45 Sek.): “Wir als SeedForward entwickeln Produkte für eine regenerative Landwirtschaft. Das bedeutet, wir wollen synthetische Chemie soweit wie möglich reduzieren, neue Anbauverfahren etablieren, um in Zukunft, auch unter Klimawandelbedingungen weiter erfolgreich wirtschaften zu können. Klassisch wird Saatgut mit chemischen Substanzen ummantelt, um es vor Schädlingen, die im Boden oder im Saatgut vorhanden sind, zu schützen. Viele dieser Substanzen wurden verboten von der EU. Und was wir eben machen, ist, genau für diese verbotenen Substanzen Alternativen zu schaffen. Wir ummanteln das Saatgut mit unseren biologischen Alternativen, die dafür sorgen, dass die Pflanze besser wächst, dass die Wurzeln sich besser entwickeln und dass die Pflanze auch unter extremen Bedingungen ihr Potenzial entfalten kann.”

2. Was heißt biologische Alternativen?

O-Ton 2 (Jakob Bussmann, 36 Sek.): “Wir arbeiten mit bestimmten Mikroorganismen, mit bestimmten Pflanzenextrakten, mit passenden Hormonen, die aber alle natürlich hergestellt werden und komplett biobasiert sind. Auch, wenn es sich um Bioprodukte handelt, ist es

nach wie vor, rein naturwissenschaftlich betrachtet, Chemie – aber es sind eben nicht synthetisierte Substanzen, sondern wir verwenden eben biobasierte, komplexere Substanzen, die verträglicher sind, die gut abgebaut werden können und die auch nachweislich nur positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Umgebung haben, wo sie eingesetzt werden.”

3. Und wo kann man sie einsetzen?

O-Ton 3 (Jakob Bussmann, 38 Sek.): “Wir machen in der Tat auch Versuche im Heimgärtnerbereich mit verschiedenen Saatgutanbietern, die diese Produkte in Zukunft auch in den Baumarkt bringen wollen. Unser Fokus ist jedoch da, wo wir den größten Impact erzielen können und das ist aus unserer Sicht erst mal die große industrielle Landwirtschaft, wo wir mit unseren Produkten einen Weg schaffen, den Einsatz von synthetischer Chemie zu reduzieren und sich zukunftsfähiger aufzustellen mit dem Betrieb. Das kann sowohl sein aktuell in der Kultur Mais oder Getreide aber wir arbeiten bereits auch mit verschiedenen Gemüsebetrieben zusammen – bis hin eben zur Faserhanf-Produktion zum Beispiel.”

4. Wie sehen Ihre Visionen aus? Was wäre Ihr Traum?

O-Ton 4 (Jakob Bussmann, 27 Sek.): “Wir haben als Gründer für uns sehr klar definiert, dass wir ein familien- und mitarbeiterbesessenes Unternehmen aufbauen wollen. Und mit diesem Familienunternehmen haben wir uns das Ziel gesetzt, die Landwirtschaft nachhaltig positiv zu beeinflussen, neue Wege aufzuzeigen, wie wir auch in Zeiten von Klimawandel unsere Ernährung sicherstellen können und im Idealfall in der Landwirtschaft eben klimapositiv zu arbeiten.”

Jakob Bussmann vom Startup SeedForward zur Green Challenge 2020. Vielen Dank für das Gespräch!

Verabschiedung: “Herzlichen Dank!”

Abmoderationsvorschlag: Über eine Million Euro und sechs Monate Expertencoaching gehen an die sechs Finalisten der Green Challenge – einer der größten internationalen Nachhaltigkeitswettbewerbe für grüne Startups – veranstaltet von den Postcode Lotterien. Am 1. September werden die Finalisten bekanntgegeben. Alle Nominierten und Infos finden Sie unter greenchallenge.info. Seid ihr ein grünes Startup? Dann bewerbt euch ab dem 1. März 2021 für die Postcode Lotteries Green Challenge.

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Anmoderationsvorschlag: Bereits zum 14. Mal veranstaltet der Soziallotterieverbund der Postcode Lotterien die Green Challenge – einen der weltweit größten, jährlichen Nachhaltigkeitswettbewerbe. Bewerben können sich jedes Jahr grüne Startups, die mit ihrer Geschäftsidee gegen den Klimawandel kämpfen und so einen Beitrag zu einem nachhaltigen Planeten leisten. Dieses Jahr gab es 650 internationale Bewerbungen. Darunter auch das GreenTec-Startup ECOFARIO aus München. Wir sprechen mit dem Gründer Sebastian Porkert, hallo!

Begrüßung: “Hallo!”

1. Herr Porkert, Sie beschäftigen sich mit dem Thema Mikroplastik – warum?

O-Ton 1 (Sebastian Porkert, 21 Sek.): “Was unsere Technologie so einzigartig macht, ist eigentlich sehr einfach zu beschreiben. Wir filtern Mikroplastik ohne einen echten Filter zu verwenden. Wir erzeugen einen extrem starken Wasserwirbel in unseren Bauteilen, und dieser Wirbel schleudert das Mikroplastik ins Zentrum des Wirbels. Dort trennen wir es vom sauberen Wasser und erhalten somit mikroplastik- und schadstofffreies Abwasser in der Kläranlage.”

2. Wo ist dieses Verfahren überall anwendbar?

O-Ton 2 (Sebastian Porkert, 11 Sek.): “Die Technologie basiert dabei auf dem Hydrozyklon-Prinzip und ist extrem einfach zu skalieren. Wir können somit kleine Kläranlagen oder auch große Kläranlagen ausstatten oder sogar Prozesswasserkreisläufe in der Industrie.”

Sebastian Porkert vom Green-Tec-Startup ECOFARIO zur Green Challenge 2020. Vielen Dank für das Gespräch!

Verabschiedung: “Herzlichen Dank und schöne Grüße aus München!”

Abmoderationsvorschlag: Über eine Million Euro und sechs Monate Expertencoaching gehen an die sechs Finalisten der Green Challenge – einer der größten internationalen Nachhaltigkeitswettbewerbe für grüne Startups – veranstaltet von den Postcode Lotterien. Am 1. September werden die Finalisten bekanntgegeben. Alle Nominierten und Infos finden Sie unter greenchallenge.info. Seid ihr ein grünes Startup? Dann bewerbt euch ab dem 1. März 2021 für die Postcode Lotteries Green Challenge.

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Anmoderationsvorschlag: Bereits zum 14. Mal veranstaltet der Soziallotterieverbund der Postcode Lotterien die Green Challenge – einen der weltweit größten, jährlichen Nachhaltigkeitswettbewerbe. Bewerben können sich jedes Jahr grüne Startups, die mit ihrer Geschäftsidee gegen den Klimawandel kämpfen und so einen Beitrag zu einem nachhaltigen Planeten leisten. Dieses Jahr gab es 650 internationale Bewerbungen. Darunter auch das Mode-Startup circular.fashion aus Berlin. Wir sprechen mit der Gründerin Ina Budde, hallo!

Begrüßung: “Ja hallo, grüße Sie!”

1. Frau Budde, Sie beschäftigen sich mit der Nachhaltigkeitsproblematik in der Modeindustrie. Welches Problem gibt es denn da genau?

O-Ton 1 (Ina Budde, 25 Sek.): “Zum Glück werden auf jeden Fall mehr als die Hälfte der Produkte erst mal wiederverwendet, weil sie noch in einem Zustand sind, dass sie wiederverwendet werden können. Allerdings, wenn sie nicht mehr tragbar sind, können die Altkleidersortierer sehr schwierig nur herausfinden, um welche Materialzusammensetzung es sich handelt und ob sie sich für das Recycling eignen. Und deswegen werden auch sehr viele Produkte geschreddert und landen beispielsweise in Autositzen als Füllmaterial oder ähnlichem aber nicht wieder als Ressource für Mode einsetzbar.”

2. Wie kann man diesen Zustand ändern?

O-Ton 2 (Ina Budde, 20 Sek.): “Die Herausforderungen sind auf jeden Fall vielseitig. Die erste ist: Produkte müssen von Anfang an recyclingfähig gestaltet werden. Zweitens, die Kunden müssen natürlich auch wissen, wo sie Produkte zurückgeben können. Und Altkleidersortierer müssen auch erkennen können, ob es sich um ein recyclingfähiges Produkt handelt und zu welchem Recycler sie dies leiten müssen, damit der Kreislauf geschlossen werden kann.”

3. Und wie sieht Ihre Lösung konkret aus?

O-Ton 3 (Ina Budde, 37 Sek.): “Wir haben eine Plattform entwickelt, die Modemarken dabei unterstützt, Produkte wirklich von Anfang an kreislauffähig zu gestalten und auch alle Materialinformationen über ein Produkt auf der –Circularity– abzuspeichern. Die Circularity-ID ist im Prinzip ein scanbarer Code, der im Kleidungsstück sich befindet. Und Kunden können dieses scannen mit dem Smartphone und erfahren, wo sie dieses Produkt auch zurückgeben können für die Wiedernutzung un das Recycling. Und unsere Partner, die Altkleidersortierer, können die ID ebenfalls scannen und erfahren, zu welchem Recycler sie dies leiten müssen, damit wirklich aus diesem Produkt eine neue Faser werden kann und so eben der Kreislauf geschlossen werden kann.”

Ina Budde vom Modestartup circular.fashion zur Green Challenge 2020. Vielen Dank für das Gespräch!

Verabschiedung: “Sehr gern. Vielen Dank!”

Abmoderationsvorschlag: Über eine Million Euro und sechs Monate Expertencoaching gehen an die sechs Finalisten der Green Challenge – einer der größten internationalen Nachhaltigkeitswettbewerbe für grüne Startups – veranstaltet von den Postcode Lotterien. Am 1. September werden die Finalisten bekanntgegeben. Alle Nominierten und Infos finden Sie unter greenchallenge.info. Seid ihr ein grünes Startup? Dann bewerbt euch ab dem 1. März 2021 für die Postcode Lotteries Green Challenge.

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Anmoderationsvorschlag: Bereits zum 14. Mal veranstaltet der Soziallotterieverbund der Postcode Lotterien die Green Challenge – einen der weltweit größten, jährlichen Nachhaltigkeitswettbewerbe. Bewerben können sich jedes Jahr grüne Startups, die mit ihrer Geschäftsidee gegen den Klimawandel kämpfen und so einen Beitrag zu einem nachhaltigen Planeten leisten. Dieses Jahr gab es 650 internationale Bewerbungen. Darunter auch das Startup betteries aus Berlin. Wir sprechen mit dem Gründer Rainer Hoenig, hallo!

Begrüßung: “Hallo!”

1. Herr Hoenig, mit Ihrem Startup betteries geben Sie Batterien aus Elektrofahrzeugen ein zweites Leben. Erklären Sie doch bitte das Prinzip!

O-Ton 1 (Rainer Hoenig, 18 Sek.): “Bei betteries dreht sich wirklich alles um das Upcycling dieser wertvollen Speicher. Also der Automobilhersteller übergibt uns am Ende der Erstnutzung die Batteriepacks – sie haben dann immer noch zirka 70 Prozent ihrer ursprünglichen Speicherfähigkeit und können wirklich drei bis zehn Jahre weiter produktiv genutzt werden. Sie sind also wirklich viel zu schade zum Wegwerfen.”

2. Was genau machen Sie dann?

O-Ton 2 (Rainer Hoenig, 15 Sek.): “Wir nehmen diese Batteriespeicher, prüfen sie und bauen daraus kleine, modulare und mobile aber vor allem sehr kostengünstige Energiespeicher, die in Entwicklungsländern, aber eben auch bei uns hier in Europa, als Teil der Energiewende sehr vielfältig eingesetzt werden können.”

3. Geben Sie doch bitte ein paar Beispiele!

O-Ton 3 (Rainer Hoenig, 23 Sek.): “Primär geht–s darum, diese sehr umweltschädlichen Kleingeneratoren zu ersetzen – also dort, wo kein Netzstrom vorhanden ist, Strom zu generieren. Wir sehen aber auch, dass in Großstädten wie Nairobi und anderen das Netz sehr oft zusammenbricht und deswegen werden sie als Notstromaggregate eingesetzt. Und wir setzen sie aber auch ein in der E-Mobilität, zum Beispiel als Antrieb von kleineren dreirädrigen Fahrzeugen wie Tuk Tuks.”

4. Warum machen das die Autohersteller nicht selbst?

O-Ton 4 (Rainer Hoenig, 23 Sek.): “Wir sprechen wirklich mit vielen der Autohersteller. Die Automobilhersteller sind jetzt erst darauf konzentriert, E-Mobilität in den Markt zu bringen und schließen noch ein bisschen die Augen vor diesem Problem, was in ein paar Jahren wie ein Tsunami auf uns zukommen wird, wo Millionen dieser gebrauchten Batterien auf den Markt kommen werden. Hier geht–s jetzt grade mehr um das Verkaufen und weniger um das –Schließe-den-Kreislauf– am Ende der Nutzungsdauer der Batterie.”

5. Was treibt Sie an – was ist Ihre Mission?

O-Ton 5 (Rainer Hoenig, 26 Sek.): “Bei betteries dreht sich alles um die Vermeidung von CO2-Emissionen – natürlich zur Eindämmung des Klimawandels. Eine Million Tonnen bis 2030 haben wir uns da vorgenommen. Um das zu erreichen, wollen wir möglichst viele dieser umweltschädlichen Kleingeneratoren mit unserem sauberen Energiesystem ersetzen. Darüber hinaus leisten wir mit der Zweitnutzung und dem garantierten Recycling am Ende der Nutzungsdauer der Batterie einen wertvollen Beitrag zur Ressourcenschonung – also ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft.”

Rainer Hoenig vom Startup betteries zur Green Challenge 2020. Vielen Dank für das Gespräch!

Verabschiedung: “Herzlichen Dank!”

Abmoderationsvorschlag: Über eine Million Euro und sechs Monate Expertencoaching gehen an die sechs Finalisten der Green Challenge – einer der größten internationalen Nachhaltigkeitswettbewerbe für grüne Startups – veranstaltet von den Postcode Lotterien. Am 1. September werden die Finalisten bekanntgegeben. Alle Nominierten und Infos finden Sie unter greenchallenge.info. Seid ihr ein grünes Startup? Dann bewerbt euch ab dem 1. März 2021 für die Postcode Lotteries Green Challenge.

Pressekontakt:

Liza Fiedler
Telefon: +49 211 94 28 38-49
E-Mail: Liza.Fiedler@postcode-lotterie.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41583/4694368
OTS: Deutsche Postcode Lotterie

Original-Content von: Deutsche Postcode Lotterie, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1840745

Erstellt von an 1. Sep 2020. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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