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WELTEC BIOPOWER gelingt Markteintritt in Belgien





Für den niedersächsischen Hersteller WELTEC ist dies der erste Auftrag aus dem Königreich. Die Biogasanlage im Bezirk Limburg erzeugt eine Strommenge, die den Bedarf von fast 5.000 Haushalten decken könnte.

Abnehmer der jährlich erzeugten 19 Gigawattstunden wird jedoch die Spin-group BV sein. Ein Unternehmen, das die elektrische Energie für ihre Produktion benötigt, in der Spezialgarne für Teppiche in einem anspruchsvollen Polymerisationsverfahren gefertigt werden. Der Umstieg der Firmengruppe auf grünen Strom zeigt, dass nachhaltige Energiekonzepte in klassischen Industriezweigen, wie der Textilwirtschaft, zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Das Anlagenkonzept sorgt in allen Bereichen für Effizienz. Auch die anfallende Wärme wird direkt an der Biogasanlage verwertet: Direkt aus dem 2.000 Kubikmeter großen Nachgärer wird der Gärrest entnommen, um mit dem gesamten Wärmeaufkommen der Anlage getrocknet zu werden. Der Trockendünger wird dann über die Landesgrenzen hinaus an Obst- und Weinbauern verkauft.

Effizient ist auch der Einsatz der jährlich rund 50.000 Tonnen Substrate. Beim Anfahren der Anlage wird der größte Teil der eingesetzten Stoffe noch aus Maissilage (rund 20.000 Tonnen) bestehen. Schrittweise wird der Betreiber den Mais jedoch durch andere nachwachsende Substrate und Reststoffe aus der Landwirtschaft substituieren.

Einen weiteren Löwenanteil des Inputs bilden ein hocheffizienter Mix aus Fettabscheidern sowie ein vor- gemischtes Fertig-Substrat. In dieser Mischung sind neben Pflanzenresten auch Fette und Gemüseabfälle enthalten. Zusätzlich gelangen Seifenwasser aus der Biodieselherstellung und Getreideausputz in die zwei 4.700 Kubikmeter fassenden Bioreaktoren. Dieser Substratmix ist typisch für den deutschen Nachbarstaat, denn in Belgien werden Biogas-Fermenter seit jeher mit vielseitigen Mischungen beschickt.

Neben den Edelstahl-Fermentern gehören ein Nachgärer sowie zwei 80-Kubikmeter-Dosierer zur Anlagenausstattung. Aus dem Hause WELTEC stammt neben der Separation und den zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) auch der MULTIMix, der die Inputmaterialien vor dem Eintrag in den Fermenter noch weiter zerkleinert.

Das EU-Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie am belgischen Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 13 Prozent zu heben, kann nur mit qualitativ hochwertiger Anlagentechnologie gelingen. Die Voraussetzungen für die Nutzung der Bioenergie sind ideal und ihr Anteil an den Erneuerbaren entsprechend hoch, weil das Land eine große Rohstoff-Vielfalt zu bieten hat und die Biogas-Fermenter Allrounder sind.

In 2008 betrug der Anteil der regenerativen Energien drei Prozent, zur Zeit liegt er bei etwa fünf Prozent. Auf dem Weg zum 13-Prozent-Ziel innerhalb der nächsten sieben Jahre muss die Anlagenpopulation des Landes noch deutlich zulegen. Für erneuerbare Energien stehen in Belgien jedoch ausreichend Förderinstrumente zur Verfügung und die nachhaltige Modernisierung der belgischen Industrie gilt mittlerweile als Wachstumstreiber, auf den das ganze Land setzt.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=932162

Erstellt von an 25. Aug 2013. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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