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dena empfiehlt Einführung eines Systementwicklungsplans / dena-Zwischenbericht zur Netzstudie III zeigt, wie die Weiterentwicklung einer integrierten Energieinfrastrukturplanung gelingen kann





Die aktuelle langfristige Energieinfrastrukturplanung ist noch nicht auf eine Integrierte Energiewende ausgelegt. Es gibt separate Planungsprozesse für die verschiedenen Energieträger und Netzebenen, die die Gesamtentwicklung aus Sicht der Deutschen Energie-Agentur (dena) nicht angemessen berücksichtigen. Ein Lösungsansatz ist die Einführung eines Systementwicklungsplans, der eine gemeinsame Grundlage für die einzelnen Planungsprozesse schafft.

Im Zwischenbericht “ Der Systementwicklungsplan – Umsetzungsvorschlag für eine integrierte Infrastrukturplanung in Deutschland“ (https://www.dena.de/newsroom/p ublikationsdetailansicht/pub/dena-zwischenbericht-der-systementwicklungsplan/) schlägt die dena einen den aktuellen Planungsprozessen vorgelagerten Systementwicklungsplan (SEP) vor. Dieser soll grundsätzliche Fragestellungen zum Energiesystem aufgreifen, einen Ort für Diskussionen schaffen, Optimierungspotenziale der integrierten Energiewelt nutzbar machen, politische Entscheidungen unterstützen und eine konsistente Grundlage für die weiteren Planungsprozesse liefern. Damit der Systementwicklungsplan diese Rolle spielen kann, soll er als transparenter, partizipativer und politisch legitimierter Prozess regelmäßig durchgeführt werden. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse die nötige Verbindlichkeit als Grundlage der weiteren Infrastrukturplanung haben.

„Die Integrierte Energiewende kann nur mit einer integrierten Planung der Energieinfrastrukturen gelingen. Dafür brauchen die verschiedenen Planungsprozesse eine gemeinsame Grundlage: den Systementwicklungsplan“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena. „Eine politische Entscheidung zur Einführung eines Systementwicklungsplans sollte so bald wie möglich erfolgen, damit die Ergebnisse eines ersten Regelprozesses rechtzeitig Eingang in den Planungszyklus des Netzentwicklungsplans (NEP) ab 2023 finden können.“

Die Einführung eines SEP-Regelprozesses wird eine zentrale Empfehlung der dena-Netzstudie III sein, die bis Ende 2021 läuft. Die Methodik der Szenariengestaltung und der sektorübergreifenden Optimierung wird zurzeit durch eine Pilotierung getestet, deren erste Ergebnisse im NEP Gas und Strom ab Ende 2021 aufgegriffen werden können. Parallel dazu werden Empfehlungen für den Ablauf des SEP-Prozesses und eine geeignete Governance-Struktur des SEP erarbeitet. Die dena-Netzstudie III soll damit die Grundlage für die Einführung eines SEP-Regelprozesses legen.

Aufgrund der grundsätzlichen Fragen zur Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur sollte ein erster Regelprozess des Systementwicklungsplans so bald wie möglich, spätestens Mitte 2022, starten. So können die im darauffolgenden Jahr zu erwartenden Ergebnisse des ersten vollständig durchgeführten SEP Eingang in den Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom mit dem Erstellungsjahr 2025 finden, dessen Szenariorahmenentwurf Ende 2023 erstellt wird. Ebenso können die Ergebnisse für den NEP Gas sowie für einen möglicherweise bis dahin eingeführten NEP für Wasserstoffinfrastruktur genutzt werden.

Download: dena-Zwischenbericht „Der Systementwicklungsplan – Umsetzungsvorschlag für eine integrierte Infrastrukturplanung in Deutschland“ (https://www.dena.de/n ewsroom/publikationsdetailansicht/pub/dena-zwischenbericht-der-systementwicklung splan/)

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OTS: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

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Erstellt von an 17. Dez 2020. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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