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Expertenkommission Fracking veröffentlicht Studie zu Methanemissionen und Szenarien





Die Expertenkommission Fracking (ExpKom) hat durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Studie zu Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus unkonventionellen Lagerstätten beauftragen lassen. In der von der G.E.O.S. Ingenieur-Gesellschaft GmbH erarbeiteten, wissenschaftlichen Übersicht wurden Erkenntnisse zu Methanemissionen und Szenarien zusammengetragen und gewonnen.

Die Studienergebnisse basieren auf Literaturrecherchen und Experteninterviews zu Daten aus Ländern, in denen die Frackingmethode zur Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten, also aus den Muttergesteinen Schiefer-, Mergel-, Ton- und Kohleflözgestein, angewendet wird. Dazu zählen vor allem die USA, Kanada und Australien. Aus den Ergebnissen der Studie wurden Handlungsoptionen und Empfehlungen sowie der Forschungsbedarf für den Einsatz der Technik in Deutschland abgeleitet.

Im Fokus der Studie standen dabei unterschiedliche Emissionspfade, die zu ungewollten Methanemissionen führen können. So wurden sowohl natürliche und künstliche Wegsamkeiten während der Förderung, Verarbeitung und Transport des Erdgases als auch diffuse Austritte über geologische Strukturen im Untergrund während und nach Beendigung der Erdgasförderung betrachtet. Darüber hinaus wurden Beprobungs-, Nachweis- und Analysemethoden vorgestellt, mit denen Methanemissionen nachgewiesen und quantifiziert werden können.

Die sechsköpfige Expertenkommission Fracking wurde von der Bundesregierung berufen, um eventuelle Erprobungsmaßnahmen zum unkonventionellen Fracking wissenschaftlich zu begleiten und die erzielten Ergebnisse fachlich zu bewerten. Die Kommission hat gemäß ihres Auftrages aus WHG § 13a Abs. (6) insgesamt drei Studien durch das BMBF beauftragen lassen, um den Stand von Wissenschaft und Technik in anderen Staaten zusammenfassend dokumentieren zu können.

Zusätzlich zu der jetzt veröffentlichten Studie zu Methanemissionen und Szenarien werden derzeitig noch Studien zu Auswirkungen auf Grundwasser und Oberflächengewässer sowie Risiken der Seismizität ausgearbeitet. Auch diese Studienergebnisse werden nach Abschluss der jeweiligen Arbeiten sukzessive veröffentlicht. Die Einschätzung der Kommission erfolgt in einem Bericht für den Deutschen Bundestag in 2021.

Die vollständige Studie zu Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus unkonventionellen Lagerstätten: Methanemissionen und Szenarien ist auf der Webseite der Expertenkommission Fracking (https://expkom-fracking-whg.de/bericht)veröffentlicht.

Weitere Informationen:

– Informationen zur Arbeit der Expertenkommission (https://expkom-fracking-whg.de/start)
– Wasserhaushaltsgesetz §13a (http://www.gesetze-im-internet.de/whg_2009/__13a.html)
– Mitteilung der Bundesregierung (https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kein-fracking-in-deutschland-321100)
– Fragen und Antworten zum Thema Fracking des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (https://www.bmu.de/faqs/fracking/)

Pressekontakt:

Anfragen und Stellungnahmen zu Berichten bzw. Berichtsentwürfen richten Sie bitte über das Kontaktformular auf der Webseite oder per E-Mail ptj-expkom-fracking@fz-juelich.de an die Expertenkommission.

Original-Content von: Expertenkommission Fracking, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1881163

Erstellt von an 15. Feb 2021. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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