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Verbraucher zahlen für verfehlte Netzpolitik / Stromnetz-Gebühren steigen 2013 um bis zu 23 Prozent





Nach Überzeugung des Energieanbieters LichtBlick
sind fehlende Innovationen im Stromnetz, hohe Renditegarantien für
Netzbetreiber, die neue Offshore-Umlage und die Entlastung der
Industrie bei den Netzgebühren mit verantwortlich für die steigenden
Strompreise. „Das Stromnetz ist ineffizient und zu teuer“, so Heiko
von Tschischwitz, der Vorstandsvorsitzende von LichtBlick.

Anlass für die Kritik sind die steigenden Gebühren, die die
Stromkunden für die Durchleitung der Energie zahlen. Die Netzentgelte
werden 2013 auf etwa sieben Cent pro Kilowattstunde bzw. jährlich 280
Euro pro Haushalt erhöht. Sie machen rund ein Viertel des
Strompreises aus. Die Netzkosten belasten die Stromkunden damit
stärker als die EEG-Umlage von 5,3 Cent pro Kilowattstunde.

„Im Windschatten EEG-Debatte drehen die Netzbetreiber kräftig an
der Preisschraube. Dabei könnte ein effizienterer Netzbetrieb die
Verbraucher jährlich um mehrere Milliarden Euro entlasten und die
Energiewende beschleunigen“, so von Tschischwitz.

Die Mehrzahl der Netzbetreiber erhöht die Entgelte zum
Jahreswechsel um ein bis 23 Prozent, nur wenige Unternehmen senken
die Gebühren. Schon die uneinheitliche Entwicklung zeige, so
LichtBlick, dass nicht allein der Anschluss neuer Windräder und
Photovoltaik-Anlagen für die steigenden Netzentgelte verantwortlich
sei.

LichtBlick kritisiert die staatliche Garantie-Rendite von neun
Prozent für die Netzbetreiber. „Der Netzbetrieb ist risikofrei und
spielt überhöhte Monopolrenditen ein. Die Lasten trägt der
Stromverbraucher“, kritisiert von Tschischwitz. Dabei seien die
notwendigen Investitionen in das Stromnetz auch bei niedrigeren
Gewinnen attraktiv.

Den übertriebenen Renditegarantien stehen nur geringe
Effizienzvorgaben der Bundesnetzagentur gegenüber. Die Netzbetreiber
müssen ihre Wirtschaftlichkeit jährlich lediglich um 1,25 Prozent
steigern. „Ein Unternehmen am freien Markt wäre bei so bescheidenen
Fortschritten kaum überlebensfähig“, so von Tschischwitz.

Die Belastung der Stromkunden steigt zudem durch zwei weitere
Sonderabgaben: Mit der „Sonderkundenumlage“ zahlen Haushalte und
Mittelstand für die Entlastung der Industrie bei den Netzentgelten.
Experten erwarten 2013 eine Steigerung der Umlage, die sich derzeit
auf 0,151 Cent pro Kilowattstunde beläuft.

Zusätzlich müssen Stromkunden ab 2013 auch noch eine Art
Haftpflicht-Versicherung für neue Stromleitungen auf See in Höhe von
0,25 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Das unternehmerische Risiko bei
der Netzanbindung von Meeres-Windparks wird auf die Verbraucher
abgewälzt, kritisiert LichtBlick.

LichtBlick:

LichtBlick ist der größte unabhängige Energieanbieter Deutschlands
und Marktführer für Ökostrom und Ökogas. Das innovative Unternehmen
beliefert über 600.000 Privat- und Großkunden mit klimafreundlicher
Energie. LichtBlick erzeugt in dezentralen ZuhauseKraftwerken von
Volkswagen SchwarmStrom für die Energiewende.

Der 1998 gegründete Energieanbieter mit Sitz in Hamburg
beschäftigt 460 Mitarbeiter und erzielte 2011 einen Umsatz von 625
Millionen Euro.

Pressekontakt:
Ralph Kampwirth, Leiter Unternehmenskommunikation, LichtBlick AG,
Zirkusweg 6, 20359 Hamburg, Tel. 040-6360-1208,
ralph.kampwirth@lichtblick.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=743724

Erstellt von an 17. Okt 2012. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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