Verschmutzte Module können den Ertrag großer PV-Anlagen deutlich reduzieren. Regelmäßige Reinigung schützt dagegen Leistung, Substanz und die Investition.
Mittelangeln – Die Photovoltaikanlage ist geplant, installiert und ans Netz gegangen. Für Betreiber von Solarparks, Gewerbe- oder landwirtschaftlichen PV-Anlagen beginnt damit die Phase, in der sich die Investition über viele Jahre rechnen soll. Eine Solaranlage arbeitet zwar weitgehend selbstständig, doch wartungsfrei ist sie deshalb noch lange nicht.
Ein häufig unterschätztes Problem sind Verschmutzungen der Module. Staub, Blütenpollen, Vogelkot, Ruß, Moose und Flechten lagern sich auf den Oberflächen ab und können verhindern, dass das Sonnenlicht die Solarzellen ungehindert erreicht. Im landwirtschaftlichen Umfeld kommen unter anderem Ammoniak, Futterstaub und Ablagerungen durch Maschinen und Heizungen hinzu. Je nach Standort und Verschmutzungsgrad können dadurch erhebliche Ertragseinbußen entstehen.
„Gerade bei großen Anlagen macht sich schon ein vergleichsweise kleiner Leistungsverlust wirtschaftlich bemerkbar“, erklärt Frank Galley, Inhaber der Photovoltaik- & Gebäudereinigung Frank Galley in Mittelangeln. Das Unternehmen hat sich auf die professionelle Reinigung von Solarparks, Gewerbe- und landwirtschaftlichen PV-Anlagen spezialisiert.
Regen allein reicht häufig nicht
Die weit verbreitete Annahme, dass Regen die Module schon ausreichend sauber halten wird, erweist sich in der Praxis leider oft als falsch. Es gibt hartnäckige oder klebrige Ablagerungen, die dadurch nicht zuverlässig entfernt werden. Auch eine Reinigung mit normalem Leitungswasser ist nicht die Lösung: Sowohl Kalk als auch Salze können nach dem Verdunsten Rückstände auf dem Solarglas hinterlassen.
Frank Galley setzt deshalb auf entmineralisiertes Osmosewasser. Es enthält weder Kalk noch Salze und ermöglicht eine streifen- und rückstandsfreie Reinigung. Chemische Reinigungsmittel müssen also gar nicht eingesetzt werden. Der Wasserverbrauch liegt dabei nach Angaben des Unternehmens bei lediglich ein bis drei Litern pro Quadratmeter.
Aber wie soll man die oft sehr großen Dach- und Freiflächen am besten bearbeiten? Hier kommen spezielle Reinigungsroboter zum Einsatz. Ein Zwei-Bürsten-System ermöglicht so eine Reinigungsleistung von bis zu 1.000 kWp pro Tag. Aufgeständerte oder schwer zugängliche Module werden mit Teleskopstangen, Spezialbürsten und bei Bedarf mit eigenen Arbeitsbühnen gereinigt.
Verschmutzung kann auch die Module belasten
Dabei geht es gar nicht allein um den aktuellen Stromertrag. Starke Verschmutzungen können nämlich sogenannte Hotspots begünstigen: Bei partiellen Verschmutzungen können sich einzelne Zellen stärker erhitzen als die benachbarten Felder. Die dadurch entstehenden Temperaturunterschiede belasten das Material und können langfristig Schäden verursachen.
Eine professionelle Reinigung dient deshalb zugleich der Kontrolle der Anlage. Während der Arbeiten nimmt das Team der Photovoltaik- & Gebäudereinigung Frank Galley die Module in Augenschein. So fallen den Mitarbeitern auch beispielsweise Glasbruch oder andere erkennbare Schäden frühzeitig auf. Auf Wunsch ist zusätzlich eine Inspektion per Drohne möglich.
Reinigungsintervalle hängen vom Standort ab
Wie häufig eine PV-Anlage gereinigt werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei durchschnittlicher Belastung kann ein Intervall von ein bis zwei Jahren ausreichen. Anlagen in der Nähe von Ställen, stark befahrenen Straßen, Industrieanlagen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen können dagegen eine jährliche Reinigung benötigen.
Ein günstiger Zeitpunkt ist das Frühjahr: Verschmutzungen aus Herbst und Winter werden am besten entfernt, bevor die sonnenreichen und damit ertragsstarken Sommermonate beginnen. Sollten es in einem Jahr starken Pollenflug geben, kann eine Reinigung auch danach sinnvoll sein.
Den Betreibern solcher Photovoltaik-Anlagen ist wichtig, dass die einmal getätigte Investition so lange wie möglich genau die Leistung erbringt, für die sie geplant wurde. Eine regelmäßige Pflege und professionelle Reinigung trägt also dazu bei, die Anlage leistungsstark zu erhalten. So werden Ertrag, Werterhalt und Lebensdauer der Anlage bestens unterstützt.
Die Photovoltaik- & Gebäudereinigung Frank Galley mit Sitz in Mittelangeln ist schwerpunktmäßig in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen tätig. Bei größeren Projekten übernimmt das Unternehmen Einsätze deutschlandweit, auf Anfrage auch im europäischen Ausland.
