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Trianel Smart-Metering-Plattform ist auf Rollout 2017 vorbereitet / Der Mehrwert liegt in den Daten





„Mit den Eckpunkten des
Bundeswirtschaftsministeriums stehen die Rahmenbedingungen für die
Einführung von Smart Metering. Intelligente Zähler werden eine
zentrale Rolle in der Energieversorgung von morgen spielen“, stellt
Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH fest.
Becker: „In einer Energiewelt, die von Erneuerbaren geprägt ist, ist
Smart Metering die logische Antwort auf den Ausgleich volatiler
Erzeugung und schwankendem Verbrauch.“

Tim Karnhof, Leiter Smart Metering bei der Stadtwerke-Kooperation,
begrüßt die am 9. Februar 2015 vorgelegten Eckpunkte für das
Verordnungspaket Intelligente Netze: „Bereits ab 2017 – also in zwei
Jahren – wird der Einbau von intelligenten Messsystemen zur Pflicht.
Im ersten Schritt bei Großverbrauchern über 20.000 KWh und bei allen
EE-Anlagen mit einer Leistung über 7 kW sowie für alle EE-Anlagen,
die an den Flexibilitätsmärkten teilnehmen möchten.“ Der jetzt
vorliegende Zeitplan zeige, dass ab 2017 alle zwei Jahr eine neue
Gruppe von Verbrauchern verpflichtet werde, auf intelligente
Messsysteme umzurüsten. Ziel ist es bis 2028 alle Messsysteme
ausgebracht zu haben. Parallel sollen alle anderen Messstellen auf
elektronische Zähler umgerüstet sein. „Der Startschuss fällt schon in
22 Monaten – umso wichtiger ist es, sich schon heute mit den
Möglichkeiten von Smart Metering zu beschäftigen und sich nicht von
der Regulierung treiben zu lassen“, erläutert er weiter.

Über 3.000 Messsysteme hat Trianel bereits in den letzten 24
Monaten gemeinsam mit 21 Stadtwerken ausgerollt und auf der Trianel
Smart-Metering-Plattform integriert. Die Messsysteme werden von den
Stadtwerken derzeit in unterschiedlichen Funktionen und an
verschiedenen Punkten der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette
eingesetzt.

Der Einsatz reicht dabei von der Messung und Steuerung von
EE-Anlagen bis hin zur Entwicklung von neuen Kundentarifen auf der
Basis von realen Verbrauchsdaten. Darüber hinaus erfüllen Stadtwerke
durch die Nutzung der Trianel Smart-Metering-Plattform die schon seit
2011 geltende Einbaupflicht von intelligenten Messsystemen in
Neubauten nach § 21c Abs. 1 lit. c) EnWG.

Auch das Monitoring von PV-Anlagen oder BHKW ist über die
Plattform möglich. „Die Motivation von Stadtwerken, sich mit dem
Thema Smart Metering auseinanderzusetzen, ist sehr verschieden. Alle
eint die Einsicht, dass Smart Metering für unterschiedliche
Herausforderungen eine einheitliche Lösung bietet und ein wichtiges
Instrument zur Abbildung energiewirtschaftlicher Prozesse wird“, so
Karnhof.

Die größten Potenziale aus dem Einsatz intelligenter Messsysteme
ergeben sich aus der Analyse der Daten. Die über 3.000 Messsysteme
liefern viertelstündlich Daten über den Verbrauch und/oder die
Erzeugung von dezentralen Erzeugungseinheiten. Die Daten laufen in
die Trianel Smart-Metering-Plattform und werden anonymisiert
ausgewertet. „Unsere Analysen zeigen deutliche Abweichungen über den
Tag verteilt zwischen den prognostizierten und den real gemessenen
Verbräuchen“, so Karnhof. „Abends und nachts wird zu wenig Verbrauch
prognostiziert, in den hellen Tagesstunden zu viel.“ Smart Meter
können hier signifikante Beschaffungsvorteile für die Vertriebe
generieren.

Angesichts der zunehmenden schwankenden Einspeisung durch die
Erneuerbaren wird deutlich, dass exakte Daten über die realen und
ebenfalls volatilen Verbräuche immer wichtiger werden, um das
Gesamtsystem stabil zu halten. Karnhof: „Die Prognosequalität über
Verbräuche und Einspeisung der Erneuerbaren wird einer der
Erfolgsfaktoren für Energieversorger. Die intelligente Analyse der
Smart-Meter-Daten sowie der richtige Einsatz der Ergebnisse an den
Schnittstellen zu Erzeugung, Netzen, Handel und Vertrieb ist der
Schlüssel, um kostenoptimiert aufgestellt zu sein“.

Die Erfahrungen der Stadtwerke mit Smart Metering zeigen, dass
Investitionen in die Intelligenz der Wertschöpfungskette sich
mittelfristig für alle Marktrollen auszahlen. „Unsere Analysen sind
erst der Anfang und zeigen, wie wichtig die Digitalisierung der
Prozesse ist, um ein dezentrales und volatiles System auch in Zukunft
sicher, kosteneffizient und stabil steuern zu können“, so der
Smart-Metering-Experte.

Pressekontakt:
Dr. Nadja Thomas, Pressesprecherin
Fon +49 241 41320-466 | Mobil +49 160 96 37 04 56 | Mail
n.thomas@trianel.com

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1171811

Erstellt von an 11. Feb 2015. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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