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Umweltverbände befragten Kandidaten für SPD-Vorsitz zu ihren Vorstellungen zum Klimaschutz





Die SPD hat Mitte September in der Großen Koalition
das sogenannte Klimapaket beschlossen. Die Analysen von
Umweltverbänden, Fridays for Future und Wissenschaftlern zeigen, dass
die Maßnahmen im Paket bei weitem nicht ausreichen, um die Klimakrise
zu bremsen. Die Regierung ist meilenweit davon entfernt, das
1,5-Grad-Ziel aus dem Paris-Abkommen zu erreichen, das das
SPD-Parteipräsidium im Juni 2019 zu seinem Leitbild gemacht hat. Auf
die neuen Parteivorsitzenden kommt somit eine große Verantwortung zu,
dieses Versprechen einzulösen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact,
die Deutsche Umwelthilfe, der Deutsche Naturschutzring (DNR), die
NaturFreunde Deutschlands, der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und
der WWF Deutschland haben die Kandidatinnen und Kandidaten für den
Parteivorsitz vor der abschließenden SPD-Regionalkonferenz am Samstag
in München gebeten, ihre Vorstellungen zum Klimaschutz darzulegen.

Aus Sicht der Umweltverbände macht es umweltpolitisch einen großen
Unterschied, welches Kandidatenpaar als neue SPD-Vorsitzende gewählt
wird. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die guten
Positionen der Kandidatenduos Saskia Esken/Norbert Walter-Borjans und
Nina Scheer/Karl Lauterbach. Nicht alle Kandidatenpaare haben
geantwortet und sind in den Dialog mit der Umweltbewegung getreten.
Geantwortet haben insgesamt vier der sieben Duos, drei haben
abgesagt.

Wir appellieren an die Mitglieder der SPD, die Neuwahl der
Parteivorsitzenden und die Neuaufstellung zu nutzen, um innerhalb der
Partei intensiv zu diskutieren, wie die SPD die Einhaltung des
1,5-Grad-Ziels erreichen möchte.

“Politikerinnen und Politiker stehen vor der Aufgabe, die sozial
und ökologisch gerechte Transformation unserer Gesellschaft zu
gestalten”, erklären die Verbände gemeinsam. “Wenn sie jetzt nicht
handeln, schreitet die Klimakrise ungebremst voran. Es ist in unseren
Augen unverzichtbar, dass die Sozialdemokratie zu einer starken
Stimme im Klimaschutz wird und alles dafür tut, das 1,5-Grad-Ziel
einzuhalten.”

Befragt wurden die Kandidatinnen und Kandidaten zu Maßnahmen und
Strategien zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels – insbesondere zu ihren
Positionen beim Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas sowie bei der
Beendigung klimaschädlicher Subventionen und Förderung des Ausbaus
der erneuerbaren Energien. Auch nach ihren Vorstellungen zur
CO2-Bepreisung sowie zur Verkehrs- und Agrarwende wurden die
SPD-Politikerinnen und Politiker gefragt.

Die Bewertung der Umweltverbände finden sie unter folgendem Link:
www.dnr.de/spdcheck

Mehr Informationen:

Eil-Appell: Die Uhr tickt: Es braucht ein konkretes
Klimaschutzpaket bis zur Weltklimakonferenz in Chile. Den Eil-Appell
“Klimakrise: Anpacken statt kapitulieren” an Kanzlerin Merkel und die
Mitglieder des Klimakabinetts finden Sie unter: das-klima-kippt.de

Kontakte:

BUND: Sigrid Wolff | 030 27586 425 | presse@bund.net | www.bund.net
Campact: Olga Perov | 04231 957 490 (auch mobil) | perov@campact.de |
www.campact.de
DNR: Nina Slattery | 030 678 1775 78 | nina.slattery@dnr.de |
www.dnr.de
DUH: Marlen Bachmann | 030 2400867 20 | presse@duh.de | www.duh.de
NABU: Silvia Teich | 030 28 49 84 1588 | presse@NABU.de |
www.NABU.de
NaturFreunde Deutschlands: Samuel Lehmberg | 030 29 77 32 65 |
presse@naturfreunde.de | www.naturfreunde.de
WWF Deutschland: Immo Fischer | 030 311 777 427 | immo.fischer@wwf.de
| www.wwf.de

BUND-Pressestelle:
Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen
Tel. 030-27586-425 | -531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net,
www.bund.net

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Erstellt von an 11. Okt 2019. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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