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Grüner Stahl: Bundesumweltministerin Schulze und Wirtschaftssenator Westhagemann bei ArcelorMittal Hamburg





ArcelorMittal investiert in neue Technologien in der Stahlproduktion, um bis 2050 klimaneutral zu werden. Bis zum Jahr 2030 will der weltgrößte Stahlhersteller die CO2-Emissionen in Europa um 30 Prozent senken. Um diese Ziele zu erreichen, hat ArcelorMittal bereits europaweit mehrere Projekte in Vorbereitung – darunter am Standort Hamburg das Projekt H2H (H2 aus Hamburg), bei dem erstmals der Einsatz von Wasserstoff in der Stahlherstellung großtechnisch umgesetzt werden soll. Bereits ab 2025 ist die Produktion von 100 000 Tonnen Stahl auf Wasserstoff-Basis geplant.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Michael Westhagemann, Wirtschaftssenator in Hamburg, informierten sich nun in einem virtuellen Austausch mit dem ArcelorMittal-Management über den Stand der Planung des Hamburger Leuchtturmprojekts, mit dem der Stahlhersteller 2019 begonnen hat. Bereits seit über 50 Jahren produziert ArcelorMittal in Hamburg Stahl über die Direktreduktion von Eisenerz mit Erdgas, womit bereits etwa nur die Hälfte an CO2-Emissionen im Vergleich zum traditionellen Hochofenprozess anfällt. In einer neuen Direktreduktionsanlage plant ArcelorMittal Hamburg nun den Einsatz von Wasserstoff – zunächst über Dampfreformierung von Erdgas, bis ausreichend grüner Wasserstoff zur Verfügung steht, um Stahl klimaneutral herzustellen. Der grüne Wasserstoff soll mit Hilfe von Elektrolyse erzeugt werden. Dafür soll ArcelorMittal künftig von einer 50-Megawatt-Anlage auf dem eigenen Gelände profitieren wie auch vom geplanten Wasserstoff-Angebot der Freien und Hansestadt Hamburg.

Um den Bau der neuen Direktreduktionsanlage umzusetzen und die Produktion mit Wasserstoff in Zukunft wirtschaftlich zu betreiben, ist der Ausbau erneuerbarer Energien in großem Umfang ebenso notwendig wie der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur und die finanzielle Anschubförderung für die Produktion von nahezu CO2-freiem grünen Stahl.

Michael Westhagemann, Hamburger Wirtschaftssenator, betont: ?Wir bauen in Hamburg neue Kapazitäten für grünen Wasserstoff auf. Die küstennahe Lage mit Offshore-Windkapazitäten eignet sich hervorragend, um Hamburger Wirtschaft, Industrie sowie öffentlichen Transport und Nahverkehr in den kommenden Jahren klimaneutral zu gestalten. Wir unterstützen die Strategie und den Willen von ArcelorMittal als bedeutendem Industriebetrieb und einem der größten Energieverbraucher unserer Stadt, um künftig grünen Stahl zu produzieren.?

Lutz Bandusch, Vice President ArcelorMittal Europe – Long Products, kommentiert: ?Unsere Vision lautet, in Zukunft grünen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zu nutzen, um in Hamburg zu hundert Prozent grünen Stahl herzustellen. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Direktreduktion von Eisenerz am Standort im Hamburger Hafen und der neuen Anlage können wir weltweit erstmalig die Reduktion von Eisenerz durch reinen Wasserstoff im industriellen Maßstab und die Weiterverarbeitung zum Stahl erproben. Dieses Projekt ist ein Meilenstein, um die Stahlindustrie auf dem Weg zur klimaneutralen Stahlerzeugung nach vorne zu bringen – und es stellt die Technologieführerschaft von ArcelorMittal unter Beweis.?

Frank Schulz, CEO ArcelorMittal Germany, ergänzt: ?Wir haben eine klare Strategie und eine detaillierte Road Map zur Reduzierung der CO2-Emissionen und für die Produktion von grünem Stahl. Zur Umsetzung dieser ambitionierten Ziele brauchen wir die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen für die Gewährleistung eines Level Playing Fields, die Finanzierung unserer Investitionen und die Abfederung der Zusatzkosten in einem Übergangszeitraum.?

 

Deutschland

Mit einem Produktionsvolumen von rund 8 Millionen Tonnen Rohstahl ist ArcelorMittal einer der größten Stahlhersteller Deutschlands. Auto-, Bau- und Verpackungsindustrie gehören ebenso zum Kundenkreis wie der Bereich Haushaltswaren. Das Unternehmen betreibt vier große Produktionsstandorte in Deutschland. Dazu gehören zwei integrierte Flachstahlwerke in Bremen und Eisenhüttenstadt sowie zwei Langstahlwerke in Hamburg und Duisburg. Außerdem unterhält der Konzern mit ArcelorMittal Construction in Sandersdorf/ Brehna einen Produktionsstandort mit Vertrieb für Sandwichpaneele sowie Profilier-Anlagen für Kassetten-,Trapez-, Trag-, Design- und Wellprofile. Darüber hinaus verfügt die Gruppe über ein stark ausgeprägtes Vertriebsnetz in Deutschland mit vier Stahl-Servicezentren sowie 13 Stahlhandelsstandorten. ArcelorMittal beschäftigt in Deutschland rund 9.000 Angestellte.

Weitere Informationen gibt es unter https://deutschland.arcelormittal.com

Weltweit

ArcelorMittal ist das weltweit führende Stahl- und Bergbauunternehmen mit einer Präsenz in 60 Ländern und primären Stahlproduktionswerken in 18 Ländern. Im Jahr 2019 erzielte ArcelorMittal einen Umsatz von 70,6 Milliarden US-Dollar und eine Rohstahlproduktion von 89,8 Millionen Tonnen, während die Eisenerzproduktion 57,1 Millionen Tonnen erreichte. Unser Ziel ist es, mit intelligenteren Stählen zu einer besseren Welt beizutragen. Stähle, die mit innovativen Verfahren hergestellt werden, die weniger Energie verbrauchen, deutlich weniger CO2 ausstoßen und Kosten senken. Stähle, die sauberer, fester und wiederverwendbar sind. Stähle für Elektrofahrzeuge und Infrastruktur mit erneuerbarer Energie, die Gesellschaften bei ihrem Wandel in diesem Jahrhundert unterstützen werden. Mit Stahl im Mittelpunkt, unseren erfinderischen Mitarbeitern und einer unternehmerisch geprägten Kultur im Herzen werden wir die Welt dabei unterstützen, diesen Wandel umzusetzen. Wir sind überzeugt, dass wir damit zum Stahlunternehmen der Zukunft werden. ArcelorMittal ist an den Börsen von New York (MT), Amsterdam (MT), Paris (MT), Luxemburg (MT) und an den spanischen Börsen von Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia (MTS) notiert.

Weitere Informationen zu ArcelorMittal finden Sie unter: http://corporate.arcelormittal.com

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1860798

Erstellt von an 17. Nov 2020. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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