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Smart Home: Energieversorger beschränken sich noch auf Dienstleistungen rund um die Energiemessung und -steuerung (mit Bild)





Studie von Logica Business Consulting untersucht Marktpotenzial
von Services für das intelligente Haus

Deutsche Energieversorger konzentrieren sich bei ihrem Angebot von
Produkten und Dienstleistungen rund um das „Smart Home“ aktuell auf
ihre Kernkompetenzen wie die Messung und Steuerung des
Energieverbrauchs. Bis 2015 sehen sie jedoch auch in anderen
Bereichen, vorrangig bei Haushaltsgeräten und Energiespeichern,
Dienstleistungspotenzial. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Logica
Business Consulting, bei der 26 Energieversorgungsunternehmen und
Messstellenbetreiber in Deutschland zum Marktpotenzial von
Dienstleistungen rund um das Smart Home befragt wurden. „Durch die
Verbreitung von Smart Metern entstehen gerade neue
Vermarktungspotenziale für Zusatzleistungen. Die Versorger müssen
jetzt ihren Heimvorteil nutzen, damit sie in Sachen Smart Home das
Feld nicht dem Wettbewerb überlassen“, erklärt Thomas Piontek,
Practice Manager Energy & Utilities bei Logica in Deutschland.

Laut der Studie bieten heute bereits 57 Prozent der befragten
Energieversorger Smart-Home-Dienstleistungen an. 80 Prozent von ihnen
starteten damit allerdings erst im vergangenen Jahr, und es handelt
sich meist noch um Pilotprojekte. Während heute ein knappes Drittel
(27 Prozent) der Energieversorger Internetportale zur Visualisierung
des Energieverbrauchs anbietet, hat dies ein weiteres Drittel (31
Prozent) bis Ende des Jahres geplant. Noch stärker ist die
Entwicklung bei Energieanzeigedisplays beziehungsweise der
Energieverbrauchssteuerung, die aktuell von 19 Prozent der befragten
Unternehmen angeboten werden: Bis Ende des Jahres wollen weitere 46
Prozent nachziehen. Hierzu zählen aktuell vor allem mobile
Kundendisplays und Mobiltelefone oder Smartphones. Die für
Smart-Home-Dienstleistungen erforderliche Basis-Technologie Smart
Metering haben heute 88 Prozent im Angebot, bis Jahresende wollen sie
alle Versorger im Einsatz haben.

2015: Einbindung von Elektrofahrzeugen und Haushaltsgeräten

Auch 2015 werden Dienstleistungen rund um die Energiemessung und
-verbrauchssteuerung Potenzial bieten, wie 71 Prozent der befragten
Energieversorger angaben. Über die Hälfte (58 Prozent) von ihnen geht
jedoch davon aus, dass ihnen dann auch die Einbindung von
Haushaltsgeräten und Energiespeichern in das Smart Grid Möglichkeiten
für Dienstleistungen bieten wird. Neben den Batterien in
Elektrofahrzeugen (68 Prozent), zählen 58 Prozent der Befragten
Kühlschränke und -aggregate, Spülmaschinen, Waschmaschinen und
Trockner zu den Geräten, die mittelfristig in die Laststeuerung
eingebunden werden. „Nicht die Geräte an sich, sondern spezifische
Tarife sind dabei das eigentliche Angebot der Versorger. Über die
Tarifgestaltung haben sie direkten Einfluss auf das Nutzungsverhalten
der Endkunden – mit dem Effekt, die Netzbelastung zu optimieren und
Spitzenlasten zu vermeiden“, erläutert Piontek.

2015: Haustechnik und Multimedia werden anderen Branchen
überlassen

Im Bereich Haustechnik, zu dem beispielsweise Beleuchtung, Heizung
und Lüftung zählen, sieht nur ein knappes Drittel der Befragten (29
Prozent) bis 2015 Dienstleistungspotenzial. Ausnahmen bilden hierbei
die Heizungssteuerung und Einzelraum-Temperaturregelung, bei denen
Energieversorger automatisierte Steuerungsaufgaben übernehmen können:
Die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass sich ihnen in diesem
Umfeld Möglichkeiten bieten werden. Weniger als ein Viertel (23
Prozent) der Versorger glaubt daran, dass sie auch bei der
Multimedia-Infrastruktur und den Informations- und
Kommunikationstechnologien (IKT) Fuß fassen werden.

Smart Grids und gesetzliche Vorgaben treiben die Entwicklung

Vor allem die Nutzung von Smart Grids und die gesetzliche Pflicht,
Smart Meter einzubauen, treiben bei den Energieunternehmen die
Entwicklung von entgeltlichen Service-Angeboten für das intelligente
Haus voran: Der Einfluss beider Faktoren wurde von den Befragten im
Mittel als „groß bis sehr groß“ eingeschätzt. „Die Angebote der
Energiewirtschaft rund um das Smart Home richten sich noch kaum an
einer Kundennachfrage aus. Diese ist zum jetzigen Zeitpunkt auch erst
schwach ausgeprägt“, befindet Piontek. Im Rahmen der Studie wurden
auch einige Endkunden befragt. „Dabei zeigte sich, dass die
Energieversorger die Kundenbedürfnisse zum Teil falsch einschätzen.
Beispielsweise legen viele Kunden Wert auf Langlebigkeit und einfache
Bedienbarkeit der Geräte oder auch auf eine Erhöhung der
Energieeffizienz, was einigen Versorgern noch nicht in diesem Maße
bewusst ist.“

Die Studie „Heimvorteil für Energieversorger – Marktpotenzial von
Dienstleistungen rund ums Smart Home“ basiert auf einer Befragung von
26 Energieversorgern und Messstellenbetreibern sowie 29 Endkunden und
wurde von Logica Business Consulting im Winter 2010 in Deutschland
durchgeführt.

Über Logica

Als Serviceanbieter für Business und Technologie bietet Logica mit
39.000 Mitarbeitern weltweit Consulting, Systemintegration und
Outsourcing an. In langfristig angelegter Zusammenarbeit mit den
großen Unternehmen Europas entwickelt Logica ein Kundenverständnis,
das die nachhaltige Integration von Menschen, Business und
Technologie in innovative, wertschöpfende Lösungen ermöglicht. Das
Unternehmen ist an den Börsen in London und Amsterdam (LSE: LOG;
Euronext: LOG) gelistet. Weitere Informationen sind unter
www.logica.de und über den Twitterkanal LogicaDEU verfügbar.

Pressekontakt:
Logica Deutschland GmbH & Co. KG
Bettina Albrecht
Pressesprecherin
MAC Main Airport Center
Unterschweinstiege 10
60549 Frankfurt
T: +49-69-26499-651
F: +49-69-26499-676
bettina.albrecht@logica.com
www.logica.de

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Erstellt von an 10. Feb 2011. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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