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Wildtiere intim: Wo es im Winter heiß hergeht / Die Deutsche Wildtier Stiftung: In der Natur wird jetzt die Generation 2018 gezeugt (FOTO)





Auf dem Acker boxen sich die Häsinnen mit ihrem
Feldhasen-Bräutigam in spe fürs Rammeln warm; im Wald singen die
Füchse ihrer Angebeteten heisere Liebeslieder und spätestens ab
Februar ist sogar die scheue Wildkatze wieder schwer verliebt. Die
Generation 2018 wird jetzt bei vielen Tierarten gezeugt.

Wenn Feldhasen Hochzeit feiern, versammeln sich gleich mehrere
Häsinnen und Rammler auf dem Acker. Bei der Paarung hat die Häsin
„die Hosen an“. Sie sucht sich aus, mit welchen Rammlern sie sich
paart. Bei Boxkämpfen testet sie seine Fitness. Dann paart sie sich
innerhalb kürzester Zeit mehrmals; deshalb kann der Nachwuchs
unterschiedliche Väter haben. Während der 40-tägigen Tragezeit kann
Frau Feldhase noch einmal trächtig werden. So können Embryonen
unterschiedlicher Entwicklungsstadien in ihrer Gebärmutter wachsen.
Das nennt man Superfötation.

Wenn Wildkatzen Hochzeit feiern, locken die Kater mit
langgezogenem, gutturalen Miauen die Weibchen auf ihren nächtlichen
Streifzügen. Der Liebesruf während der Ranzzeit ist nicht zu
überhören. Nach der Paarung gehen die Verliebten sofort wieder
getrennte Wege. Im Frühjahr kommt dann der verspielte
Wildkatzen-Nachwuchs auf die Welt, um den sich „Mama Wildkatze“
allein kümmern muss. Der Herr der Schöpfung ist längst über alle
Berge.

Auch bei den Wildschweinen geht es im Januar um die Fortpflanzung.
„Bachen und Keiler sind zwar das ganze Jahr über paarungsbereit“,
sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung,
„jetzt werden die Frischlinge gezeugt.“ Über einen Mangel an
Interesse können sich die Bachen nicht beklagen: Sie werden gleich
mehrfach vom stärksten Keiler des Reviers beglückt. „Der Verehrer
benutzt das typisches Wildschwein-Parfüm – seinen stark duftenden
Urin – um auf sich aufmerksam zu machen“, erklärt Eva Goris. Nach
einer Tragzeit von zirka 115 Tagen kommen dann bis zu zehn
Frischlinge in ihrem Wurfkessel zur Welt.

Bei den Eichhörnchen geht es zu Beginn der Paarungszeit recht
neckisch zu. Man jagt sich – und zwar immer schön durch die Bäume.
Bei der wilden Toberei sind gleich mehrere Männchen am Start. Das
Liebesspiel findet bis in den Februar hinein statt und wird dann im
Spätsommer noch einmal wiederholt. Nach der Paarung ist Schluss mit
lustig: Die Männchen werden verjagt, die Aufzucht der Jungen ist
reine Frauensache.

Herr Biber ist kein Mann für eine Nacht: Er sucht die Partnerin
fürs Leben und bleibt ihr treu. Das Paarungsritual findet schwimmend
in seichtem Wasser statt – das kalte Wasser schreckt da nicht. „So
eine Biber-Ehe kann bis zu 20 Jahre halten“, sagt Eva Goris. Am Ende
der Tragezeit nach 100 Tagen kommen im Durchschnitt drei Junge zur
Welt, die zwei bis drei Monate gesäugt werden. „Dann können sie schon
bald schwimmen und tauchen.“

Bei Waschbären muss ER sich richtig ins Zeug legen. Wie beim
Speed-Dating treffen die Partner an einem Sammelplatz aufeinander.
SIE fordert ein intensives Vorspiel und entscheidet danach, wer den
Nachwuchs zeugen darf.

Pressekontakt:
Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
E.Goris@DeWiSt.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 10. Jan 2018. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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