Startseite » Allgemein » Schwerste Naturkatastrophen im Jahr 2010

Schwerste Naturkatastrophen im Jahr 2010





München (wnorg) – 2010 ist ein Jahr schwerster Naturkatastrophen. Die Zahl der Großschäden ist außergewöhnlich hoch. Massive Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme und Überschwemmungen suchen die Erde seit Beginn des Jahres heim, mit Tausenden von Todesopfern, Verletzten und Obdachlosen.

„Nach einem recht glimpflichen Jahr 2009 hatten wir in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits drei so genannte große Naturkatastrophen“, sagte Prof. Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung von Munich Re. Darunter versteht man Ereignisse mit Schäden in Milliardenhöhe oder mehreren tausend Todesopfern. Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied und verantwortlich für die Rückversicherungsaktivitäten von Munich Re: „In den ersten sechs Monaten mussten wir außergewöhnlich viele und hohe Großschäden beobachten.“

Die Anzahl der Naturkatastrophen und das Ausmaß der verursachten Schäden lagen in der ersten Jahreshälfte 2010 außergewöhnlich hoch. So wurden von Januar bis Juni 440 Ereignisse registriert, das ist die zweithöchste Anzahl in einem ersten Halbjahr seit 2000. Die volkswirtschaftlichen Schäden beliefen sich auf 70 Mrd. US$. Diese Summe liegt bereits höher als im gesamten Jahr 2009 und auch deutlich über dem Halbjahresdurchschnitt der letzten zehn Jahre. Versichert davon waren 22 Mrd. US$, mehr als doppelt so viel wie im Durchschnitt der ersten Halbjahre seit 2000 und sogar mehr als im bislang schadenträchtigsten ersten Halbjahr 2008.

Vor allem die Erdbeben in Haiti und in Chile zählen zu den verheerendsten jemals aufgezeichneten Ereignissen. Die dritte große Naturkatastrophe in den ersten sechs Monaten war das Erdbeben in China im April mit 2.700 Todesopfern. Neben den 55 geophysikalischen Ereignissen, unter denen der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island im März mit dem Ausfall von zehntausenden Flügen besonders hervorstach, richteten insgesamt 385 wetterbedingte Naturkatastrophen erhebliche Schäden an. Das teuerste Einzelereignis war der Wintersturm Xynthia, der vom 26. bis 28. Februar. Die Schadenbilanz belief sich auf 4,5 Mrd. US$ volkswirtschaftliche und 3,4 Mrd. US$ versicherte Schäden.

Weitere markante wetterbedingte Katastrophen in den ersten sechs Monaten 2010 waren Überflutungen und Erdrutsche nach starken Regenfällen auf Madeira im Februar, heftige Stürme, zum Teil mit schweren Überschwemmungen, in verschiedenen Bundesstaaten der USA in der ersten Maihälfte, starke Überschwemmungen in Mitteleuropa im Juni sowie die noch anhaltenden großflächigen Überschwemmungen in China.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=235667

Erstellt von an 30. Jul 2010. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

Ihre Meinung dazu

FaceBook

Archiv

© 2018 88energie. All Rights Reserved. Anmelden - Copyright by LayerMedia