Bäume machen unsere Städte und Dörfer erst richtig lebenswert und es fühlt sich auch gleich viel besser an, wenn man eine Straße oder einen Spielplatz sieht, wo ein paar saftig grüne Bäume stehen. So richtig gut geht’s aber vielen Bäumen in unseren Ortschaften nicht, denn sie sind von Trockenheit und Abholzung bedroht. Die gute Nachricht: Jeder kann nun seinem Lieblingsbaum helfen und braucht dafür nur ein Smartphone. Mehr dazu von Jessica Martin.
Sprecherin: Bäume sind wunderschön und übernehmen wichtige Funktionen für uns alle, erklärt der BUND-Abteilungsleiter Biodiversität Christian Hönig.
O-Ton 1 (Christian Hönig, 20 Sek.): „Sie kühlen die Stadt, sie sind sozusagen die beste Klimaanlage, die wir haben. Sie reinigen die Luft auch von Schadstoffen, sie wirken beruhigend und tragen so zur Gesundheit bei und auch natürlich für die Natur: Für Insekten, für Vögel sind sie auch in den Städten ganz wertvolle Trittsteinbiotope oder in Parks natürlich dann auch komplette Lebensräume.“
Sprecherin: Allerdings haben es die Bäume in unseren Ortschaften nicht leicht. Besonders schwierig: Der Standort Straße.
O-Ton 2 (Christian Hönig, 21 Sek.): „Oberirdisch, fehlt es oft am Platz, wo sie ihre Äste ausstrecken. Die Gebäude, an denen sie dranstehen, speichern die Wärme und geben sie die ganze Zeit ab. Glasfassaden wirken teilweise wie ein Brennglas und unterirdisch sieht es auch nicht viel besser aus. Eigentlich sogar noch schlimmer, da ist dann stark verdichteter Boden, der nur sehr schwer zu durchwurzeln ist, wenn da überhaupt dann Platz ist.“
Sprecherin: Aber auch Hundeurin, Anfahrschäden durch Autos oder das Anschließen von Fahrradschlössern setzen den Bäumen zu.
O-Ton 3 (Christian Hönig, 15 Sek.): „Ein ganz großes Problem ist auch noch Streusalz, das ist eigentlich der Baumkiller Nummer eins. Und wir können froh sein, dass sie überhaupt da zu ihrem Dienst tun. Und um Bäume wirksam schützen zu können, brauchen wir verlässliche Daten. Und dabei zielen wir auch auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger.“
Sprecherin: Um den Bäumen eine Stimme zu geben und einen Überblick über den Baumbestand zu bekommen, gibt es das Projekt „Mein Baum“. Hier kann jeder mithelfen und über die BUND-App Mein Baum wichtige Informationen zusammentragen.
O-Ton 4 (Christian Hönig, 28 Sek.): „Um mitzumachen, müssen Sie einfach nur die kostenlose App herunterladen und sich dann einmal registrieren. Das können Sie auch mit Gruppen oder zum Beispiel auch mit Schulklassen gemeinsam machen. Und über die App können Sie mitteilen, wo ein Baum steht, welche Baumart es sich handelt und dann auch wie es dem Baum geht. Und neu haben wir jetzt halt drin, dass Sie nicht nur so den einzelnen Baum erfassen können, sondern sogar ganze Baumgruppen und vor allem die Alleen melden können. Und die Standorte werden dann per GPS erfasst oder Sie können die auch manuell eintragen.“
Sprecherin: Übrigens: Der Zustand eines Baumes ist ganz leicht zu erkennen: Zum Beispiel an der Baumkrone.
O-Ton 5 (Christian Hönig 29 Sek.): „Ist es eine richtig schöne, dichte Krone, voll mit Laub, dann geht es den Bäumen in der Regel gut. Wird die Krone schütter, kann ich da so ein bisschen durchgucken, werden die Blätter eingerollt, verfärben die sich schon im Sommer irgendwie gelb, haben die vielleicht sogar einen rostroten Rand und werden dann abgeworfen, habe ich ganz viele trockene Astpartien, daran kann ich erkennen, dass es dem Baum nicht ganz gut geht. Und wer genauer hinschaut, bekommt dann mit der Zeit ein Gefühl dafür, ob es ihm gerade gut geht oder ob er Hilfe braucht.“
Helfen Sie mit, Ihrem Lieblingsbaum zu helfen! Das geht mit der kostenlosen BUND-App „Mein Baum“. Mehr Infos gibt’s im Netz unter bund-naturschutz.de/mein-baum. (https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/mein-baum)
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