Neue Gasbohrungen in Niedersachsen: Deutsche Umwelthilfe geht mit Aktionsbündnis rechtlich gegen Erweiterungspläne des kanadischen Konzerns Vermilion vor

– Geplante Ausweitung der Gasbohrungen Wisselshorst: DUH reicht Widerspruch gegen Hauptbetriebsplan von kanadischem Konzern Vermilion ein
– Bündnis warnt vor Risiken für Mensch, Umwelt und Natur durch fossile Expansionspläne im Heidekreis und kritisiert, dass es keine Umweltverträglichkeitsprüfung gab
– Bündnis fordert klare Absage für fossiles Projekt durch niedersächsische Landesregierung und Behörden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Gasbohren Bad Fallingbostel Widerspruch gegen die im niedersächsischen Heidekreis geplante Ausweitung der Gasbohrungen eingereicht. Das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie (LBEG) hatte den Antrag für einen Hauptbetriebsplan des kanadischen Konzerns Vermilion zugelassen. Die Umweltorganisation vermutet, dass Vermilion die gesetzliche Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung dadurch umgehen will, dass zunächst eine Förderung von maximal 500.000 Kubikmeter pro Tag beantragt wurde, obwohl die tatsächlichen Förderpläne diesen Umfang schnell übersteigen könnten. Die DUH fordert gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Gasbohren Bad Fallingbostel eine klare Absage der Landesregierung und Behörden für das fossile Projekt.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Neue Gasbohrungen sind klimapolitisch aus der Zeit gefallen und setzen Mensch und Umwelt unnötigen Risiken aus. Für die Zulassung hat die zuständige Behörde weder die Treibhausgasemissionen noch die Risiken für die Gesundheit der Menschen vor Ort oder die Umwelt ausreichend geprüft. Niedersachsen hat sich gesetzlich verpflichtet, im Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Neue Gasbohrungen mit einer üblichen Förderdauer von 20 bis 30 Jahren widersprechen diesem Ziel komplett. Deutschland muss endlich den Gasausstieg angehen, anstatt die fossile Abhängigkeit immer weiter zu vertiefen.“

Hans-Heinrich von Hofe, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Gasbohren Bad Fallingbostel: „Das Aktionsbündnis lehnt die Erschließung neuer Erdgasbohrungen in unserer Region entschieden ab. Die Gasförderung birgt Gefahren für unsere Gesundheit durch krebserregende Stoffe wie Benzol und Quecksilber, für unser Trinkwasser durch den Einsatz von Chemikalien und hochgiftigem Lagerstättenwasser sowie ein sehr hohes Erdbebenrisiko. Neue Erdgasbohrungen sind klimapolitisch und wirtschaftlich ein Irrweg.“

Pressekontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Hans-Heinrich von Hofe, Sprecher des Aktionsbündnisses
0151 11009189, hans-heinrich@von-hofe.de

DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de

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